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10.12.2020 - EWE AG

Führen in Teilzeit: machbar+zukunftsweisend

EWE schreibt alle Führungspositionen teilzeitgeeignet aus und sieht erste Erfolge

Oldenburg, 10. Dezember 2020. Der EWE-Konzern will zu einem der führenden Unternehmen bei der Vereinbarkeit von Privatleben und Karriere werden. Seit vielen Jahren schon bietet das norddeutsche Energie- und Telekommunikationsunternehmen attraktive Arbeitszeitmodelle wie etwa flexible Arbeitszeiten, Teilzeit, Ansparen eines Sabbaticals und mobiles Arbeiten an. Darüber hinaus gibt es vier betriebseigene Kindertagesstätten.

Der hohe Anteil von Frauen, die in Teilzeit für die EWE-Konzerngesellschaften arbeiten, zeigt, dass viele Frauen sich in beiden Bereichen verwirklichen möchten. Trotzdem scheint auf dem Weg zu einer Karriere, die mit Privatleben und Familie vereinbar ist, noch meist die berühmte „gläserne Decke“ im Weg.

„Wir sind uns im Vorstand einig, dass Führen in Teilzeit machbar und zukunftsweisend ist“ betont Marion Rövekamp, EWE-Vorständin Personal & Recht. „Wir wollten einen echten Meilenstein setzen und haben uns deshalb entschieden, ab sofort alle Führungspositionen auch in Teilzeit auszuschreiben. Mit diesem klaren Commitment heben wir als uns als Arbeitgeber ab – und das auch über den Nordwesten und Deutschland hinaus.“ Denn obwohl viele große und kleinere Unternehmen heute Führen in Teilzeit anböten, gebe es bisher kaum Arbeitgeber, die ihre Führungspositionen tatsächlich flächendeckend auch in Teilzeit ausschrieben.

Welches Potenzial bei EWE an internen Nachwuchskräften vorhanden sei, zeige die große Anzahl an hochqualifizierten Frauen, die derzeit in Teilzeit arbeiteten und bisher zu wenig auf die Übernahme von Führung angesprochen würden. „Führen in Teilzeit ist für uns kein Lippenbekenntnis“, so Marion Rövekamp. „Weil wir es engagierten jungen Mitarbeitenden ermöglichen wollen, ihre Rollenaufteilung flexibel zu gestalten und jeweils auch Verantwortung im Job zu übernehmen, schaffen wir im EWE-Konzern jetzt dieses breite Angebot, in Teilzeit zu führen.“ Derzeit biete EWE Führen in Wochen-, Monats-, Jahres- und flexibler Teilzeit an.

Regine Lampkemeyer, Diversity-Beauftragte im EWE-Konzern, ergänzt: „Auch wenn wir ganz bewusst mehr Frauen für die Übernahme von Führungsverantwortung gewinnen wollen, richtet sich das Angebot, in Teilzeit zu führen, natürlich auch an alle männlichen Kollegen“, sagt sie. „Wir wollen im Sinne gelebter Vielfalt neue Perspektiven anbieten für die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf.“

2018 haben die Oldenburger die Charta der Vielfalt unterzeichnet und seitdem verschiedene Initiativen gestartet. Dabei setzt das regional verwurzelte Unternehmen bewusst nicht nur auf die klassischen Diversity-Parameter: „Im Rahmen unserer Transformation im Sinne von Diversity, flacheren Hierarchien, viel Dialog sowie fach-, abteilungs- und unternehmensübergreifendem Austausch ist es uns wichtig, unsere Vielfalt an Charakteren, Temperamenten, Talenten, Herangehensweisen, Arbeitsweisen und nicht zuletzt auch Angeboten deutlich stärker zu entfalten“, so Rövekamp. „Wir glauben, dass wir hier einen großen Schritt weiterkommen, wenn Führen in Teilzeit bei EWE zur Normalität wird.“

Seit der Umsetzung der Entscheidung Führen in Teilzeit flächendeckend anzubieten, sorgt das Unternehmen dafür, dass Führungskräfte, die bei EWE bereits in Teilzeit unterwegs sind, eine Bühne erhalten und so ihre Erfahrungen teilen und auch als Motivatoren für andere fungieren können. Auf die Frage, wie er sich als Führungskraft in Teilzeit organisiere, antwortet ein Kollege, „Ich fokussiere mich jetzt sehr viel stärker auf Führung und Strategie und gebe die inhaltlichen Aufgaben an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab.“ Dies sei gleichzeitig auch eine gute Chance für das eigene Team, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich weiterzuentwickeln. Und wie jede Entwicklung braucht auch diese natürlich Zeit und Menschen, die das Thema auf ihrer Agenda haben. Dementsprechend gibt es bei EWE eine Reihe von Kulturinitiativen – einige davon gezielt für Führungskräfte. Auch hier werden Themen wie Führen in Teilzeit, Frauen in Führung und Diversity nachgehalten. 

„Man sollte sich immer wieder bewusst machen, dass sich Leistung eben nicht über Anwesenheit oder Stunden definiert, sondern über das Ergebnis“, bringt es eine Kollegin, die ebenfalls in Teilzeit führt, auf den Punkt. Bleibt zu erwähnen, dass sich seit der Entscheidung des Vorstands sogar ein Geschäftsführer dazu entschlossen hat, sein Team in Teilzeit zu führen.