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08.12.2016 - EWE AG

Milliarden-Zukunftsprojekt: EWE bringt Glasfaser in die Häuser

  • EWE-Gremien beschließen Milliarden-Ausbauprojekt für die nächsten zehn Jahre
  • Ministerpräsident Weil: „Weitsichtige und wegweisende Entscheidung, die beispielgebend für Deutschland ist“
  • Vorstandsvorsitzender Brückmann: „Eines der größten Infrastrukturprojekte in der EWE-Geschichte“

Oldenburg, 8. Dezember 2016. Das Oldenburger Telekommunikations- und Energieunternehmen EWE hat die Weichen für die digitale Zukunft im Nordwesten gestellt: EWE plant in den kommenden zehn Jahren über eine Milliarde Euro in einen umfassenden Glasfaserausbau zu investieren. Dieses haben jetzt Vorstand und Aufsichtsrat des Konzerns entschieden. Ziel ist es, möglichst viele Gebäude im Vermarktungsgebiet mit einem direkten Glasfaserhausanschluss zu erschließen, um sehr hohe und stabile Bandbreiten anbieten zu können. „Wir starten mit unserem Glasfaserausbau eines der größten Infrastrukturprojekte in der EWE-Geschichte und tragen damit in hohem Maße zur Digitalisierung unserer Region bei. Der Ausbau des Glasfasernetzes ist dabei auch ein wesentlicher Bestandteil unserer Entwicklung zum führenden Energieunternehmen für Deutschlands Norden“, sagt Matthias Brückmann, Vorsitzender des Vorstands der EWE AG. „EWE hat eine weitsichtige und wegweisende Entscheidung getroffen, die für ihr Verbreitungsgebiet und auch ganz Niedersachsen einen sehr wichtigen Impuls setzt. Schnelle Datenleitungen sind entscheidend für eine positive wirtschaftliche Entwicklung und eine hohe Lebensqualität. Die digitale Infrastruktur ist inzwischen von ebenso hoher Bedeutung wie die Verkehrsinfrastruktur. Von daher kann ich die nun beschlossene Milliardeninvestition nur begrüßen. Sie wird Niedersachsen nachhaltig stärken und sie ist beispielgebend auch für ganz Deutschland“, zeigt sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erfreut.

Direkte Glasfaserhausanschlüsse sind die Zukunft der Breitbandinfrastruktur. Da bei ihnen komplett auf leistungsdämpfende Kupferkabel verzichtet wird, garantieren sie sehr hohe Bandbreiten im Down- und vor allem im Upload.

Bereits heute bietet EWE fast 90.000 Haushalten die Möglichkeit, einen direkten Glasfaserhausanschluss zu erhalten. In Städten wie beispielsweise Oldenburg, Westerstede, Cuxhaven, Lohne, Bremervörde, Bad Bederkesa und in vielen Neubaugebieten im gesamten Nordwesten haben Kunden schon jetzt die Option, einen Glasfaser-Internetanschluss zu nutzen. In naher Zukunft wird sich diese Zahl nun stark erhöhen. „Wir haben mit unserem bisherigen Breitbandausbau eine sehr gute Grundlage geschaffen. Doch der Bedarf der Kunden wächst unaufhaltsam an. Ein nachhaltiger Breitbandausbau kann daher nur aus kompletten Glasfaserver-bindungen bestehen. Aufbauend auf unserem bisherigen Ausbau werden wir nun mit einem vollständig eigenen Netz eine zukunftssichere Breitbandinfrastruktur im Nordwesten errichten und der Region damit einen sehr großen Wettbewerbsvorteil verschaffen“, so Matthias Brückmann. Gleichzeitig, so der EWE-Vorstandsvorsitzende, „ist der Breitbandausbau weiter eine Gemeinschaftsaufgabe von Politik, Wirtschaft und Bürgern. Förderprogramme von Bund, Land und Kommunen sind in bestimmten Gebieten auch zukünftig erforderlich und wir werden uns an diesen Programmen auch weiter beteiligen.“

Die zunehmend vernetzte Region sorgt nicht nur für schnelle Internetverbindungen mit einem modernen Telefonnetz und einem komplett digitalen Zuhause. Diese Vernetzung ist auch Teil der Energiewende. Das EWE-Stromnetz hat den höchsten Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland und ist gleichzeitig das versorgungssicherste. Möglich wird dieses durch intelligente Netze, die über genaue Verbrauchs- und Produktionsdaten gesteuert werden. „Das Stromnetz besteht längst nicht mehr aus Einbahnstraßen, die von zentralen Kraftwerken in Richtung Verbraucher führen. Durch die Energiewende speisen tausende regenerative Erzeugungsanlagen in die Gegenrichtung ein. Unsere Aufgabe ist es, sehr viel regenerative Energie einzuspeisen und dabei die Netze jederzeit stabil zu halten. Ein fast flächendeckendes Glasfasernetz dient hier der Steuerung der Systeme, da es Daten in Echtzeit zur Verfügung stellen kann“, erläutert Matthias Brückmann.

EWE wird in den kommenden Jahren festlegen, in welchen Regionen das Unternehmen das Glasfasernetz ausbauen wird. Dies erfolgt unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Über die regionalen Ausbaupläne wird EWE rechtzeitig informieren.