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14.09.2016 - EWE AG

EWE baut Rolle vom Versorger zum Umsorger aus

Engagement für eine klimafreundliche Energiezukunft /
Neue Konzernstrategie für Wandel und Wachstum angekündigt

Strausberg, 14. September 2016. EWE hat im Geschäftsjahr 2015 sein operatives Geschäft stabilisiert und auch dank wirksamer Effizienzmaßnahmen ein Operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (OEBIT) auf Vorjahresniveau erzielt: Das Unternehmen erwirtschaftete 428,1 Mio. Euro (Vorjahr: 427,5 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse gingen vor allem infolge sinkender Stromabsatzmengen und fallender Strombörsenpreise auf 7,82 Mrd. Euro (8,13 Mrd. Euro) zurück.

„Unter großen Anstrengungen haben wir uns in einer Phase massiver Umbrüche in der Energiewirtschaft gut behauptet und ein stabiles operatives Ergebnis erwirtschaftet“, resümierte Michael Heidkamp, Vorstand Markt der EWE AG, heute bei der regionalen Jahrespressekonferenz der EWE-Geschäftsregion Brandenburg/Rügen in Strausberg „und das, obwohl wir im zurückliegenden Geschäftsjahr ein negatives Beteiligungsergebnis von VNG verkraften mussten.“ In das Geschäftsjahr 2016 sei EWE mit einem um zwölf Prozent gestiegenen OEBIT erfolgreich gestartet. „Alle operativen Segmente des Konzerns haben dabei zum Anstieg beigetragen – die positive Entwicklung vollzieht sich entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette“, so Heidkamp.

Seinen Veränderungspfad wird EWE fortsetzen. Grundlagen dafür sind eine effiziente, zukunftsfähige Infrastruktur in den Bereichen Strom, Erdgas, Breitband und Elektromobilität sowie ein breites Angebot an klassischen und neuen Produkten und Dienstleistungen für seine Kunden. Das Marktumfeld insbesondere für konventionelle Erzeugung bleibe laut Heidkamp schwierig, der Regulierungsdruck im Netzgeschäft steige weiter und der Wettbewerb um Kunden und Marktanteile im Energie- und Telekommunikationsvertrieb werde nicht an Intensität verlieren.

„Um den vielfältigen Herausforderungen in der Energie- und Telekommunikationsbranche erfolgreich zu begegnen, arbeiten wir zurzeit an einer neuen Konzernstrategie, die wir im Herbst 2016 kommunizieren werden“, kündigte Heidkamp an. Damit setze das Unternehmen zusätzliche Impulse für Wandel, Wertschöpfung und Wachstum.

Weiter intensivieren werde EWE in den kommenden Jahren sein Engagement für die Energiezukunft. „Gemeinsam mit 75 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik realisieren wird das Energiewende-Großprojekt enera“, so Heidkamp. Gefördert wird das Projekt im BMWi-Programm Schaufenster intelligente Energie (SINTEG). Das Großprojekt habe das Ziel, das Energiesystem in Nordwestdeutschland durch den Einsatz intelligenter Technologien zukunftsfähig auszugestalten und effizienter zu betreiben.

Auch in seiner Geschäftsregion Brandenburg/Rügen übernehme das Unternehmen weiterhin Verantwortung für die Energiewende vor Ort. So habe EWE im Rahmen eines Forschungsvorhabens des GeoForschungsZentrums Potsdam gemeinsam mit der Stadt Eberswalde und drei Brandenburger Hochschulen untersucht, welche Möglichkeiten es für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung in Innenstädten gibt. „Unser Vorhaben hat Erkenntnisse für ein ganzheitliches Wärmekonzept und insgesamt eine energetische Optimierung in vier unterschiedlichen Stadtquartieren geliefert“, so Dr. Ulrich Müller, Leiter der EWE-Geschäftsregion Brandenburg/Rügen. Ziel war es an einem Praxisbeispiel aufzuzeigen, wie Innenstädte umweltfreundlich, technisch modern und dennoch vor allem bezahlbar mit Wärme versorgt werden können. Im Kern habe die Untersuchung ergeben, dass es am sinnvollsten sei, Bestehendes Schritt für Schritt zu verbessern, Maßnahmen nah an den Bedürfnissen der Bürger in ihrem Umfeld zu entwickeln und sie vor allem zu koordinieren.

Müller zufolge gelinge die Energiewende nur im Zusammenspiel von Strom- und Wärmewende. Da der Energiebedarf im deutschen Wärmemarkt derzeit doppelt so hoch sei wie der gesamte Stromverbrauch, sei es kaum möglich, Wärme durch Strom zu ersetzen. Mit neuen Wärmelösungen, energieeffizienten Technologien und dem Einsatz erneuerbarer Energien könne man die Klimaziele der Bundesregierung dennoch erreichen. „Für uns ist der Ausbau hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung ein Kern der Energiewende, an dem wir konsequent festhalten“, so Müller weiter. EWE modernisiert daher nach und nach seine Blockheizkraftwerke (BHKW). „Eine große Anlage nehmen wir in den nächsten Tagen in Eberswalde in Betrieb“, berichtete Müller. In Binz, Kavelstorf und Seelow modernisiere EWE derzeit weitere Anlagen.

Anhaltender Wettbewerb im Strom- und Gasvertrieb haben Müller zufolge erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Erdgaskunden. Andererseits behaupte sich EWE im Stromgeschäft umso mehr. „Dem Wettbewerb stellen wir uns“, so Müller. Mit komfortablen Ergänzungen zu Strom und Gas wie beispielweise einem Smart-Home-Paket und Sicherheitsdienstleistungen rund ums Zuhause erweitert EWE derzeit seine Energielieferungen. Auch mit zukunftsfähigen Produkten wie dem Hausspeichersystem EQOO unterbreitet EWE seinen Kunden zusätzliche Angebote. „Mit der Komplettlösung aus Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Steuerungstechnik und Wechselrichter decken die Nutzer bis zu 70 Prozent ihres Jahresstrombedarfes ab. Sie werden also zu Stromerzeugern und damit zu einem aktiven Teil der Energiewende“, so Müller weiter. Dafür habe EWE vor wenigen Wochen eine Kooperation mit dem regionalen Massivhausanbieter markon-haus geschlossen.

Insgesamt wolle EWE zukünftig nicht mehr nur Strom und Gas, sondern Lösungen verkaufen. „Ein Kunde bekäme dann von uns auch Licht, Wärme, Telekommunikation und Ladestrom für sein Elektroauto“, so Müller weiter. EWE wolle es seinen Kunden damit so einfach wie möglich machen. Das schließe auch die vielfältigen Kontaktmöglichkeiten zu EWE ein. „Unser Anspruch ist es, als regionaler Energiedienstleister nah bei unseren Kunden zu sein und ihnen Service und Qualität zu bieten. Wir sehen uns nicht nur als Versorger sondern vielmehr als Umsorger unserer Kunden. Egal ob im persönlichen Gespräch, am Telefon oder beim Einkauf auf www.ewe.de.

EWE baut Rolle vom Versorger zum Umsorger aus (pdf, 108 KB)
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Ansprechpartner
Portrait Christian Blömer Christian Blömer Leiter Konzernkommunikation & Marke, Konzernsprecher

Tel: +49-441-4805-1800 E-Mail: christian.bloemer@ewe.de