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Freundliche Dame im Büro

Nachhaltigkeitsansatz und -management

Wir wollen unseren Unternehmenserfolg auf nachhaltiger Basis erzielen. Für uns bedeutet das, unserer Nachhaltigkeitsstrategie konsequent zu folgen und das Thema Nachhaltigkeit organisatorisch im Konzern und in der Vorstandsverantwortung zu verankern.

Nachhaltige Entwicklung (Symbolbild) © Adobe Stock
Unser Nachhaltigkeitsverständnis

Nachhaltigkeit bedeutet für uns, langfristig zu denken und die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen unserer Entscheidungen zu berücksichtigen. Wir wollen verantwortungsvoll mit natürlichen Ressourcen umgehen, einen konkreten Nutzen für Menschen schaffen und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Dazu beziehen wir Nachhaltigkeitsaspekte in unsere strategische Ausrichtung und unsere unternehmerischen Aktivitäten ein. Wir konzentrieren uns auf die für EWE wesentlichen Handlungsfelder und orientieren uns dabei an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN).

Mit unserem Engagement möchten wir nachhaltiges Handeln innerhalb von EWE weiter stärken und den Austausch mit unseren Stakeholdern fördern.

Nachhaltigkeit in der Organisation
Unsere Nachhaltigkeitsorganisation

Unser Vorstandsvorsitzender (CEO) ist hauptverantwortlich für das Thema Nachhaltigkeit. Wesentliche Entscheidungen werden nach Bedarf im Gesamtvorstand abgestimmt und beschlossen. Die Schnittstelle zwischen dem CEO und dem Konzern ist das Nachhaltigkeitsmanagement, welches Teil der Zentralfunktion „Konzernentwicklung“ ist. Das Nachhaltigkeitsmanagement ist für die Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie verantwortlich. Für die Weiterentwicklung der wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen agiert das Nachhaltigkeitsmanagement als Impulsgeber und begleitet interne Projekte und Initiativen.

Im Rahmen einer Netzwerkorganisation arbeiten wir mit verschiedenen Einheiten im Konzern zusammen und sorgen so für einen regelmäßigen Austausch mit weiteren Funktionen, die zum Beispiel die externe Berichterstattung, das ESG-Risikomanagement oder das Nachhaltigkeitscontrolling betreuen.

Die inhaltliche Verantwortung der Handlungsfelder Klima- und Umweltschutz, Faire Arbeitsbedingungen, Verantwortung in der Lieferkette, Versorgungssicherheit und Gewissenhafte Unternehmensführung liegt bei abteilungsübergreifenden Fachteams. In den einzelnen Fachteams werden gemeinsame Strategiedialoge durchgeführt. Gleiches gilt für die dezentralen Gesellschaften, mit welchen ebenfalls regelmäßige Austauschformate zur Nachhaltigkeitsstrategie etabliert werden. So gewährleisten wir, dass Strategien, Ziele und Maßnahmen gemeinsam mit Fachverantwortlichen und dezentralen Einheiten vorangetrieben werden, um so der Verantwortung von EWE in puncto Nachhaltigkeit nachzukommen.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie

Im Rahmen einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert das Nachhaltigkeitsmanagement in regelmäßigen Abständen die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen für EWE und seine Stakeholder. Auf dieser Basis wurde im Jahr 2025 die Konzernnachhaltigkeitsstrategie 2030 entwickelt, welche einen Orientierungsrahmen für unternehmerisches Handeln darstellt. Im Rahmen der Strategieentwicklung wurden folgende Handlungsfelder abgeleitet:

Handlungsfelder im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie
Klima- und Umweltschutz
Blick in grüne Baumkronen

Umwelt- und Klimaschutz sowie die Anpassung an die Folgen des Klimawandels gehören zu den zentralen Herausforderungen für Gesellschaft und Wirtschaft. Als Energieversorgungsunternehmen wirkt EWE an der Weiterentwicklung eines zuverlässigen Energieversorgungssystems mit und unterstützt den Wandel hin zu einer stärker auf erneuerbaren Energien basierenden Energieversorgung.

EWE hat sich im Jahr 2020 Klimaziele gesetzt. Informationen zu den Zielen, ihrem Geltungsbereich und den vorgesehenen Maßnahmen sind unserem Klimatransitionsplan zu entnehmen. Zu den Maßnahmen von EWE gehören der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen, Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie die Verringerung betrieblicher Energieverbräuche. Darüber hinaus arbeitet EWE daran, Umweltbelastungen zu verringern, Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen und mit konkreten Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität beizutragen.

Die Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien hat EWE in die Alterric GmbH eingebracht, ein Gemeinschaftsunternehmen von EWE und der Aloys-Wobben-Stiftung. Alterric plant, entwickelt und betreibt Projekte zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen.

Faire Arbeitsbedingungen
Arbeitssicherheitsausrüstung

Der nachhaltige Erfolg von EWE basiert auf der Kompetenz, dem Engagement und der Gesundheit unserer Mitarbeitenden. Daher legen wir großen Wert auf sichere und faire vertragliche Beschäftigungsbedingungen, einen konstruktiven sozialen Dialog sowie gelebte Mitbestimmung. Ebenso wichtig ist für uns die Vereinbarkeit von Berufs-  und Privatleben, die wir durch flexible Arbeitsmodelle und moderne Arbeitsstrukturen gezielt unterstützen.

Arbeitssicherheit und ein umfassendes Gesundheitsmanagement haben bei EWE einen hohen Stellenwert. Wir fördern präventive Maßnahmen, schaffen gesundheitsorientierte Arbeitsbedingungen und sensibilisieren kontinuierlich für Sicherheit im Arbeitsalltag.

Diversität verstehen wir als Stärke. Unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen bereichern unser Unternehmen und fördern Innovation. Deshalb setzen wir uns für ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld und gleiche Entwicklungschancen ein. Die gezielte Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeitenden sind dabei zentrale Bausteine unserer Personalstrategie.

Ein wertschätzendes und faires Miteinander ist Grundlage unseres Zusammenarbeitens. Dieser Anspruch ist fest im Verhaltenskodex von EWE verankert und für alle Beschäftigten wie auch für unsere verbundenen Gesellschaften verbindlich.

Mehr zu EWE als Arbeitgeber
Verantwortung in der Lieferkette
Lieferkette (Symbolbild)

Als Energieunternehmen nimmt EWE Verantwortung im eigenen Geschäftsbetrieb und in der vorgelagerten Lieferkette wahr. Unser Lieferkettenmanagement zielt darauf ab, menschenrechtliche und arbeitsschutzbezogene Risiken zu erkennen, angemessen zu berücksichtigen und im Rahmen unserer Einflussmöglichkeiten zu adressieren. Dabei orientieren wir uns an einschlägigen internationalen Standards und setzen die für EWE geltenden gesetzlichen Sorgfaltspflichten um. Weitere Informationen zu unseren Compliance-Grundsätzen und zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz finden Sie auf unserer Compliance-Seite.

Die Achtung grundlegender Menschenrechte ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Anforderungen an Lieferanten. Wir erwarten von ihnen, dass sie Zwangs- und Kinderarbeit ausschließen, Diskriminierung entgegenwirken und faire sowie sichere Arbeitsbedingungen fördern. Zur Wahrnehmung unserer Sorgfaltspflichten nutzen wir unter anderem Risikoanalysen, Prüfprozesse und definierte Verhaltensanforderungen. Auf dieser Grundlage identifizieren und bewerten wir Risiken und leiten, soweit erforderlich, angemessene Maßnahmen ab.

Auch Arbeitssicherheit berücksichtigen wir bei der Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Abhängig von Tätigkeit, Risikolage und Einflussmöglichkeit wirken wir darauf hin, dass relevante Sicherheitsanforderungen beachtet und arbeitsschutzbezogene Risiken angemessen behandelt werden. Dazu können beispielsweise Präventions-, Informations- und Schulungsmaßnahmen sowie die Bewertung sicherheitskritischer Prozesse gehören.

Auf diese Weise verbindet EWE wirtschaftliches Handeln mit menschenrechtlicher und sozialer Sorgfalt. Unser Ziel ist es, die entsprechenden Anforderungen in unseren Lieferkettenprozessen zu verankern, erkannte Risiken angemessen zu adressieren und die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Versorgungssicherheit
Umspannwerk von EWE

Für EWE ist eine stabile, sichere und leistungsfähige Infrastruktur eine wesentliche Grundlage für die Weiterentwicklung des Geschäfts. Dazu gehören die zuverlässige Versorgung der Kundinnen und Kunden mit Strom und Gas sowie der Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze, die den Zugang zu digitalen Angeboten in der Region unterstützen.

Die Energiewende und der Ausbau erneuerbarer Energien stellen zusätzliche Anforderungen an die Energieinfrastruktur. Dezentrale und wetterabhängige Erzeugungsanlagen müssen in die Netze integriert werden. Zugleich erhöhen die zunehmende Sektorenkopplung und der steigende Datenbedarf die Komplexität der Systeme. Dadurch gewinnen Netzstabilität, intelligente Steuerung und eine robuste digitale Infrastruktur weiter an Bedeutung.

Um diesen Anforderungen zu begegnen, entwickelt EWE seine Systeme und Infrastrukturen kontinuierlich weiter. Dabei kommen Technologien zum Einsatz, die unter anderem die Steuerung der Netze und die Integration erneuerbarer Energien unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Cyber Security. Mit technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen sowie der Überwachung kritischer Systeme  trägt EWE dazu bei, die Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit der Energie- und Datennetze zu stärken.

Darüber hinaus bietet EWE Produkte und Dienstleistungen an, die Kundinnen und Kunden bei einem bewussten Umgang mit Energie und bei der eigenen Erzeugung erneuerbarer Energien unterstützen können. Damit leistet EWE einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Energieinfrastruktur und zur Verbindung von Versorgungssicherheit, Digitalisierung und der Integration erneuerbarer Energien.

Gewissenhafte Unternehmensführung
Wirtschaftsprofi analysiert Ökostromdaten mit Windturbinenmodellen © Adobe Stock

EWE versteht verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln als festen Bestandteil seiner Unternehmenskultur. Integrität, Transparenz und gesetzeskonformes Verhalten bilden die Grundlage unserer Geschäftstätigkeit und sind entscheidend für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kundschaft, Partnern und Öffentlichkeit. Compliance ist dabei ein zentraler Pfeiler unseres Selbstverständnisses und für alle Bereiche des Konzerns verbindlich.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung gewinnt der Schutz personenbezogener Daten weiter an Bedeutung. EWE setzt auf hohe Datenschutzstandards, sorgt für eine sorgfältige und zweckgebundene Verarbeitung sensibler Informationen und achtet darauf, die Privatsphäre von Mitarbeitenden und Kundschaft bestmöglich zu gewährleisten. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Daten ist Voraussetzung für moderne, verlässliche und nutzerorientierte Dienstleistungen.

Darüber hinaus übernimmt EWE Verantwortung in gesellschaftlichen und politischen Dialogen. Unser politisches Engagement zielt darauf ab, Entwicklungen in der Energie-, Klima- und Digitalpolitik konstruktiv zu begleiten. Dabei handeln wir parteipolitisch neutral und setzen uns für Rahmenbedingungen ein, die eine sichere Energieversorgung fördern.

EWE ist zudem regional stark engagiert. Mit Initiativen wie der EWE STIFTUNG, verschiedenen Sponsoring-Aktivitäten und Bildungsformaten wie dem EWE‑Schulmobil stärken wir Bildung, Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. So verbindet EWE wirtschaftlichen Erfolg mit einem klaren Bekenntnis zu sozialer Verantwortung und Gemeinwohl.

Umwelt, Soziales, Governance © Adobe Stock
Unser ESG-Risikomanagement

Unter Nachhaltigkeitsrisiken bzw. ESG-Risiken verstehen wir Risiken aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance. Dabei betrachten wir nicht nur negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit (Outside-In) sondern auch negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die ESG-Bereiche (Inside-Out). Die Identifikation, Bewertung und Steuerung von ESG-Risiken wurde in den regulären Risikomanagementprozess integriert. Ein systematischer Abgleich mit den Ergebnissen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse soll die Vollständigkeit sicherstellen. Bei entsprechender Wesentlichkeit werden ESG-Risiken im Rahmen der Risikoberichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert.

Der Bereich Umwelt umfasst unter anderem Risiken, die mit dem Klimawandel verbunden sind. Wir sind uns bewusst, dass sich in Folge des Klimawandels klimatische Einflüsse verändern und Extremwetterereignisse häufiger eintreten werden. Physische Klimarisiken wie Hochwasserereignisse, Wasserknappheit oder der Meeresspiegelanstieg werden somit zunehmend relevanter. Dies gilt ebenso für transitorische Klimarisiken, die aus den sich verändernden politisch-rechtlichen, technologischen und marktbezogenen Rahmenbedingungen resultieren und mit dem Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Gesellschaft einhergehen. Die physischen Klimarisiken werden regelmäßig im Rahmen einer Klimarisikoanalyse identifiziert und bewertet. Dabei handelt es sich um eine Szenarioanalyse, die auf den wissenschaftlich anerkannten RCP-Klimaszenarien basiert.

Der Bereich Soziales umfasst unter anderem Risiken, die mit unseren Mitarbeitenden, unserer Kundschaft und der Lieferkette im Zusammenhang stehen. Relevante Themen diesbezüglich sind unter anderem Arbeitssicherheit, Datenschutz, die Gewährleistung von Versorgungssicherheit sowie die Wahrung von Menschenrechten. Der Bereich Governance umfasst unter anderem Compliance-bezogene Risiken. Dazu gehören beispielsweise die Themen Antikorruption und politisches Engagement.

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