Navigation
zurück zur Übersicht
21.03.2018 - EWE AG

Geschäftsjahr 2017: EWE erzielt gutes operatives Ergebnis

Operatives EBIT mit 503,4 Mio. Euro besser als erwartet / Konzernperiodenergebnis mit 256,1 Mio. Euro zufriedenstellend / Umsatzerlöse auf 8,25 Mrd. Euro gestiegen

Oldenburg, 21. März 2018. EWE hat das Geschäftsjahr 2017 laut vorläufigen Kennzahlen wirtschaftlich gut abgeschlossen: Das Operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (OEBIT) lag mit 503,4 Mio. Euro zwar fast sechs Prozent unter dem von einem besonderen Einmaleffekt geprägten Ergebnis des Vorjahres (534,6 Mio. Euro), war damit aber besser als ursprünglich erwartet. Im Frühjahr 2017 war EWE von einem OEBIT im Bereich von zehn bis 20 Prozent unter dem Vorjahr ausgegangen. Das Konzernperiodenergebnis fiel mit 256,1 Mio. Euro zufriedenstellend aus. Es blieb erwartungsgemäß ebenfalls unter dem des Vorjahres (332,9 Mio. Euro), das allerdings von zwei stark ergebniserhöhenden Einmaleffekten geprägt war. EWE erzielte in 2017 einen um rund neun Prozent höheren Umsatz in Höhe von 8,25 Mrd. Euro (2016: 7,57 Mrd. Euro).

Wolfgang Mücher, Finanzvorstand der EWE AG, sagt zur Entwicklung des OEBIT im Berichtsjahr: „Grundsätzlich haben alle Segmente zur positiven Ergebnisentwicklung im operativen Geschäft beigetragen. Zusätzliche Ergebnisbeiträge konnten wir im Vergleich zum Vorjahr vor allem im Netz- und Vertriebsgeschäft erzielen. Ein starkes Signal ist, dass wir konzernweit netto 157.000 Kunden in den Bereichen Strom, Erdgas und Telekommunikation hinzugewinnen konnten. Da auch in den Segmenten Ausland und swb ein im Vorjahresvergleich stabiles Ergebnis erreicht wurde, ist es uns so insgesamt gelungen, den Wegfall eines besonders starken Einmaleffektes bei swb zu einem großen Teil zu kompensieren.“ 2016 hatte swb die betriebliche Altersvorsorge neu geregelt. Die einmaligen Erträge aus der Auflösung der Pensionsrückstellungen (rund 90 Mio. Euro) hatten so das OEBIT des Vorjahres erhöht.

Mit Blick auf das Konzernperiodenergebnis, das neben dem operativen Geschäft auch nicht-operative Effekte sowie das Zinsergebnis und Steuern abbildet, stellt Mücher fest: „Das Ergebnis ist erneut zufriedenstellend, es ermöglicht weitere Risikovorsorge. Dass wir mit Blick auf das Periodenergebnis über den Wegfall des bereits erwähnten swb-Sondereffektes hinaus auch den Wegfall des Einmaleffektes aus dem Verkauf der VNG-Anteile zu einem großen Teil kompensieren konnten, hat zum einem mit den guten Ergebnissen im operativen Geschäft zu tun. Dazu beigetragen haben zum anderen positive nicht-operative Effekte im Berichtsjahr – darunter im Vorjahresvergleich geringere Wertminderungen sowie im Berichtsjahr vorgenommene Wertaufholungen. Hinzu kommt ein klar verbessertes Zinsergebnis.“

Der Umsatz ist im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar um rund 684 Mio. Euro auf 8,25 Mrd. Euro angestiegen. Den erhöhten Umsatzerlösen, die vor allem dem Handelsgeschäft zuzurechnen sind, stehen allerdings entsprechend gestiegene Materialaufwendungen gegenüber. Die aus den beiden Kennzahlen (Umsatz und Materialaufwendungen) resultierende Materialeinsatzquote befindet sich mit 76,8 Prozent damit etwa auf Vorjahresniveau (76,1 Prozent).

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Konzern stieg im Vergleich zum Vorjahr um 86 auf 9.134 Mitarbeiter. Umgerechnet in Vollzeitäquivalente (Full Time Equivalent, FTE) liegt die Anzahl der Mitarbeiter bei 8.651 gegenüber 8.607 im Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf alle Segmente, mit Ausnahme des Segments swb, zurückzuführen. Einen wesentlichen Mitarbeiterzuwachs gab es dabei im Bereich erneuerbare Energien, unter anderem durch den Erwerb des Onshore-Projektierers Turbowind.

Ausblick 2018

EWE erwartet für das laufende Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der zu erwartenden speziellen Branchenentwicklungen, der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen und des fortgesetzt intensiven Wettbewerbs im Energie- und Telekommunikationsmarkt ein im Vergleich zu 2017 um 15 bis 30 Prozent geringeres Operatives EBIT – und somit maximal ein Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2015.

Termin
Die Bilanzpressekonferenz zum Jahresabschluss 2017 findet am Donnerstag, 26. April 2018, in Oldenburg statt. Am selben Tag wird EWE auch den Geschäftsbericht 2017 veröffentlichen.

Hinweis: Eine tabellarische Übersicht der wesentlichen Kennzahlen zum Konzern und zu Einzelsegmenten findet sich in der pdf-Version dieser Meldung.