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28.08.2026 - EWE AG

EWE: Fairplay-Agreement ist Schlüssel für einen beschleunigten Glasfaser- und Mobilfunkausbau

EWE fordert konkrete Verhandlungen über marktwirtschaftliche Open-Access-Lösung für Festnetz und Mobilfunk

EWE spricht sich für die zeitnahe Aufnahme von Gesprächen über ein Fairplay-Agreement für den deutschen Telekommunikationsmarkt aus. Die Initiative wurde proaktiv von Marktteilnehmern und den Branchenverbänden BREKO, BDEW und VKU entwickelt. Deren Mitgliedsunternehmen stehen für rund 60 Prozent der Glasfaseranschlüsse in Deutschland.

Ziel des Fairplay-Agreements ist die Schaffung fairer und diskriminierungsfreier Zugangsbedingungen im Festnetz- und Mobilfunkmarkt. Festnetz- und Mobilfunknetzbetreiber sollen sich gleichermaßen verpflichten, über angemessene Vorleistungszugänge mit Nachfragern zu verhandeln. Dadurch entstehen zusätzliche Investitions- und Innovationsanreize und die Digitalisierung Deutschlands wird beschleunigt.

EWE: Open Access darf nicht an der Mobilfunkgrenze enden
„Die Diskussion über Open Access wird bislang zu stark auf Glasfasernetze verengt. Die digitale Zukunft Deutschlands entsteht aber aus dem Zusammenspiel von Glasfaser und Mobilfunk. Wer diskriminierungsfreie Zugangsbedingungen im Festnetz fordert, sollte sie auch im Mobilfunk ermöglichen. Was im Festnetz richtig ist, kann im Mobilfunk nicht falsch sein“, sagt Norbert Westfal, Sprecher der Geschäftsführung der EWE TEL GmbH.

Die Nachfrage nach konvergenten Telekommunikationsleistungen – also einer Bündelung aus Mobilfunk- und Festnetzprodukten – steigt stetig und die Grenze zwischen mobiler und standortgebundener Konnektivität ist im Markt de facto aufgehoben. Der Zugang zu beiden Infrastrukturen wird damit zu einer zentralen Voraussetzung für Wettbewerb und Innovation.

Mehr Investitions- und Innovationsanreize statt neuer Unsicherheit
Aus Sicht von EWE bietet das Fairplay-Agreement die Möglichkeit, die Interessen von Infrastrukturbetreibern, Diensteanbietern sowie Kunden und damit auch der gesamten deutschen Wirtschaft zusammenzuführen.

„Deutschland benötigt für die Digitalisierung Investitionen in Milliardenhöhe. Diese Investitionen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Eine verhandelte Marktlösung schafft sofort Rechts- und Planungssicherheit und stärkt gleichzeitig Wettbewerb und Innovation“, so Westfal, „die diskriminierungsfreie Öffnung sichert durch steigende Auslastung der besten Netze die Investitionen ab. Das ist die Grundlage der digitalen Transformation.“

Chance für eine einvernehmliche Branchenlösung
EWE verweist darauf, dass für die Umsetzung eines Fairplay-Agreements bereits belastbare regulatorische und rechtliche Vorbilder existieren. Die Initiative könne deshalb zeitnah Gegenstand von Verhandlungen zwischen Marktteilnehmern werden.

Zugleich sieht EWE in einem solchen Agreement die Chance, bestehende regulatorische und rechtliche Streitfragen im Telekommunikationsmarkt durch eine tragfähige Marktvereinbarung zu befrieden.

„Wir sind überzeugt, dass kooperative Lösungen für die digitale Infrastruktur Deutschlands am Ende mehr bewirken als langjährige Auseinandersetzungen. Das Fairplay-Agreement eröffnet die Möglichkeit, Interessen auszubalancieren, Investitionen zu fördern und die Digitalisierung spürbar zu beschleunigen“, so Westfal.

Politik und Behörden sollten Gespräche weiter unterstützen
EWE begrüßt die angekündigten Dialogformate des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung und spricht sich dafür aus, die relevanten Marktteilnehmer zeitnah an einen Tisch zu bringen. Die Begleitung durch Bundesnetzagentur und Wettbewerbsbehörden könne dazu beitragen, zügig zu einer tragfähigen Lösung zu gelangen.

„Alle investierenden Telekommunikationsunternehmen im Stakeholder-Dialog des Bundesdigitalministers haben sich verpflichtet, gemeinsam die Digitalisierung in Deutschland massiv zu beschleunigen. Diesen Worten müssen wir nun Taten folgen lassen. Die Marktlösung bietet die Chance, einen großen Schritt zu gehen,“ so Norbert Westfal.

Ansprechpartner
Foto vom Pressesprecher Mathias Radowski
Mathias Radowski Pressesprecher

+49-441-4805-1857 mathias.radowski@ewe.de

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