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13.09.2023 - EWE AG

EWE ermittelt erstmalig Speicherbedarf für Wasserstoff

EWE-Tochter EWE GASSPEICHER startet offizielle Marktabfrage am 18. September

Oldenburg, 13. September 2023. Um Wasserstoff in großen Mengen für verschiedenste Anwendungen sicher und flexibel bereitzuhalten, muss man ihn speichern. Wie groß die zukünftigen Speicherbedarfe für Wasserstoff sind, möchte die EWE-Tochter EWE GASSPEICHER – als erstes Unter-nehmen in Deutschland – durch eine Marktabfrage ermitteln. Sie richtet sich an alle Unternehmen, die im zukünftigen Wasserstoffmarkt Speicherbedarf für sich identifiziert haben. Speicherbedarfe können sich beispielsweise im Rahmen der Belieferung von Industriekunden oder Wasserstoffkraftwerken ergeben. Aber auch die heimische Erzeugung oder der Import von Wasserstoff erfordern Speicherkapazitäten. Die offizielle Abfrage beginnt am 18. September 2023 um 00:00 Uhr und endet am 20. Oktober 2023 um 23:59 Uhr. Die Registrierung ist für interessierte Unternehmen ab sofort unter https://www.ewe-gasspeicher.de/marktabfrage/ möglich.

„Um Speicherkapazitäten entsprechend dem Kundenbedarf hinsichtlich Flexibilität und Liefersicherheit entwickeln zu können, hilft uns diese Erhebung bei der Abschätzung der zukünftigen Wasserstoffspeicherbedarfe. Daran ausgerichtet plant die EWE GASSSPEICHER den Aufbau entsprechender Speicherkapazitäten für Wasserstoff in unterirdischen Kavernenspeichern“, sagt Peter Schmidt, Geschäftsführer der EWE GASSPEICHER.

„Beim Aufbau dieser für den Wasserstoffhochlauf essenziell notwendigen Infrastruktur blickt EWE auf jahrzehntelange Erfahrung in der Gasspeicherung zurück. Mit dieser Erfahrung und den entsprechenden geologischen Voraussetzungen in Nordwestdeutschland ist EWE prädestiniert dafür, diese Speicherinfrastruktur aufzubauen und auch damit den Wasserstoffhochlauf in Deutschland und Europa aktiv mitzugestalten“, sagt EWE-Technikvorstand Dr. Urban Keussen.

Im Zuge des IPCEI-Projektes „Clean Hydrogen Coastline“ verfolgt EWE diverse Wasserstoff-Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dazu gehört neben der Erzeugung, dem Transport und der Anwendung von Wasserstoff – vor allem im Industrie- und Verkehrssektor – eben auch die Speicherung von Wasserstoff. Anders als Strom, lässt sich Wasserstoff in großem Maßstab speichern, insbesondere in unterirdischen Salzkavernen.

Als Basis für eine großvolumige Speicherung ist der Nachweis nötig, dass Wasserstoff sicher gelagert werden kann. EWE hat dafür im brandenburgischen Rüdersdorf den ersten Untertage-Wasserstoffspeicher gebaut und bereits nachgewiesen, dass die Zuleitung zum Hohlraum bis auf 1.000 Meter Tiefe dicht ist. Im Herbst sollen die umfangreichen Tests für den Betrieb des Wasserstoffspeichers starten, als wichtiger Schritt für die Übertragbarkeit auf große Kavernen. Insgesamt wäre das Vorreiterprojekt von EWE die Basis, aus erneuerbaren Energien erzeugten Wasserstoff in großen Mengen speicherfähig und bedarfsgerecht nutzbar zu machen.

„Mit der aktuellen Marktabfrage zum Speicherbedarf nimmt EWE einmal mehr eine Vorreiterrolle ein, um den Wasserstoffhochlauf und damit die Energiewende voranzutreiben. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 zu erreichen. Der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur spielt dabei eine zentrale Rolle“, so Keussen. EWE wolle als Unternehmen das Ziel Klimaneutralität bereits im Jahr 2035 erreichen.

Ansprechpartner
Foto vom Pressesprecher Dietmar Bücker
Dietmar Bücker Pressesprecher

+49-441-4805-1812 dietmar.buecker@ewe.de

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