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Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Die Ressourcen werden knapper, die Löhne für Arbeitende sind in fernen Ländern gering und die Erde wird aufgrund des Klimawandels immer wärmer. Um den aktuellen Entwicklungen entgegenzuwirken, bekommt das Thema Nachhaltigkeit immer mehr Gehör. Nachhaltigkeit ist schon seit längerer Zeit ein großer Trend im privaten Alltag, aber auch in vielen Unternehmen.

Doch was genau bedeutet der Begriff Nachhaltigkeit, was sind die Ziele, Strategien und Herausforderungen? Erfahre hier alles Wissenswerte und was du tun kannst, um nachhaltiger zu leben und die Umwelt zu schützen.

Was ist Nachhaltigkeit?

Der Begriff Nachhaltigkeit besitzt keine eindeutige Definition. Generell bedeutet das Konzept, dass man Rücksicht auf die nachfolgenden Generationen nimmt bei seinen Tätigkeiten und dem Verbrauchen von Rohstoffen. Das heißt, dass man nur so viele Rohstoffe verbraucht, wie auch wieder nachwachsen oder nachproduziert werden können. Dadurch schont man die Umwelt, es tritt kein Rohstoffdefizit auf und man sorgt in dem Sinne für eine Generationengerechtigkeit.

Das Problem heutzutage ist immer noch, dass viele Praktiken und Produkte nicht nachhaltig sind. Das heißt, dass die Produktionen aufgrund chemischer Stoffe oder einem hohen CO2-Ausstoß die Umwelt belasten. Aber auch Produkte aus Plastik oder einmalige Gebrauchsgegenstände wirken sich negativ auf die Tier- und Pflanzenwelt aus. Dazu kommt, dass landwirtschaftliche Betriebe für billige Produkte nur wenig Lohn erhalten und oft Kinder in diesen Bereichen arbeiten. Auch im Alltag greifen viele Menschen häufig aus Bequemlichkeit und um Geld zu sparen, zu nicht nachhaltigen Produkten oder fahren kurze Strecken mit dem Auto. Dabei gibt es viele Alternativen, die nicht nur nachhaltiger, sondern beinahe genauso bequem wie ihr umweltbelastendes Pendant sind.

Die drei Säulen der Nachhaltigkeit

Grafik: Die drei Säulen der Nachhaltigkeit

Die drei Säulen der Nachhaltigkeit definieren, worauf sich das Konzept der Nachhaltigkeit stützt und was eben dieses ausmacht: Ökologie, Wirtschaft und Soziales. Diese drei Komponenten sind gleichrangig anzusehen und bedingen sich gegenseitig.

✔ Die ökologische Säule fordert, die Ressourcen der Erde wie Wasser und Rohstoffe zu schonen und dafür zu sorgen, dass diese Ressourcen zur Verfügung stehen oder durch erneuerbare Rohstoffe ersetzt werden. So soll beispielsweise Plastik durch andere nachhaltigere Stoffe ersetzt werden, da Plastik sich nur sehr langsam bis gar nicht zersetzt.

 

✔ Die zweite Säule ist die soziale Nachhaltigkeit. Diese besagt, dass die Würde des Menschen unantastbar ist und Ausbeutung gegen das Prinzip der Nachhaltigkeit spricht. Durch faire Bezahlung und Grundrechte soll diese Säule verwirklicht werden.

✔ Bei der dritten Säule tritt die ökonomische Nachhaltigkeit in den Vordergrund. Dabei sollen Unternehmen langfristige Nachhaltigkeitsstrategien verfolgen, die nicht nur den Profit maximieren, sondern auch die Umwelt nicht negativ beeinflussen. Auch der In- und Export der Länder soll im Gleichgewicht sein, um einer Verschuldung entgegenzuwirken.

Die UN-Nachhaltigkeitsziele

Die Vereinten Nationen haben in der Agenda 2030 insgesamt 17 Ziele zusammengefasst, die gemeinsam erreicht werden sollen. Die Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (SDGs) sind unter anderem folgende:

  • Kein Hunger und keine Armut mehr
  • Bessere Bildung
  • Bekämpfung von Ungleichheiten
  • Sauberes Wasser und Sanitäranlagen
  • Mehr Selbstbestimmung und Geschlechtergleichheit
  • Wohlstand und Gesundheit für alle
  • Klimawandel bekämpfen und Lebensgrundlagen zu Wasser sowie zu Land bewahren
  • Menschenrechte schützen
  • Frieden und globale Partnerschaften
  • Strategien für nachhaltige Energien und Produktionen
  • Infrastruktur aufbauen
Hier findest du eine Übersicht aller 17 Ziele der UN (pdf, 715 KB)
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Herausforderungen

Viele Menschen auf der Welt leben noch nicht nachhaltig und greifen nicht zu umweltbewussten Praktiken und Produkten zurück. Die Entwicklung liegt meist an mangelndem Wissen zu diesem Thema, da es als sehr komplex empfunden wird. Dass der Kauf von Plastikverpackungen und Einmalprodukten einen großen Effekt auf die Umwelt hat, ist nur den Wenigsten im vollen Ausmaß bewusst. Deshalb ist es wichtig, über die Schule hinaus für Aufklärung zu sorgen, um das Umweltbewusstsein zu stärken und auf die Bedeutung des eigenen Lebensstils aufmerksam zu machen.

Andererseits gibt es schon viele Menschen, die sich den Konsequenzen und der Bedeutung ihres Handelns in dem Sinne bewusst sind. Das Bewusstsein wirkt sich jedoch häufig nicht auf die Handlungen aus. Gründe dafür sind beispielsweise Bequemlichkeit oder der zu hohe Preis der nachhaltigeren Varianten.

Somit gilt es, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken, aber auch das darauffolgende Handeln. Die drei Säulen der Nachhaltigkeit bieten eine gute Grundlage, um ein nachhaltiges Leben auf der Erde zu ermöglichen. Dazu zählen das Ressourcenmanagement, die Sicherung und der Schutz von Arbeitenden sowie das nachhaltige Management von Unternehmen mit einer neuen Nachhaltigkeitsstrategie.

Nachhaltigkeit stärkt den Klimaschutz

Fahrradfahrer im Straßenverkehr

Wer nachhaltig lebt, der schützt das Klima. Denn allein, wenn eine Person statt dem Auto öffentliche Verkehrsmittel nutzt, wird eine große Menge CO2 eingespart. Zudem können mit Bus und Bahn viel mehr Leute gleichzeitig transportiert werden.

Auch Minimalismus trägt zum Klimaschutz bei. Denn wer weniger konsumiert und mehr selber macht, trägt zum Wandel bei und hinterlässt einen kleineren ökologischen Fußabdruck.

Eine nachhaltige Wärmedämmung sorgt nicht nur dafür, dass es warm und gemütlich zuhause ist, sondern trägt auch dazu bei, dass die Heizung heruntergedreht werden kann. Das spart Heizkosten und wirkt sich positiv auf das Klima aus, da weniger Energie verschwendet wird.

Neue Geräte mit hohen Energieeffizienzklassen sorgen ebenfalls dafür, dass die Stromrechnung nicht in die Höhe schießt, da in der Regel weniger Strom verbraucht wird.

Nachhaltigkeit im Alltag

Um im Alltag nachhaltig zu leben, kannst du ganz einfach auf ein paar Dinge achten. Beim Einkaufen ist es sehr klimaschonend und nachhaltig, regionale und saisonale Produkte zu kaufen. So hinterlässt deutsches Obst und Gemüse einen kleineren CO2-Fußabdruck als die importierten Früchte aus dem Ausland. Auch sollte darauf geachtet werden, diese Produkte möglichst unverpackt und plastikfrei zu kaufen. Denn Plastiktüten brauchen mehr als 20 Jahre, um sich zu zersetzen. Plastikflaschen brauchen sogar noch viel länger. Auch der Verzicht von Fleisch- und Milchprodukten oder der geringere Konsum wirken sich positiv auf das Klima aus.

Wer viel unterwegs ist, für den sind Fahrrad, Zug oder Bus die nachhaltigere Alternative zum Auto oder dem Flugzeug. Fahrradfahren hält nicht nur fit, sondern spart auch eine Menge Abgase. Sollte das Fahrrad kaputt sein, dann kann dieses oft schnell selbst oder in einer Werkstatt repariert werden und man muss sich kein neues Rad zulegen.

Elektrische Geräte sollten nach dem Benutzen aus der Steckdose gezogen oder ausgeschaltet werden. Achte bei neuen Geräten auf den Energieverbrauch, um weniger Energie zu verschwenden und die Energiekosten zu senken. Viele Geräte besitzen darüber hinaus einen Energiesparmodus. Wenn du einen Raum verlässt, denk daran, das Licht auszuschalten.

Nachhaltigkeit in Unternehmen

Das Konzept der Nachhaltigkeit ist nicht nur im Alltag zu finden, sondern weitet sich bis in die Arbeitswelt aus. Auch hier kann darauf geachtet werden, Ressourcen zu sparen durch wenig Papierausdrucke und Ausdrucke in schwarz-weiß. Die Geräte in den Büros sollten möglichst nicht im Stand-by-Betrieb laufen, um Energie zu sparen. Generell sind Laptops meist energiesparender als große Stand-PCs. Pflanzen im Büro werten die Räume nicht nur ästhetisch auf, sondern sorgen auch für ein optimales Raumklima.

Ein Unternehmen kann auch als nachhaltig gelten, wenn es sich für die Nachhaltigkeit einsetzt durch neue Geschäftsmodelle oder Nachhaltigkeitsstrategien. Auch die Herstellung nachhaltiger Produkte führt dazu, dass viele Unternehmen als nachhaltig betitelt werden. Dabei kann es aber vorkommen, dass diese Firmen im sonstigen Betrieb nicht nachhaltig agieren. Aus diesem Grund gelten als nachhaltig betitelte Unternehmen nicht per se als nachhaltig in allen Bereichen.

Nachhaltigkeit – Maßnahmen des Unternehmens

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