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22.08.2012 - EWE AG

EWE gibt solides Halbjahresergebnis und Fokussierung in künftiger Ausrichtung bekannt

Gute Prognose für 2012 bestätigt

Oldenburg, 22.8.2012. Nach zwei negativen Geschäftsjahren hat der Oldenburger EWE-Konzern eine positiv Bilanz zum Ende des ersten Halbjahres gezogen. Der Konzern kann ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 309,6 Mio. Euro (Vorjahr: - 61,4) vorweisen. Das Konzernperiodenergebnis liegt bei 167,7 Mio. Euro (Vorjahr: -185,9 Mio. Euro). Damit liegt das Unternehmen in dem für dieses Jahr prognostizierten Rahmen. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt mit einer strategischen Fokussierung den Kurs weiter vorantreiben zu wollen.

„Wir haben erste Schritte zu einer Ergebnisstabilisierung gemacht“, betonte Brinker. Die Prognose für 2012 (positives EBIT im dreistelligen Millionenbereich) bestätigt das Unternehmen. „Um das auch nachhaltig sicherstellen zu können, müssen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen“, so Brinker weiter. Er nannte dabei die laufende Umstrukturierung des Unternehmens sowie interne Projekte zur Effizienzsteigerung und Optimierung. Auch Finanzvorstand Dr. Heiko Sanders bezeichnete die Situation als „zufriedenstellend“, aber nicht ausreichend, um auf künftige Herausforderungen im Energiemarkt vorbereitet zu sein. „Wir müssen uns in einem immer härteren Wettbewerbsumfeld immer stärker anstrengen“, so der Finanzchef.

In den vergangenen Monaten habe man daher intensiv an der strategischen Aufstellung des Unternehmens für die Zukunft gearbeitet, so Brinker. Ziel sei es, sich künftig noch stärker zu fokussieren. Dabei wolle man die Verwurzelung in der Region und vorhandene Kompetenzen zum Beispiel beim Bau und Betrieb von Netzen oder im Bereich der erneuerbaren Energien nutzen.

So soll ein deutlicher Schwerpunkt bei der Stromerzeugung auf dem Bereich Wind-Onshore liegen. Die Situation rund um das Thema Offshore sei zur Zeit unsicher, erläuterte Brinker. Gleichzeitig stünden die Chancen für einen Ausbau des Engagements bei Windstromerzeugung an Land gut. EWE will zudem künftig stärker auf Möglichkeiten von Beteiligung von Gemeinden und Bürgern an Windparks setzen. Die erworbenen Kompetenzen im Offshore-Geschäft wird EWE über eine eigene Tochtergesellschaft als Dienstleistung anbieten.

Im Vertriebsgeschäft will EWE noch konsequenter Telekommunikations- und Energieprodukte aus einer Hand vermarkten. „Wir wollen diesen Weg weitergehen, da wir der Überzeugung sind, dass die beiden Märkte künftig noch stärker zusammenwachsen“, erläutert Brinker. Er kündigte weiterhin an, dass er im Vertriebsgeschäft die größte Herausforderung darin sehe, effizienter zu werden. „Hier haben wir gemeinsam mit swb und EWE TEL noch Kostensenkungspotential.“ EWE stehe aber weiterhin für innovative Produkte und Dienstleitungen. „Dazu müssen wir aber nicht immer an der Spitze jeder Innvotationen stehen“, so Brinker.

Aufgrund der Anforderungen der Energiewende sieht EWE im Netzgeschäft vor allem Herausforderungen bei den Stromnetzen. Daher soll hier künftig der Tätigkeitsschwerpunkt in diesem Geschäftsbereich liegen. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien belastet gerade die Verteilnetze. Hier sind nicht nur hohe Investitionen notwendig, sondern auch viel Wissen, dass wir aus unserer jahrzehntelangen Erfahrung einbringen können“, erläutert Brinker.

Hinsichtlich der vorgelegten Halbjahresbilanz sprach Finanzvorstand Sanders davon, dass sich die Maßnahmen der vergangenen Monate stabilisierend ausgewirkt hätten. Dieses ließe sich trotz weiterhin deutlicher Veränderungen in den Märkten klar erkennen.

Geschäftsbereich EWE Energie
Der Umsatz im Geschäftsbereich Energie stieg im Vergleich zum Vorjahr um
13,8 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro. Gründe sind die Umsatzsteigerungen im Netz, die im Wesentlichen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien stammen.
Das EBIT lag mit 237,1 Mio. Euro um 33,5 Mio. Euro über dem Vorjahresergebnis.

Geschäftsbereich swb
Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr sind um 2,8 Prozent auf 631,3 Mio. Euro angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Erlöse in der Gas- und Wärmevermarktung zurückzuführen.
Das EBIT des Geschäftsbereichs swb verbesserte sich gegenüber der Vorjahresperiode deutlich und beträgt 59,9 Mio. Euro (Vorjahr – 44,6 Mio. Euro). Der deutliche Anstieg ist überwiegend darauf zurückzuführen, dass das Ergebnis 2011 durch die Abwertung der Beteiligung an den Stadtwerke Bielefeld belastet war.

Geschäftsbereich Neue Märkte und I+K
Eine positive Entwicklung hat EWE im Auslandsgeschäft zu verzeichnen. Sowohl in Polen als auch in der Türkei konnte das Unternehmen rund 10 Prozent mehr Kunden gewinnen. Damit verfügt EWE alleine in der Türkei inzwischen über rund 700 000 Gaskunden. Gleichzeitig wird das Tochterunternehmen Bursagaz 2012 erstmalig eine Dividende ausschütten.
Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Neue Märkte und I+K bewegten sich mit 544,6 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Umsatzsteigerungen in den Geschäftseinheiten Türkei, IT und Polen standen rückläufige Umsatzerlöse im Bereich Telekommunikation gegenüber.
Das EBIT des Geschäftsbereichs verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich auf 6,0 Mio. Euro (Vorjahr: -168,2 Mio. Euro).

Kennzahlen des EWE-Konzerns

H1 2012 H1 2011 Veränderung in %
Konzern
Umsatz 4.228,3 Mio. € 3.838,9 Mio. € 10,1
EBIT 309,6 Mio. € -61,4 Mio. € 604,2
Periodenergebnis 167,7 Mio. € -185,9 Mio. € 190,2
Mitarbeiter Ø 9.030 8.806 2,5
GB EWE Energie
Erdgasabsatz 21.221,6 Mio. kWh 21.521,7 Mio. kWh -1,4
Stromabsatz 7.162,9 Mio. kWh 7.249,9 Mio. kWh -1,2
Umsatz 3.200,9 Mio. € 2.813,0 Mio. € 13,8
EBIT 237,1 Mio. € 203,6 Mio. € 16,5
GB swb
Erdgasabsatz 4.092,6 Mio. kWh 4.115,6 Mio. kWh -0,6
Stromabsatz 2.322,3 Mio. kWh 2.396,7 Mio. kWh -3,1
Umsatz 631,3 Mio. € 614,4 Mio. € 2,8
EBIT 59,9 Mio. € -44,6 Mio. € 234,3
GB Neue Märkte und I+K
Erdgasabsatz Türkei 8.266,1 Mio. kWh 9.003,6 Mio. kWh -8,2
Kunden Telekommunikation 578.768 642.516 -9,9*
Umsatz 544,6 Mio. € 542,5 Mio. € 0,4
EBIT 6,0 Mio. € -168,2 Mio. € 103,6

* Rückgang aufgrund von Desinvestion

EWE gibt solides Halbjahresergebnis und Fokussierung in künftiger Ausrichtung bekannt (pdf, 161 KB)
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Ansprechpartner
Portrait Christian Blömer Christian Blömer Leiter Konzernkommunikation & Marke, Konzernsprecher

Tel: +49-441-4805-1800 E-Mail: christian.bloemer@ewe.de