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08.04.2016 - EWE AG

Besuch aus Brüssel bei EWE in Oldenburg

EU-Parlamentarier informieren sich bei Energieunternehmen über erfolgversprechende Ansätze zur Gestaltung der Energiewende

Oldenburg, 8. April 2015. Besuch aus Brüssel erhielt das regionale Energieunternehmen EWE am Freitag in Oldenburg. Die Europa-Abgeordneten Constanze Krehl (Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Delegation, Co-Sprecherin Digitalisierung), Martina Werner (Sprecherin Energiepolitik S&D-Fraktion) und Matthias Groote (Sprecher Umweltpolitik S&D-Fraktion) informierten sich unter anderem in der Netzleitstelle von EWE in Oldenburg aus erster Hand über die Herausforderungen der Energiewende. Gastgeber war EWE-Vorstandsvorsitzender Matthias Brückmann: „Mit Netzausfallzeiten von durchschnittlich nur drei Minuten pro Kunde und Jahr betreibt EWE das sicherste Stromnetz in Europa. Das Herz dieses sicheren Netzes ist unsere Netzleitstelle in Oldenburg, in der wir mit innovativen Technologien und Prozessen maßgeblich zur Steigerung der Versorgungssicherheit der Region beitragen.“
Neben der EWE-Netzleitstelle standen auf dem zweitägigen Besuchsprogramm auch die gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlage des Bremer Weser-Stadions, das EWE-Forschungsinstitut NEXT ENERGY und der Offshore-Windpark Riffgat rund 15 Kilometer nordwestlich von Borkum. Hintergrund des Besuchs sind die auf EU-Ebene anlaufenden Verhandlungen unter anderem zum Klima- und Energiepaket der EU für 2030 sowie zum zukünftigen Strommarktdesign.

enera-Projekt mögliche Blaupause für die Energiewende

Großes Interesse weckte darüber hinaus das Energiewendeprojekt enera bei den Mitgliedern des Europäischen Parlaments. In einer nordwestdeutschen Modellregion möchte Konsortialführer EWE zusammen mit 74 Partnern in der Realität zeigen, wie das Energiesystem durch den Einsatz intelligenter Technologien zukunftsfähig gestaltet und effizienter betrieben werden kann.

Constanze Krehl: „Klar ist: Die Zukunft der Energieversorgung liegt in den erneuerbaren Energien. Am Industriestandort Deutschland sind wir aber auch auf höchste Versorgungssicherheit angewiesen, die bezahlbar bleiben muss. Ich begrüße es daher ausdrücklich, dass Energieversorger solche innovativen Projekte unter voller Nutzung neuer Technologien vorantreiben.“
Die Bundesregierung will enera mit rund 50 Millionen Euro fördern.

Martina Werner: „Wir sind im Norden sehr gut aufgestellt mit der dezentralen Energieversorgung aus Erneuerbaren. Insbesondere die Entwicklung von digitalisierten Energiesystemen hat enorme Potentiale für eine intelligentere und effizientere Nutzung der Erneuerbaren und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Deshalb freue ich mich, dass enera im Rahmen des Programms ‚Schaufenster Intelligente Energie‘ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert wird, damit wir unsere Vorreiterrolle bei der Entwicklung von innovativen Technologien im Bereich der Erneuerbaren stärken.“

Matthias Brückmann: „Zurzeit befinden wir uns mit enera in der Vollantragsphase beim Projektträger und haben von dort bereits positives Feedback erhalten. Wir gehen derzeit davon aus, dass wir bereits am 1. September starten können. Wir haben schließlich nichts weniger vor, als mit enera die Blaupause für die Energiewende zu liefern.“

Matthias Groote: „Die EWE mit ihrer Kompetenz in Energie und Telekommunikation kann ein wertvoller Treiber des Energiewandels sein. Das gilt auch für das schnelle Internet vor allem in ländlichen Gebieten.“