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27.05.2016 - EWE AG

Brückmann: "Vollbremsung für Windenergie im Nordwesten ist Schritt in die falsche Richtung"

EWE AG kritisiert Pläne des Bundes für EEG-Novelle 2016

Oldenburg, 26. Mai 2016. „Mit der EEG-Novelle 2016 müssen auch im Nordwesten angemessene Ausschreibungsmengen für Windenergie an Land festgelegt werden“, fordert Matthias Brückmann, Vorstandsvorsitzender der EWE AG (Oldenburg), mit Blick auf die derzeit zwischen Bund und Ländern laufenden Verhandlungen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). „Nicht zielführend“ sei hingegen der dort aktuell diskutierte Vorschlag des Bundes, den weiteren Ausbau von Windenergie an Land in so genannten Netzengpassregionen stark zu drosseln. „Dass klimafreundliche Windenergie im Nordwesten Deutschlands eine Vollbremsung machen soll, weil der für die Energiewende notwendige Ausbau der Stromautobahnen nicht schnell genug vorankommt, ist ein Schritt in die falsche Richtung.“ Es mache keinen Sinn, den Ausbau gerade dort zu beschränken, wo die Bedingungen dafür nachweislich am besten sind. Zudem würde der Nordwesten mit einem solchen Beschluss gegenüber anderen Regionen massiv benachteiligt. „Drosselt man den Ausbau der Windenergie im Nordwesten, würden all jene bestraft, die sich wie wir besonders stark für den Ausbau der Windenergie engagiert haben“, mahnt Brückmann.

Stattdessen sollten alle Beteiligten an Lösungen für einen zügigeren Ausbau der Übertragungsnetze arbeiten und Ansätze vorantreiben, mit denen erneuerbare Energien effizient in das Energiesystem integriert werden können.

Die Politik habe mit der letzten EEG-Novelle im Jahr 2014 die Onshore-Windenergie wegen ihrer Kosteneffizienz und Potenziale zur tragenden Säule der Energiewende in Deutschland erkoren. An dieser Grundsatzentscheidung müsse festgehalten werden – im Sinne der Planungs- und Investitionssicherheit der betroffenen Unternehmen und Regionen sowie der Energiewende insgesamt, so Brückmann.