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Freundliche Dame im Büro

Nachhaltigkeitsansatz und -management

Nachhaltigkeit als Kern unserer Unternehmensverantwortung

Wir wollen unseren Unternehmenserfolg auf nachhaltiger Basis erzielen. Für uns bedeutet das, unserer Nachhaltigkeitsstrategie konsequent zu folgen und das Thema Nachhaltigkeit organisatorisch im Konzern und in der Vorstandsverantwortung zu verankern.

Nachhaltige Entwicklung (Symbolbild) © Adobe Stock
Unser Nachhaltigkeitsverständnis

Nachhaltigkeit heißt für uns, dass wir in wesentlichen Fragen in Jahrzehnten denken und auch im Sinne nachfolgender Generationen handeln. Unsere unternehmerischen Entscheidungen verfolgen den Anspruch, für Menschen konkreten Nutzen zu stiften, den Planeten und seine Ressourcen zu schützen und einen gesamtgesellschaftlichen Mehrwert für alle unsere Stakeholder zu generieren.

Wir sind überzeugt, dass nachhaltiger Erfolg nur dann entstehen kann, wenn wir sowohl in wirtschaftlicher als auch ökologischer und sozialer Hinsicht positive Beiträge leisten. Dass wir diese Verantwortung wahrnehmen, ist für uns selbstverständlich. Denn Nachhaltigkeit ist für uns keine Pflichtübung, sondern ein integraler Bestandteil der strategischen Ausrichtung - sowohl nach innen als auch nach außen - und fest in unserer Unternehmenskultur verankert. Wir wollen Akzente setzen und mit unserem Engagement nicht nur das Nachhaltigkeitsbewusstsein bei EWE, sondern auch in der Branche und der Gesellschaft stärken. Unser Handeln richten wir stets an den Zielen für Nachhaltigkeit Entwicklung der Vereinten Nationen (UN) aus.

Nachhaltigkeit in der Organisation
Unsere Nachhaltigkeitsorganisation

Unser Vorstandsvorsitzender (CEO) ist hauptverantwortlich für das Thema Nachhaltigkeit. Wesentliche Entscheidungen werden nach Bedarf im Gesamtvorstand abgestimmt und beschlossen. Die Schnittstelle zwischen dem CEO und dem Konzern ist das Nachhaltigkeitsmanagement, welches Teil der Zentralfunktion „Konzernentwicklung“ ist. Das Nachhaltigkeitsmanagement ist für die Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie verantwortlich. Für die Weiterentwicklung der wesentlichen Nachhaltigkeitsthemenagiert das Nachhaltigkeitsmanagement als Impulsgeber und begleitet interne Projekte und Initiativen.

Im Rahmen einer Netzwerkorganisation arbeiten wir mit verschiedenen Einheiten im Konzern zusammen und sorgen so für einen regelmäßigen Austausch mit weiteren Funktionen, die zum Beispiel die externe Berichterstattung, das ESG-Risikomanagement oder das Nachhaltigkeitscontrolling betreuen.

Die inhaltliche Verantwortung der Handlungsfelder Klima- und Umweltschutz, Faire Arbeitsbedingungen, Verantwortung in der Lieferkette, Versorgungssicherheit und Gewissenhafte Unternehmensführung liegt bei abteilungsübergreifenden Fachteams. In den einzelnen Fachteams werden gemeinsame Strategiedialoge durchgeführt. Gleiches gilt für die dezentralen Gesellschaften, mit welchen ebenfalls regelmäßige Austauschformate zur Nachhaltigkeitsstrategie etabliert werden. So gewährleisten wir, dass Strategien, Ziele und Maßnahmen gemeinsam mit Fachverantwortlichen und dezentralen Einheiten vorangetrieben werden, um so der Verantwortung von EWE in puncto Nachhaltigkeit nachzukommen.

Unsere wesentlichen Handlungsfelder

Im Rahmen einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert das Nachhaltigkeitsmanagement in regelmäßigen Abständen die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen für EWE und seine Stakeholder. Auf dieser Basis wurde im Jahr 2025 die Konzernnachhaltigkeitsstrategie 2030 entwickelt, welche einen Orientierungsrahmen für unternehmerisches Handeln darstellt. Im Rahmen der Strategieentwicklung wurden folgende Handlungsfelder abgeleitet:

Handlungsfelder im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie
Klima- und Umweltschutz
Klimaschutz (Symbolbild) © LAONG/Adobe Stock

Umwelt‑ und Klimaschutz sowie die Anpassung an den Klimawandel sind für Gesellschaft und Wirtschaft zentral. Als Energieversorungsunternehmen trägt EWE dabei eine besondere Verantwortung und steht gemeinsam mit anderen Energieversorgern vor der großen Aufgabe, die Energiewende mit einem zuverlässigen Energieversorgungssystem zu ermöglichen und dem Versorgungsauftrag gerecht zu werden. Daher haben wir uns bereits 2020 ambitionierte Klimaziele gesetzt. Dementsprechend sind Klima- und Umweltschutz sowie der sorgsame Umgang mit Ressourcen schon heute fest in unserem Handeln verankert.

Energieeffizienz und Erneuerbare Energien sind für uns der Schlüssel zur Klimaneutralität. Um die Energiewende wirksam zu unterstützen und den CO2-Fußabdruck des Energiesektors weiter zu reduzieren, bauen wir den Anteil unserer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen konsequent aus. Zudem strebt EWE danach, innerbetriebliche Energieverbräuche kontinuierlich zu senken, Umweltbelastungen zu vermeiden und Biodiversität zu unterstützen. Auf diese Weise verbindet EWE wirtschaftlichen Erfolg mit Verantwortung für den Schutz von Umwelt und Klima. Unsere Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien haben wir in die Alterric GmbH, ein Joint Venture von EWE und der Aloys‑Wobben‑Stiftung, eingebracht. Alterric treibt den Ausbau klimafreundlicher Stromerzeugung maßgeblich voran.

Faire Arbeitsbedingungen
Arbeitssicherheitsausrüstung

Der nachhaltige Erfolg von EWE basiert auf der Kompetenz, dem Engagement und der Gesundheit unserer Mitarbeitenden. Daher legen wir großen Wert auf sichere und faire vertragliche Beschäftigungsbedingungen, einen konstruktiven sozialen Dialog sowie gelebte Mitbestimmung. Ebenso wichtig ist für uns die Vereinbarkeit von Berufs-  und Privatleben, die wir durch flexible Arbeitsmodelle und moderne Arbeitsstrukturen gezielt unterstützen.

Arbeitssicherheit und ein umfassendes Gesundheitsmanagement haben bei EWE einen hohen Stellenwert. Wir fördern präventive Maßnahmen, schaffen gesundheitsorientierte Arbeitsbedingungen und sensibilisieren kontinuierlich für Sicherheit im Arbeitsalltag.

Diversität verstehen wir als Stärke. Unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen bereichern unser Unternehmen und fördern Innovation. Deshalb setzen wir uns für ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld und gleiche Entwicklungschancen ein. Die gezielte Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeitenden sind dabei zentrale Bausteine unserer Personalstrategie.

Ein wertschätzendes und faires Miteinander ist Grundlage unseres Zusammenarbeitens. Dieser Anspruch ist fest im Verhaltenskodex von EWE verankert und für alle Beschäftigten wie auch für unsere verbundenen Gesellschaften verbindlich.

Mehr zu EWE als Arbeitgeber
Verantwortung in der Lieferkette
Lieferkette (Symbolbild)

Als Energieunternehmen trägt EWE nicht nur Verantwortung für den eigenen Geschäftsbetrieb, sondern ebenso für die gesamte vorgelagerte Lieferkette. Ein verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement ist für uns zentral, um Menschenrechte zu schützen und sichere Arbeitsbedingungen entlang aller Wertschöpfungsstufen zu gewährleisten. Dabei orientieren wir uns an internationalen Standards und erfüllen gesetzliche Anforderungen wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.

Im Mittelpunkt steht für uns die Achtung grundlegender Menschenrechte. Wir erwarten von unseren Lieferanten, dass sie Zwangs-  und Kinderarbeit ausschließen, Diskriminierung verhindern und faire, sichere Arbeitsbedingungen schaffen. Durch regelmäßige Risikoanalysen, Compliance-Prüfungen und klare Verhaltensanforderungen unterstützen wir die Einhaltung dieser Standards. Gleichzeitig setzen wir auf Transparenz und partnerschaftliche Zusammenarbeit, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gemeinsam zu verbessern.

Arbeitssicherheit spielt in der Lieferkette für EWE eine besondere Rolle. Wir fördern Sicherheitsstandards bei unseren Partnern und achten darauf, dass Beschäftigte in allen arbeitssicherheitsrelevanten Bereichen geschützt werden. Dazu gehören Schulungs- und Präventionsmaßnahmen ebenso wie die konsequente Bewertung von sicherheitskritischen Prozessen.

Durch diese Maßnahmen verbindet EWE wirtschaftliches Handeln mit sozialer Verantwortung. Wir stellen sicher, dass unsere Lieferkette nicht nur leistungsfähig, sondern auch menschenrechtlich verantwortungsvoll gestaltet ist.

Versorgungssicherheit
Umspannwerk von EWE

Für EWE bildet eine stabile, sichere und leistungsfähige Infrastruktur das Rückgrat des zukünftigen Geschäfts. Dazu gehören sowohl die zuverlässige Versorgung der Kundschaft mit Strom und Gas als auch ein leistungsstarker Breitbandausbau, der digitale Teilhabe in der Region ermöglicht.

Die Energiewende und der Ausbau erneuerbarer Energien erhöhen die Anforderungen an das Netz: Dezentrale und wetterabhängige Erzeugungsanlagen müssen sicher integriert werden, während eine Sektorenkopplung und der steigende Datenbedarf die Komplexität weiter erhöhen. Damit wächst der Anspruch an Netzstabilität, intelligente Steuerung und eine robuste digitale Infrastruktur.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, modernisiert EWE seine Systeme kontinuierlich und setzt auf leistungsfähige, klimafreundliche und effiziente Technologien. Ein Schwerpunkt liegt auf Cyber Security: Durch umfassende Sicherheitsmaßnahmen, kontinuierliche Überwachung und den Schutz kritischer Systeme stellt EWE sicher, dass Energie und Datennetze zuverlässig und resilient bleiben.

Gleichzeitig unterstützt EWE seine Kundinnen und Kunden mit innovativen Produkten und Dienstleistungen bei der effizienten Nutzung sowie der eigenen Erzeugung erneuerbarer Energien. So entsteht ein zukunftsfähiges, intelligentes Energiesystem, das Versorgungssicherheit, Klimaschutz und digitale Vernetzung miteinander verbindet.

Gewissenhafte Unternehmensführung
Wirtschaftsprofi analysiert Ökostromdaten mit Windturbinenmodellen © Adobe Stock

EWE versteht verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln als festen Bestandteil seiner Unternehmenskultur. Integrität, Transparenz und gesetzeskonformes Verhalten bilden die Grundlage unserer Geschäftstätigkeit und sind entscheidend für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kundschaft, Partnern und Öffentlichkeit. Compliance ist dabei ein zentraler Pfeiler unseres Selbstverständnisses und für alle Bereiche des Konzerns verbindlich.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung gewinnt der Schutz personenbezogener Daten weiter an Bedeutung. EWE setzt auf hohe Datenschutzstandards, sorgt für eine sorgfältige und zweckgebundene Verarbeitung sensibler Informationen und achtet darauf, die Privatsphäre von Mitarbeitenden und Kundschaft bestmöglich zu gewährleisten. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Daten ist Voraussetzung für moderne, verlässliche und nutzerorientierte Dienstleistungen.

Darüber hinaus übernimmt EWE Verantwortung in gesellschaftlichen und politischen Dialogen. Unser politisches Engagement zielt darauf ab, Entwicklungen in der Energie-, Klima- und Digitalpolitik konstruktiv zu begleiten. Dabei handeln wir parteipolitisch neutral und setzen uns für Rahmenbedingungen ein, die eine nachhaltige und sichere Energieversorgung fördern.

EWE ist zudem regional stark engagiert. Mit Initiativen wie der EWE STIFTUNG, verschiedenen Sponsoring-Aktivitäten und Bildungsformaten wie dem EWE‑Schulmobil stärken wir Bildung, Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. So verbindet EWE wirtschaftlichen Erfolg mit einem klaren Bekenntnis zu sozialer Verantwortung und Gemeinwohl.

Umwelt, Soziales, Governance © Adobe Stock
Unser ESG-Risikomanagement

Unter Nachhaltigkeitsrisiken bzw. ESG-Risiken verstehen wir Risiken aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance. Dabei betrachten wir nicht nur negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit (Outside-In) sondern auch negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die ESG-Bereiche (Inside-Out). Die Identifikation, Bewertung und Steuerung von ESG-Risiken wurde in den regulären Risikomanagementprozess integriert. Ein systematischer Abgleich mit den Ergebnissen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse soll die Vollständigkeit sicherstellen. Bei entsprechender Wesentlichkeit werden ESG-Risiken im Rahmen der Risikoberichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert.

Der Bereich Umwelt umfasst unter anderem Risiken, die mit dem Klimawandel verbunden sind. Wir sind uns bewusst, dass sich in Folge des Klimawandels klimatische Einflüsse verändern und Extremwetterereignisse häufiger eintreten werden. Physische Klimarisiken wie Hochwasserereignisse, Wasserknappheit oder der Meeresspiegelanstieg werden somit zunehmend relevanter. Dies gilt ebenso für transitorische Klimarisiken, die aus den sich verändernden politisch-rechtlichen, technologischen und marktbezogenen Rahmenbedingungen resultieren und mit dem Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Gesellschaft einhergehen. Die physischen Klimarisiken werden regelmäßig im Rahmen einer Klimarisikoanalyse identifiziert und bewertet. Dabei handelt es sich um eine Szenarioanalyse, die auf den wissenschaftlich anerkannten RCP-Klimaszenarien basiert.

Der Bereich Soziales umfasst unter anderem Risiken, die mit unseren Mitarbeitenden, unserer Kundschaft und der Lieferkette im Zusammenhang stehen. Relevante Themen diesbezüglich sind unter anderem Arbeitssicherheit, Datenschutz, die Gewährleistung von Versorgungssicherheit sowie die Wahrung von Menschenrechten. Der Bereich Governance umfasst unter anderem compliance-bezogene Risiken. Dazu gehören beispielsweise die Themen Antikorruption und politisches Engagement.

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