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Versorgungssicherheit im Fokus
30.11.2022 - EWE AG

Strom- und Gaspreise steigen zum Jahreswechsel erneut an

Auswirkungen

Knapp  511.000 betroffene Kunden und Kundinnen

EWE ist erneut gezwungen die Strom- und Gaspreise in der Grundversorgung zum Jahresbeginn 2023 anzuheben. Demnach zahlen unsere Kunden und Kundinnen pro Kilowattstunde ab dem 1. Januar für Strom brutto 12,16 Cent und für Gas brutto 3,92 Cent mehr als zum derzeitigen Zeitpunkt.

Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.800 Kilowattstunden Strom ergeben sich so Mehrkosten von ca. 30 Euro pro Monat.

Für Gas betragen die Mehrkosten bei einem Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden monatlich gut 65 Euro.

Von diesen Preiserhöhungen sind etwa 331.000 Strom- und 180.000 Gaskunden und -kundinnen betroffen. Da EWE kein Strom-Grundversorger in Brandenburg/Rügen ist, gilt die Anpassung des Strompreises hier nicht. 

Weitere Informationen zu den Energiepreisen zur aktuellen Preisübersicht

Ersatzversorgung ab 1. Dez teurer als Grundversorgung

Kunden und Kundinnen, die aufgrund von Insolvenzen ihrer bisheriger Versorger zu EWE zurückkehren, überführen wir gesetzeskonform zunächst für maximal 3 Monate in die Ersatzversorgung. Der Preis in dieser Ersatzversorgung richtet sich – wie auch bei anderen Versorgern – bei uns zum 1. Dezember 2022 nach den aktuellen Beschaffungskosten.

Hintergründe

  • Kundenzuwachs und weiter angespannte Marktlage bedingen teure Nachbeschaffung
  • Auch für Bestandskundschaft muss EWE zunehmend teurer einkaufen
  • Gestiegene Netzentgelte machen Strom zusätzlich teurer

EWE hat auch weiterhin einen enormen Kundenzuwachs zu verzeichnen und gleichzeitig fast keine Kundenverluste – sowohl beim Gas als auch beim Strom. Im Vergleich zur letzten Preisanpassung im Oktober ist nochmal die Anzahl der Gaskunden in der Grundversorgung stark gestiegen. Der Grund für die Kundenzuwächse: Immer mehr Kunden aus dem EWE-Heimatmarkt, die zu Wettbewerbern gewechselt waren, kündigten auch in diesem Jahr dort ihre Sonderverträge, die im Vergleich zur EWE-Grundversorgung teurer waren, und wechselten wieder in die EWE-Grundversorgung. Der Trend hält auch weiterhin an. Für diesen schwer zu kalkulierenden Kundenzuwachs muss EWE zu den aktuellen Preisen Energie am Markt nachkaufen, während EWE für seine Bestandskunden die Energie bereits langfristig eingekauft hat. Die teure Nachbeschaffung von Strom und Gas aber treibt den Preis für alle grundversorgten Kunden in die Höhe Oliver Bolay, Geschäftsführer EWE VERTRIEB GmbH

Zusätzlich muss EWE auch für unsere Bestandskunden zunehmend teurer einkaufen. Die witterungsbedingte Momentaufnahme im doch milden Oktober diesen Jahres, welche kurzfristig zu einem sinkenden Gaspreis führte, ändert daran nichts. 

Beim Strompreis kommt hinzu, dass die angestiegenen Netzentgelte den Strompreis weiter in die Höhe treiben. Diese Netzentgelte machen etwa 17 Prozent des Strompreises aus, so Oliver Bolay.  

EWE begrüßt staatliche Entlastung für Kundschaft

Uns ist die wirtschaftliche Belastung der privaten Haushalte und Unternehmen durch die kriegsbedingte Energiekrise und den damit steigenden Preise sehr bewusst. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich, dass die Bundesregierung Energiekunden und -kundinnen entlasten möchte.  

Die staatliche Winterhilfe erklärt

Staatliche WinterhilfeAktuelle Informationen zur Abschlagszahlung im Dezember jetzt informieren

Die zur Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher angekündigte Absenkung der auf Erdgas erhobenen Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent wird EWE an alle Gaskunden weitergeben, sobald dieses gesetzlich beschlossen wurde. Abschläge sollten – wenn nicht schon automatisch passiert – angepasst werden. Ansonsten droht eine sehr unangenehme finanzielle Überraschung bei der Jahres-Abschlussrechnung in 2023. Das Wichtigste bleibt: Energie sparen hilft nicht nur Allen in diesen Zeiten, sondern auch der eigenen Geldbörse. 

EWE sorgt auch in Krise für Versorgungssicherheit 

Für unsere Kunden und Kundinnen gilt, dass sie sich auch in der aktuellen Energiekrise weiterhin auf EWE verlassen können. Es ist unsere oberste Priorität, die Versorgungssicherheit weiterhin sicherzustellen.

Wir verfolgen stetig das Ziel, dass eine mögliche Mangellage und somit eine zeitweise Unterversorgung unserer Erdgaskundschaft mit aller Kraft verhindert wird. Unsere EWE-Erdgasspeicher sind aktuell zu 100 Prozent gefüllt, wodurch der Nordwesten in der aktuellen Situation bestmöglich für die bevorstehende Heizperiode vorbereitet ist. Dennoch gilt weiterhin Energiesparen als oberstes Gebot.

Mit dem Jahreswechsel sollen die geplanten LNG-Terminals neue Gasmengen nach Deutschland bringen. Wir engagieren uns bei der Netzanbindung des LNG-Terminals in Wilhelmshaven, damit so ein Teil des ankommenden Erdgas in der Region eingespeichert und verbraucht werden kann. Mit der Errichtung des Flüssigerdgas-Terminals entsteht inmitten der Krise ein wesentlicher Grundstein für eine nachhaltige, dezentrale, sichere sowie klimafreundliche Energieversorgung. Denn es ist geplant, dass die neu gebauten Leitungen später grünen Wasserstoff transportieren. 

Mehr Informationen zur VersorgungssicherheitWas ist in den vergangenen Monaten in der Energiewelt passiert? Und welche Folgen resultierten daraus? Wir ordnen die aktuelle Lage in ein. mehr Informationen Aktuelle Entwicklungen zur GasversorgungWir geben einen Einblick, welche Auswirkungen die derzeitigen Entwicklungen in der Energiewelt für Kundinnen und Kunden haben. mehr Informationen