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27.08.2021 - EWE AG

EWE verzeichnet positive Entwicklung im ersten Halbjahr

• Operatives EBIT stabil auf Vorjahresniveau
• Umsatz und Periodenergebnis im Vorjahresvergleich gestiegen
• Leichte weitere Erholung im zweiten Halbjahr erwartet

Oldenburg, 27. August 2021. Dem Energie- und Telekommunikationsdienstleister EWE ist es im ersten Halbjahr 2021 gelungen, seine Geschäftsaktivitäten unter Berücksichtigung der notwendigen Krisenmaßnahmen in der COVID-19-Pandemie stabil weiter zu führen. Das Operative EBIT, die um Sondereffekte bereinigte Kennzahl für die Leistungsfähigkeit des operativen Geschäfts, lag in diesem Zeitraum mit 286,8 Mio. Euro leicht über dem Wert des Vorjahres (1. Halbjahr 2020: 281,9 Mio. Euro).

Zum 30. Juni des laufenden Geschäftsjahres stieg der Konzernumsatz um 7,2 Prozent auf 3.037,7 Mio. Euro (2020: 2.833,4 Mio. Euro). Das Periodenergebnis des Konzerns stieg im Vorjahresvergleich aufgrund von Sondereffekten um 109,35 Prozent von 135,9 Mio. Euro auf 284,5 Mio. Euro an. Die Zahl der Beschäftigten im EWE-Konzern lag im ersten Halbjahr 2021 im Durchschnitt bei 9.420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, gegenüber 9.141 zum Jahresende 2020.

EWE-Finanzvorstand Wolfgang Mücher erläutert: „Anders als im ersten Halbjahr des Vorjahres haben sich in diesem Jahr bisher kaum Auswirkungen auf Absatz- und Netzdurchleitungsvolumen sowie Belastungen im Vertriebsbereich ergeben. Mit Blick auf die weitere Entwicklung der Pandemie ist eine Prognose zwar auch in diesem Jahr nicht so einfach. Sofern sich keine Verschärfung des Krisenszenarios durch weitere Virusmutationen oder ähnliches ergibt, rechnen wir für das zweite Halbjahr jedoch mit einer leichten, fortlaufenden Erholung.“

„Positiv entwickelte sich auch in diesem Jahr die steigende Nachfrage nach höheren Bandbreiten im Telekommunikationsbereich“, so Wolfgang Mücher, „ebenso half die Witterung in den ersten Monaten des Jahres, die kühler war als in den letzten Jahren. Ergebnisbelastend waren windschwache Monate im ersten Halbjahr.“

Segment Erneuerbare Energien
Das Segment Erneuerbare Energien setzte im Berichtszeitraum 107,0 Mio. Euro um, das waren 39,3 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2020 (76,8 Mio. Euro). Das Operative EBIT sank im Vorjahresvergleich – aufgrund geringerer Winderträge im ersten Quartal – von 48,9 Mio. Euro auf 21,1 Mio. Euro. Beim Offshore Windpark RIFFGAT belasten neben dem Umsatzrückgang Instandsetzungskosten das Operative EBIT. Des Weiteren fehlt der von der zwischenzeitlich veräußerten Offshore Dienstleistungsgesellschaft im Vorjahr erzielte Ergebnisbeitrag.

Das im Frühjahr 2021 gegründete Onshore-Windenergie Gemeinschaftsunternehmen Alterric (Aurich) sowie die gehaltenen Beteiligungen werden im Rahmen der Vollkonsolidierung erstmalig in den EWE-Konzernabschluss einbezogen und sind dem Segment Erneuerbare Energien zugeordnet. Das Unternehmen hat zu der positiven Umsatzentwicklung wesentlich beigetragen. Der Zugang wirkt jedoch nicht ergebnissteigernd, da dieser erst zu Beginn des grundsätzlich windschwachen Sommerhalbjahres erfolgt.

Segment Infrastruktur
Im Segment Infrastruktur stieg der Umsatz um 9,6 Prozent auf 375,1 Mio. Euro (Vorjahr: 342,2 Mio. Euro). Der Umsatzanstieg resultiert im Wesentlichen bei den Verteilnetzen aus höheren vorgelagerten Netzkosten bei der Preisbildung und der milden Witterung im ersten Halbjahr des Vorjahres. Ein weiterer positiver Effekt ergibt sich infolge gestiegener Entgelte bei der Vermarktung der Erdgasspeicher und höheren Kapazitätsbuchungen beim Ferngasnetz.

Das Operative EBIT erhöht sich auf 195,0 Mio. Euro (1. Halbjahr 2020: 171,1 Mio. Euro). Der Anstieg ist neben den höheren Umsatzerlösen aus der Vermarktung der Erdgasspeicher und höheren Auftragseingängen beim Ferngasnetz insbesondere auf höhere energiewirtschaftliche Rohmargen für Strom und Gas infolge der im Vorjahr milden Witterung bei den Verteilnetzen zurückzuführen.

Segment Markt
Im Segment Markt verzeichnet EWE eine Umsatzerhöhung in Höhe von 4,1 Prozent auf 1.839,7 Mio. Euro (1. Halbjahr 2020: 1.768,1 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Strom- und Gasgeschäft realisiert. Höhere Gasabsatzmengen infolge der kühlen Witterung wirken umsatzerhöhend. Stromseitig sind vor allem steigende Umsatzerlöse im Geschäftskundenbereich zu verzeichnen. Im Bereich Telekommunikation steigen die Umsatzerlöse in den Bereichen Privatkunden und Geschäftskunden gleichermaßen an.

Das Operative EBIT beträgt 58,3 Mio. Euro (1. Halbjahr 2020: 66,5 Mio. Euro). Die aktuell ungünstige Marktkonstellation erschwert vor allem die unterjährige Optimierung von Gasflexibilitäten im Bereich Handel und führt zu negativen Veränderungen. Hinzu kommen Anlaufverluste aus dem Hochlauf der Geschäftstätigkeit im Glasfaserausbau und bei der Elektromobilität. Gegenläufig zeigt sich eine positive Entwicklung im Bereich Energievertrieb, hauptsächlich geprägt durch den witterungsbedingten Mehrabsatz sowie positive Preiseffekte aus der Biogasvermarktung. Im Bereich Telekommunikations-Vertrieb führen höhere Durchschnittserlöse und eine höhere Auslastung zu positiven Umsatz- und Ergebnisbeiträgen.

Segment swb-Gruppe
Im Segment swb liegt der externe Umsatz im Berichtszeitraum mit 610,2 Mio. Euro (1. Halbjahr 2020: 555,7 Mio. Euro) um 9,8 Prozent über Vorjahresniveau. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist ebenfalls im Wesentlichen auf witterungsbedingt höhere Absatzmengen zurückzuführen.

Das Operative EBIT betrug 33,4 Mio. Euro (1. Halbjahr 2020: 18,4 Mio. Euro). Die Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf den Verkauf von Kavernengas sowie witterungsbedingt erhöhte Absatzmengen im Netzbereich zurückzuführen. Ein verbessertes Stromergebnis sowie Erträge aus der Leistungsvorhaltung für eine stillgelegte Produktionsanlage bei der Erzeugung unterstützen diesen Trend. Gegenläufig senken Zahlungen aus der Stromsteuer und ein schlechteres Abfallergebnis aufgrund geringerer Mengen sowie erhöhte Instandhaltungsaufwendungen bei der swb Entsorgung das Operative EBIT im Vergleich zum Vorjahr.

Segment Sonstiges
Im Segment Sonstiges verzeichnen wir einen externen Umsatzanstieg in Höhe von 17,9 Prozent auf 104,2 Mio. Euro (1. Halbjahr 2020: 88,4 Mio. Euro). Der Anstieg der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf die Akquise neuer Kunden sowie eine Erweiterung des Konsolidierungskreises im IT-Bereich zurückzuführen.

Das Operative EBIT beträgt 2,3 Mio. Euro (1. Halbjahr 2020: 2,1 Mio. Euro). Im Vergleich zum Vorjahr verbessert sich der IT-Bereich unter anderem durch Zusatzgeschäft. Ein gesteigerter Rohertrag Gas in Polen unterstützt diesen Trend. Ergebnisbelastend wirkt sich der Aufbau des Geschäfts mit Photovoltaik-Anlagen und die Entwicklung branchennaher digitaler Mehrwertdienste für Energieversorgungsunternehmen, ausgehend von Smart Meter-Daten, bei Innovationen aus.

Konzern-Zentralbereich
Der Konzern-Zentralbereich generiert nur in geringem Umfang Umsatzerlöse. Das Operative EBIT beträgt -23,6 Mio. Euro (1. Halbjahr 2020: -25,1 Mio. Euro). Es resultiert aus der Holdingfunktion der EWE AG und den dort zugeordneten sonstigen Beteiligungen und liegt nahezu auf Vorjahresniveau.
Der Halbjahresbericht ist auf www.ewe.com abrufbar.

Ansprechpartner
Portrait Mathias Radowski Mathias Radowski Pressesprecher

Tel: +49-441-4805-1857 E-Mail: mathias.radowski@ewe.de