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30.07.2021 - EWE AG

Grundlage für Wohnquartier im Ammerland entsteht

Energie- und Telekommunikationsdienstleister EWE beginnt mit den Tiefbauarbeiten für Wärme, Strom und Glasfaser im Wohnbaugebiet
Augustfehn-Hengstforde

Oldenburg, 30. Juli 2021. Für das Wohnbaugebiet Augustfehn-Hengstforde im Landkreis Ammerland hat der Energie- und Telekommunikationsdienstleister EWE ein nachhaltiges Gesamtkonzept aus moderner Strom- und Wärmeversorgung sowie einem Highspeed-Glasfasernetz entwickelt. Am Montag beginnen die Tiefbauarbeiten für die Quartiersinfrastruktur. Im ersten von insgesamt drei Bauabschnitten werden bis Ende des Jahres rund 2.000 Meter Wärmeleitungen verlegt. Die Haupttrasse des Nahwärmenetzes ist 1.200 Meter lang. Weitere 800 Meter umfassen die Hausanschlussleitungen zu den entstehenden Wohnhäusern. Parallel verlegt EWE in derselben Trasse das Highspeed-Glasfasernetz. Darüber werden die Quartiersbewohner mit Highspeed-Internet versorgt.

Mit den Tiefbauarbeiten schafft das Unternehmen die Basis für die Energie- und Telekommunikationsversorgung im Quartier. Insgesamt sollen bis zur Fertigstellung des Wohnquartiers 7,5 Kilometer Nahwärmenetz mit Hausanschlüssen und Übergabestationen entstehen. Darüber wird die Wärme im gesamten Quartier verteilt.

Erzeugt wird die Wärme in eine Energiezentrale. Die Baumaßnahmen für die Zentrale beginnen im Herbst. Für den Erschließungsträger, die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG), spielt eine intelligente und umweltschonende Energieversorgung im Quartier eine entscheidende Rolle. Das EWE-Konzept hat im Zuge der Ausschreibung überzeugt. Es umfasst eine Kombination aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (BHKW) und Gasbrennwertkesseln. Die Technik ist vor allem durch die gekoppelte Strom- und Wärmeerzeugung im BHKW hocheffizient. Dadurch kann weniger Energie eingesetzt und damit im Vergleich zu herkömmlicher Wärmeerzeugungstechnik Kohlendioxid eingespart werden. „Kraft-Wärme-Kopplung gehört zu den effizientesten Formen der Energieerzeugung, die Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz sinnvoll verbindet. Durch diese gleichzeitige Strom- und Wärmeproduktion kann der von NLG angestrebte, niedrige Primärenergiefaktor von unter 0,6 für das Quartier Augustfehn-Hengstforde, also das, was an Aufwand zur Bereitstellung verschiedener Energiearten schon im Vorfeld nötig ist“, erläutert EWE-Projektleiter Claas Marquardt. Der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sei für EWE eine energieeffiziente Übergangslösung auf dem Weg in die Klimaneutralität. Zudem könne man die Technik Marquardt zufolge anpassen, so dass zukünftig auch grüne Gase zum Einsatz kommen könnten. Mit solchen Lösungen erfüllt EWE für seine Kunden wie NLG die Anforderungen einer ganzheitlichen Energieversorgung und schafft die Basis, den zukünftigen Anforderungen der Politik gerecht zu werden.

Die Energielieferung aus der Energiezentrale erfolgt ab April 2022. Je nach Baufortschritt ist die Technik modular aufgebaut. Bis zur Inbetriebnahme der Anlagen stellt EWE die Energie je nach Bedarf aus einer mobilen Lösung zur Verfügung.

Die Versorgungslösung für das Wohnquartier setzt EWE VERTRIEB in Zusammenarbeit mit EWE TEL und EWE NETZ um. Die Unternehmen arbeiten überwiegend mit ortsansässigen Dienstleistern zusammen, beispielsweise mit dem Tiefbauunternehmen Spie aus Ratingen und dem Architekturbüro nbs aus Meppen. Umgesetzt wird die Versorgungslösung im Rahmen eines Contractings. Dabei übernimmt EWE neben dem Bau auch den Betrieb der Anlagen, inklusive Fernüberwachung. Insgesamt investiert EWE für das Projekt 4,2 Millionen Euro.

Ausführliche Infos zum Wohnquartier: www.wohngebiet-apen.de

Baustart für die Energie- und Glasfaserversorgung im Wohnquartier Augustfehn-Hengstforde
Noch ruhen die Baumaschinen: Am Montag geht es los mit den Tiefbaumaßnahmen für die Energie- und Highspeed-Glasfaserversorgung im Wohnquartier Augustfehn-Hengstforde. (JPG, 3 MB) © Frank Görner
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Ansprechpartner
Katharina Schütz Katharina Schütz Pressesprecherin

Tel: +49-441-4805-1817 E-Mail: katharina.schuetz@ewe.de