Großer Erfolg für den wissenschaftlichen Nachwuchs aus Ostbrandenburg: Beim Regionalwettbewerb Brandenburg Ost von „Jugend forscht“ an der Technischen Hochschule Wildau haben sich 14 Projekte für den Brandenburger Landeswettbewerb qualifiziert. Insgesamt präsentierten 82 Schülerinnen und Schüler aus der Region ihre 50 Forschungsarbeiten in sieben Fachgebieten. Veranstalter des Wettbewerbs ist der Energiedienstleister EWE, der den Regionalwettbewerb seit vielen Jahren als Patenunternehmen begleitet.
Prof. Dr. Ulrike Tippe, Präsidentin der Technischen Hochschule Wildau, erklärte bei der Preisverleihung: „Jugend forscht macht sichtbar, wie viel wissenschaftliches Talent, gepaart mit großem Engagement, Kreativität und Innovationsgeist, in unserer Region steckt. Die Bandbreite der Projekte – von gesellschaftlichen Fragestellungen bis zu technologischen Lösungen – ist beeindruckend. Wir freuen uns sehr, diesen Ideen an der TH Wildau eine Bühne geben zu können.“
Forschung mit Nutzen für Menschen und Region
Die ausgezeichneten Projekte greifen aktuelle Fragestellungen aus Alltag, Wissenschaft und Gesellschaft auf – von nachhaltigen Konzepten über technische Innovationen bis hin zu Fragen aus Gesundheit und Digitalisierung. Damit zeigt der Wettbewerb erneut, wie früh junge Menschen Verantwortung für Zukunftsthemen übernehmen und ihre Region aktiv mitgestalten.
Die Jury bewertete die Projekte nach wissenschaftlicher Qualität, Kreativität und Praxisnähe. Viele Arbeiten griffen Themen mit direktem Alltagsbezug auf und zeigten zugleich gesellschaftliche Relevanz.
Dr. Hendrik Stiemer, Regionalwettbewerbsleiter Jugend forscht Brandenburg Ost, betonte bei der Preisverleihung: „Die Vielfalt und Qualität der Projekte ist beeindruckend. Die jungen Forschenden gehen aktuelle Fragestellungen mit großem Engagement und viel Eigeninitiative an – das fordert eigenständiges Denken und macht den Wettbewerb so wertvoll.“
Preis des Bildungsministeriums Brandenburg verliehen
Ein besonderer Höhepunkt der Preisverleihung war der Preis des Ministers für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. Prämiert wurde das Projekt von Greta Rutschke aus Frankfurt (Oder). Sie forschte an der Optimierung der Bodenfeuchte durch Abdeckung mit Naturmaterialien. Bereits im vergangenen Jahr war die 13-Jährige mit ersten Ergebnissen am Start, die sie in diesem Wettbewerbsjahr weiterentwickelt hat. Sie führte systematische und kleinteilige Messungen durch und konnte nach präziser Auswertung hervorragende Ergebnisse vorweisen.
Den Preis überreichte Staatssekretär Hendrik Fischer. In seinem Grußwort würdigte er zugleich alle Teilnehmenden und ihre Arbeiten: „Die beeindruckenden Projekte beim Ostbrandenburger Regionalwettbewerb von 'Jugend forscht' zeigen, wie viel Potenzial in unseren Schülerinnen und Schülern steckt: die Bereitschaft, naturwissenschaftliches Wissen nicht nur anzuwenden, sondern weiterzudenken und Verantwortung daraus abzuleiten. Auf diese Fähigkeiten kommt es aktuell ganz besonders an und dafür leisten Schulen, Lehrkräfte und die Organisatoren und Partner dieses Wettbewerbs einen wichtigen Beitrag."
Diese Projekte vertreten Brandenburg Ost auf Landesebene
IInsgesamt 14 Projekte aus Ostbrandenburg qualifizierten sich für den Brandenburger Landeswettbewerb. Die ausgezeichneten Arbeiten stammen aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik und spiegeln die große thematische Bandbreite des Wettbewerbs wider. Der Landeswettbewerb findet am 26. März in Schwarzheide statt. Dort treffen die ausgezeichneten Ostbrandenburgerinnen und Ostbrandenburger auf die Besten der Regionalwettbewerbe Brandenburg West und Brandenburg Süd.
Die Jury aus Pädagoginnen und Pädagogen, Praxisexpertinnen und -experten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern lobte die kreativen, ausgefallenen und zugleich zeitgemäßen Projektideen. Viele der Arbeiten überzeugten durch einen hohen Praxisbezug und boten deutliches Potenzial für eine Weiterentwicklung auf Landes- und Bundesebene.
Besonders hervorzuheben ist beispielsweise das Projekt S.E.A.R.C.H. - Sensor-Enhanced Alert & Rescue Coordination Hub aus dem Fachgebiet Arbeitswelt von Felix Goers, Arvid Schachmann und Nora Henne aus Bernau. Das Projekt beschäftigt sich mit einem Tool, das im wahrsten Sinne des Wortes Leben retten kann. Sie entwickelten einen intelligenten Rauchmelder, der erkennt, wenn ein Mensch in einem Raum umfällt. Per App wird umgehend die Feuerwehr informiert. Die Jury entschied, dass die drei Bernauer ihr Projekt im Landeswettbewerb präsentieren dürfen.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde Kim Luna Raschke aus dem Einstein-Gymnasium Neuenhagen. Sie opferte ihre Fensterbank der Wissenschaft und untersuchte den Einfluss von Hormonen auf Pflanzen. Das Projekt überzeugte die Jury und erhielt ein Ticket für den Landeswettbewerb
Ein weiteres qualifiziertes Projekt ist von Linnea Rudolph aus Frankfurt (Oder). Begleitet durch das Zentrum für Begabungsförderung EinSteinchen untersuchte sie selbst hergestellte Plastikfliesen auf Wetterfestigkeit und Farbbeständigkeit. Mit ihrem ausgereiften Forschungsdesign konnte sie die Effekte nachweisen und die Jury sowohl mit der schriftlichen Arbeit als auch mit ihrer Präsentation begeistern.
Auch das Projekt „Smart Capsules - Intelligente Mikrokapsel zur glukoseabhängigen Insulinfreisetzung“ von der jungen Chemikerin Shaoxuan Wang aus dem Gymnasium Villa Elisabeth Wildau überzeugte und zog ins Landesfinale ein. Insgesamt würdigte die Jury insbesondere den Ideenreichtum und die verständliche Herangehensweise der jungen Teilnehmenden.
EWE engagiert sich seit 25 Jahren für Jugend forscht
Als langjähriges Patenunternehmen richtet EWE den Regionalwettbewerb Brandenburg Ost aus und fördert damit gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Region.
Dr. Oliver Ruch, Beauftragter des EWE-Vorstands für die Region Brandenburg/Rügen, sagte bei der Preisverleihung: „Jugend forscht zeigt, wie viel Innovationskraft in jungen Menschen steckt. Diese Begeisterung für Wissenschaft und Technik ist eine wichtige Grundlage für Klimaschutz, Digitalisierung und die Fachkräfte von morgen. Das ist für EWE Grund genug, den Wettbewerb seit 25 Jahren und auch in Zukunft zu unterstützen.“
Zahlen, Daten, Fakten – Jugend forscht Brandenburg Ost 2026
- Wettbewerb: Regionalwettbewerb Brandenburg Ost
- Datum: 25. Februar 2026
- Ort: Technische Hochschule Wildau
- Teilnehmende: 82 Schülerinnen und Schüler mit 50 Projekten
- Qualifizierte für den Landeswettbewerb: 18 Schülerinnen und Schüler mit 14 Projekten
- Preise: Auszeichnung mit Geld- und Sachpreisen auf allen Wettbewerbsebenen
- 7 Fachgebiete: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik, Technik
- Patenunternehmen: EWE (seit 25 Jahren)
- Nächste Runde: Landeswettbewerb Brandenburg am 26. März 2026 in Schwarzheide