Der Wettbewerb fand bereits zum fünften Mal statt und setzt gezielt auf Projekte, die in Städten und Gemeinden konkrete Wirkung für den Klimaschutz entfalten. Erstmals wurde der Wettbewerb regional gegliedert. Damit hatten Vereine aus den Regionen Weser-Ems, Weser-Elbe und Brandenburg-Rügen eine faire und gleichwertige Chance auf Förderung.
In jeder der drei Wettbewerbsregionen wurden jeweils zwei Projekte ausgezeichnet. Nach Bewerbungsschluss sichtete eine Jury um EWE-CEO Stefan Dohler sowie kommunale Spitzenvertreterinnen und -vertreter aus den drei Wettbewerbsregionen alle eingereichten Projekte und wählte pro Region fünf Finalisten aus. In der anschließenden Online-Abstimmung auf wir-hier-jetzt.com entschieden Bürgerinnen und Bürger über die Platzierungen.
Lernen durch Erleben: Das Gewinnerprojekt aus Dahme/Mark
ickZu den Gewinnern gehört der Baumkuchen e.V. aus Dahme/Mark. Mit seinem Projekt „Nachhaltigkeit beginnt im Erleben“ hat der Verein den ersten Platz in der Region Brandenburg-Rügen belegt. EWE-Pressesprecherin Nadine Auras hat am Dienstagvormittag den symbolischen Scheck überreicht.Wenn Kinder selbst Kräuter, Obst und Gemüse anbauen, in der Holzwerkstatt werkeln oder bei Waldtagen die Natur erkunden, wird Klimaschutz greifbar. Genau hier setzt das Projekt an: Nachhaltigkeit wird nicht theoretisch erklärt, sondern durch eigenes Tun erfahrbar gemacht.
„Für uns ist es entscheidend, dass Kinder die Natur nicht einfach als gegeben hinnehmen, sondern verstehen, dass sie geschützt werden muss“, sagt Imke Hofbauer, Leiterin der Kindertagestätte des Vereins. „Wir setzen nicht nur auf Erklärungen, sondern darauf, dass Kinder selbst erleben, ausprobieren und eigene Lösungen finden.“
Frühe Bildung mit Wirkung
Im Mittelpunkt steht ein pädagogischer Ansatz, der auf Naturpädagogik sowie entdeckendes Lernen setzt. Die Kinder setzen sich mit essbaren Pflanzen und Wildkräutern auseinander, lernen Tiere und Lebensräume kennen und bewirtschaften gemeinsam ein Kräuterbeet und einen kleinen Gemüseacker. Auch Themen wie Ressourcenschutz, etwa beim Umgang mit Wasser oder bei der Mülltrennung, werden ganz selbstverständlich in den Alltag integriert.„Wir wollen, dass Kinder keine Angst vor der Natur haben, sondern eine Beziehung zu ihr aufbauen“, so Imke Hofbauer. „Nachhaltigkeit entsteht bei uns im Alltag, sei es beim Gärtnern, beim Entdecken im Wald oder beim gemeinsamen Verarbeiten von Lebensmitteln.“
Ein zentraler Bestandteil ist zudem die aktive Beteiligung der Kinder. Sie bringen eigene Fragen und Ideen ein und gestalten das Projekt mit. „Wir entscheiden nicht allein, was passiert. Wir entwickeln vieles gemeinsam mit unseren Kindern. Das stärkt ihr Verantwortungsgefühl und ihre Selbstwirksamkeit“, erklärt Kita-Leiterin Hofbauer.
Die geplante „Forscherzeit“ soll diesen Ansatz weiter vertiefen und neue Räume für eigenständiges Entdecken schaffen. „Was Kinder hier lernen, tragen sie in ihre Familien weiter“, sagt Imke Hofbauer. „So entsteht Nachhaltigkeit über die Kita hinaus auch im Alltag zu Hause.“
Preisgeld ermöglicht Ausbau
Der Gewinn beim EWE-Klimawettbewerb ist für den Verein auch finanziell ein wichtiger Impuls. Mit dem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro soll das Projekt weiter ausgebaut werden, etwa durch die Weiterentwicklung der „Forscherzeit“ und neue Formate, mit denen die Projektergebnisse dokumentiert und für Eltern und Familien noch erlebbarer gemacht werden.„Der Gewinn ist für uns vor allem ein Zeichen für den starken Rückhalt vor Ort“, sagt Imke Hofbauer. „Viele Menschen aus unserem Umfeld haben uns im Voting unterstützt – das zeigt, dass unser Ansatz gesehen und getragen wird. Das motiviert uns enorm.“
Engagement für die Region
Mit dem Klimaschutzwettbewerb unterstützt EWE bereits seit mehreren Jahren Vereine, die sich für eine nachhaltige Zukunft engagieren. Im Fokus stehen Projekte, die ökologische Verantwortung mit gesellschaftlichem Engagement verbinden und konkrete Lösungen vor Ort entwickeln.Für den Baumkuchen e.V. ist der Gewinn zugleich Bestätigung und Ansporn: „Am Ende bringt uns das Projekt vor allem als Gemeinschaft weiter – Kinder, Eltern und das gesamte Umfeld“, so Imke Hofbauer.
Über den EWE-Klimawettbewerb
Mit dem Wettbewerb „Wir. Hier. Jetzt. Gemeinsam für morgen.“ fördert der Energiedienstleister EWE gezielt Initiativen, die Klimaschutz greifbar machen. Denn neben großen Infrastrukturprojekten sind es vor allem lokale Projekte, die Menschen erreichen und zum Mitmachen bewegen.
„Die Projekte zeigen eindrucksvoll, wie viel Engagement und Kreativität in unseren Heimatregionen steckt. Genau solche Initiativen brauchen wir, um Klimaschutz im Alltag zu verankern“, sagt Justine Ronken, Projektleiterin bei EWE. „Wir gratulieren allen Gewinnern herzlich und freuen uns, für die Umsetzung der Ideen einen Beitrag leisten zu können.“
Alle Gewinnerprojekte im Überblick
Region Weser-Ems
- Oldenburg | FCG Oldenburg e. V. (Platz 1): In Oldenburg schafft der FCG Oldenburg e. V. mit einem Bauwagen einen neuen Lern- und Rückzugsort für Kinder. Über 100 Kinder aus Oldenburg und dem Ammerland können hier Natur erleben, ökologische Zusammenhänge verstehen und nachhaltiges Verhalten praktisch erlernen.
- Hatten | Landjugend Hatten e.V. (Platz 2): In Hatten erweitert der Landjugend Hatten e. V. sein „Grünes Klassenzimmer“. Der Lernort im Freien wird um Barfußpfad, Wetterstation, Solarmodell und weitere interaktive Stationen ergänzt. So werden Naturerfahrung und erneuerbare Energien anschaulich miteinander verbunden.
Region Weser-Elbe
- Sauensiek | Naturbad Sauensiek e. V. (Platz 1): In Sauensiek betreibt der Naturbad Sauensiek e. V. ein nachhaltig ausgerichtetes Naturbad. Dort wird das Wasser biologisch gereinigt, ein Tiefbrunnen reduziert den Einsatz von Trinkwasser und eine Photovoltaikanlage senkt den Stromverbrauch.
- Oyten | „die kleinen Strolche“ – Schulverein für die Grundschule Oyten e. V. (Platz 2): In Oyten entwickelt der Schulverein „die kleinen Strolche“ das Outdoor-Klassenzimmer der Grundschule weiter. Mit Windschutz-Hecke, Hochbeeten, Naschpflanzen, zusätzlicher Gartenhütte und Regenwassersystem entsteht ein geschützter Lernort für 286 Kinder, an dem Umweltbildung praktisch erlebbar wird.
Region Brandenburg-Rügen
- Dahme/Mark | Baumkuchen e. V. (Platz 1): In Dahme/Mark ermöglicht der Baumkuchen e. V. Kita-Kindern eine „Forscherzeit“, in der sie Natur aktiv erleben und verstehen lernen – vom Gemüseacker bis zum Waldtag. Ziel ist es, früh ein Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit zu entwickeln.
- Eberswalde | Förderverein OSZ II Barnim e. V. (Platz 2): In Eberswalde verwandelt der Förderverein des Oberstufenzentrums einen versiegelten Schulhof in einen klimagerechten Lebensraum – mit Begrünung, Schattenplätzen und mehr Biodiversität für Schule und Umgebung.