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18.07.2023 - EWE AG

Herausforderungen für das Energienetz von morgen

Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 einen Großteil seiner Energie aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Dies erfordert den Ausbau von Windenergieanlagen, Solarenergie und anderen erneuerbaren Energien. Dabei gilt es einige Herausforderungen zu überwinden.

Hand führt einen Ladestecker zu einem Elektroauto David Hecker

Die Integration dieser dezentralen und teilweise volatilen erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft oder Sonnenenergie stellt das Energienetz vor die Herausforderung, eine stabile Versorgung zu gewährleisten und so unser tägliches Leben zu ermöglichen. EWE arbeitet dabei täglich weiter an Lösungen dieser Herausforderungen und gestaltet auf diese Weise das Energienetz der Zukunft.

Aber auch weitere Bereiche, darunter beispielsweise die Verkehrswende oder die Transformation des Wärmesektors, können zu Schwierigkeiten in der Energieversorgung führen. Es gibt neben diesen Faktoren auch auch weitere Themen, welche die Netzstabilität strapazieren und beeinflussen. Die wichtigsten Aspekte stellen wir hier vor:

Ausbau der Netzinfrastruktur

Der Ausbau des Stromnetzes ist entscheidend, um die erneuerbaren Energiequellen effizient zu integrieren und Strom von den Produktionsstandorten zu den Verbrauchenden zu transportieren. Der Netzausbau ist jedoch ein komplexer Prozess, der mit technischen, rechtlichen und finanziellen Herausforderungen verbunden ist. Der Bau neuer Übertragungsleitungen und die Modernisierung bestehender Infrastrukturen erfordern Zeit und Ressourcen.

Speicherung und Flexibilität

Erneuerbare Energien sind häufig von Natur aus volatil, da ihre Produktion von Faktoren wie Wind und Sonneneinstrahlung abhängt. Eine Herausforderung besteht darin, die Energie zu speichern, um sie bei Bedarf verfügbar zu machen. Effiziente Energiespeichertechnologien wie Batterien müssen weiterentwickelt und in das Energienetz integriert werden. Darüber hinaus wird Flexibilität benötigt, um Angebot und Nachfrage auszugleichen und eine zuverlässige Stromversorgung sicherzustellen.

Digitale Transformation

Das Energienetz muss sich an die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten und vernetzten Energieinfrastruktur anpassen. Smart Grids und intelligente Messsysteme ermöglichen eine effiziente Überwachung, Steuerung und Optimierung des Energieflusses. Gleichzeitig erhöhen sie die Anfälligkeit des Netzes für Cyberangriffe, was eine robuste IT-Sicherheit erfordert.

Akzeptanz und Beteiligung

Der Ausbau des Energienetzes, insbesondere von Windenergieanlagen und Stromtrassen, kann auf Widerstand in der Bevölkerung stoßen. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, eine transparente Kommunikation und die Einbindung lokaler Interessengruppen sind entscheidend, um Konflikte zu minimieren und den Ausbau voranzutreiben.

Eine weitere Herausforderung für das Energienetz in Deutschland besteht darin, mit nicht angemeldeten Stromabnehmern umzugehen, insbesondere im Zusammenhang mit den bereits angesprochenen Wallboxen für Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen. Da immer mehr Menschen auf Elektromobilität umsteigen und Wärmepumpen als effiziente Heizungsoptionen immer beliebter werden, kann dies zu einer erheblichen Belastung des Netzwerks führen. Wenn diese Stromabnehmer nicht ordnungsgemäß angemeldet und in das Energiemanagementsystem integriert werden, kann dies zu Überlastungen und Netzstörungen führen.

Ladestation vor einem Haus Rainer Gaue
Oftmals werden Wallboxen und Ladestationen nicht beim Netzbetreiber angemeldet - dies kann zu Schwankungen in der Netzstabilität führen.

Es ist daher wichtig, dass die Betreibenden solcher Geräte ihre Installationen bei den Netzbetreibenden anmelden. Auf diese Weise können gegebenenfalls Maßnahmen zur Laststeuerung ergriffen werden, um das Energienetz stabil zu halten. Eine effektive Koordination zwischen den verschiedenen Agierenden ist entscheidend, um die steigende Nachfrage nach Strom durch diese nicht angemeldeten Verbraucher zu bewältigen und die Systemintegrität sicherzustellen.

Diese Herausforderungen sind komplex und erfordern eine umfassende Planung, Investitionen und Koordination aller beteiligten Akteure, einschließlich Regierung, Netzbetreibenden, Energieversorgenden, Industrie und der Bevölkerung.

EWE gestaltet das Netz der Zukunft

EWE hat diese Herausforderungen dabei fest im Blick und ebnet den Weg für eine grüne Zukunft. Durch das umfassende Portfolio können wir in allen aufgeführten komplexen Bereichen Lösungen schaffen und so einen wichtigen Beitrag für die Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Gleichermaßen wollen wir bei EWE nicht erst 2050 klimaneutral werden – unser Ziel ist 2035. Dafür braucht es einen schnellen Ausbau erneuerbarer Energien, die Implementierung intelligenter Steuerungssysteme sowie nachhaltige Speichermöglichkeiten wie Wasserstoff. Wir bei EWE sind uns dieser großen und komplexen Aufgabe bewusst – wir sehen in dieser Transformation jedoch eine Chance. Unser Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler sagt es wie folg: „Gemeinsam können wir den Nordwesten zum „Ruhrpott von morgen“ machen – aber eben in sauer“.

Du willst genau solche Herausforderungen lösen?Dann komm zu uns! - gemeinsam #dasMorgenmachen zu deinem neuen Traumjob!

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