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31.08.2023 - EWE AG

EWE verstärkt Investitionen in klimaneutrale Energiezukunft

• Energie- und Telekommunikationsdienstleister legt Halbjahresbericht vor
• Anstieg bei Investitionen, Umsatz und Operativem EBIT
• Konzernperiodenergebnis deutlich gesunken

Oldenburg. Der Oldenburger Energie- und Telekommunikationsdienstleister EWE hat seine Investitionen in den Aufbau eines klimaneutralen und stärker digitalisierten Energiesystems in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2023 gesteigert: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhten sich die Ausgaben um mehr als 23 Prozent auf 395,8 Mio. Euro. Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler sagt hierzu: „Unser Kurs ist klar auf Klimaschutz und Glasfaserausbau in der Region ausgerichtet. Dafür bauen wir im Schulterschluss mit anderen die grüne Infrastruktur massiv aus – stärkere Stromnetze, Windenergie an Land, Elektromobilität, Wärmepumpen, Speicherlösungen und erste Wasserstoffanwendungen. Der Anstieg bei unseren Investitionen spiegelt diesen Kurs wider, doch gibt es noch immer zu viele äußere Hemmnisse, die den Ausbau der Erneuerbaren Energien bremsen. Wir müssen in Deutschland aber insgesamt deutlich mehr Tempo machen. Das Ziel von EWE ist es, unsere Investitionstätigkeit mehr als zu verdoppeln. Dafür haben wir eigene Aufgaben zu lösen, brauchen aber auch ein politisch-regulatorisches Umfeld, das die deutlich höhere Taktzahl ermöglicht.“

Zum 30. Juni des laufenden Geschäftsjahres konnte EWE den Konzernumsatz um mehr als 40 Prozent auf 5.578,5 Mio. Euro (1. Halbjahr 2022: 3.980,5 Mio. Euro) steigern. Das Operative EBIT, die um Sondereffekte bereinigte Kennzahl für die Leistungsfähigkeit des operativen Geschäfts, stieg im ersten Halbjahr auf 774,5 Mio. Euro (1. HJ 2022: 136,7 Mio. Euro). Dies resultierte überwiegend aus dem positiven Ergebnis des Energiehandels, in das Erträge aus der Optimierung des Gasportfolios sowie aus der Auflösung von Bewertungsreserven flossen. Belastend wirkten u.a. die milde Witterung im ersten Quartal sowie geringere Erträge aus winderzeugtem Strom. Das Periodenergebnis des Konzerns sank im Vorjahresvergleich im Wesentlichen aufgrund von Bilanzierungs- und Bewertungseffekten im Energiebereich, die nicht zahlungswirksam sind, von 712,4 Millionen Euro auf -259,8 Mio. Euro.

Sondereffekte kehren sich wie erwartet um
EWE-Finanzvorstand Wolfgang Mücher erläutert: „Dieses Halbjahresergebnis ist, wie bereits einige Bilanzen zuvor, deutlich von Effekten geprägt, die sich in turbulenten Zeiten aus der stichtagsbezogenen Bewertung von Derivaten ergeben. Einige dieser Effekte kehren sich derzeit wie von uns erwartet um, so dass wir auf dem Papier ein negatives Ergebnis zu verzeichnen haben. Doch diese bilanziellen Verluste sind genauso wenig kassenwirksam, wie es die teilweise hohen Ergebnisse der vergangenen Jahre größtenteils waren. Es hilft daher aus meiner Sicht, den bisherigen Gesamtzeitraum von Pandemie und weiter andauerndem Krieg in der Ukraine zu betrachten – und da lässt sich festhalten, dass wir die Herausforderungen der vergangenen Monate und Jahre bisher gut überstanden haben und weiter solide unterwegs sind.“

EWE weiter Stabilitätsanker und Jobmotor der Region
Unterstrichen werde dies auch von den aktuellen Ergebnissen einer Untersuchung zu den Impulsen, die die Geschäftstätigkeit von EWE auf die regionale Wirtschaft hat. Demnach konnte EWE seine Rolle als regionaler Stabilitätsanker und Jobmotor gegenüber der vorherigen Untersuchung im Jahr 2020 sogar ausbauen. „Wir haben in unserer Kernregion Ems-Weser-Elbe eine Wertschöpfung von insgesamt über 3,2 Milliarden Euro ausgelöst, wobei jeder von EWE erwirtschaftete Euro für weitere 70 Cent in der Region stand“, berichtet Mücher. Jeder Arbeitsplatz im Unternehmen war zudem mit weiteren 2,7 Jobs bei regionalen Partnern und Dienstleistern verknüpft. Und von jedem Euro, den EWE ausgegeben hat, verblieben 48 Cent in der Region.

Ausblick für das Gesamtjahr weiter positiv
„Mit Blick auf das Gesamtjahr gehen wir weiter davon aus, dass wir trotz bestehender Risiken durch den Ukraine-Krieg, Engpässen und Marktpreisschwankungen bei der Energiebeschaffung sowie einem weiter steigenden Zinsniveau ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 bilanzieren können“, so Mücher abschließend. „Dafür setzen wir sowohl unser konsequentes Risikomanagement als auch unsere ambitionierte Wachstumsstrategie fort.“

Blick in die Segmente

Erneuerbare Energien:
Umsatz 200,7 Mio. Euro (1. Halbjahr 2022: 229,4 Mio. Euro); Operatives EBIT 28,4 Mio. Euro (101,5 Mio. Euro).

Infrastruktur:
Umsatz 537,1 Mio. Euro (430,8 Mio. Euro); Operatives EBIT 182,4 Mio. Euro (188,7 Mio.)

Markt:
Umsatz 3.677,3 Mio. Euro (2.579,1 Mio. Euro); Operatives EBIT 524,4 Mio. Euro (-176,2 Mio. Euro)

swb:
Umsatz 893,2 Mio. Euro (592,3 Mio. Euro); Operatives EBIT 78,7 Mio. Euro (56,4 Mio. Euro)

Sonstiges:
Umsatz 269,4 Mio. Euro (148,0 Mio. Euro); Operatives EBIT -14,5 Mio. Euro (-11,1 Mio. Euro)

Konzern-Zentralbereich:
Der Bereich generiert nur in geringem Umfang Umsatzerlöse. Das Operative EBIT beträgt -24,9 Mio. Euro (-22,6 Mio. Euro). Es resultiert aus der Holdingfunktion der EWE AG und den dort zugeordneten sonstigen Beteiligungen.

Weiterführende Informationen
Der Halbjahresfinanzbericht 2023 ist hier abrufbar: Unsere Finanz-Publikationen | EWE AG
Die regionalwirtschaftlichen Effekte finden sich hier: Die Regionalen Effekte von EWE | EWE AG


Ansprechpartner
Foto vom Pressesprecher Christian Bartsch
Christian Bartsch Pressesprecher

+49-441-4805-1811 christian.bartsch@ewe.de

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