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18.02.2021 - EWE AG

Jugend forscht: 16 Projekte qualifizieren sich für Brandenburger Landesfinale

Energiedienstleister EWE veranstaltet Ostbrandenburger Regionalwettbewerb im digitalen Format / Motto 2021: „Lass Zukunft da!“

Strausberg, 18. Februar 2021. Die monatelange Fleißarbeit hat sich gelohnt. 16 von insgesamt 45 Projekten junger Forscherinnen und Forscher haben sich für den Landeswettbewerb Brandenburg „Jugend forscht 2021“ qualifiziert. Das gab Regionalwettbewerbsleiter Dr. Hendrik Stiemer heute per Video-Botschaft auf der Webseite des Energiedienstleisters EWE bekannt: www.ewe.com/jufo-brandenburg. EWE war traditionell Förderer und Ausrichter des Wettbewerbs. Die Sieger können sich über Geld- und Sachpreise freuen, die ihnen das Patenunternehmen in den nächsten Tagen zusendet. Der Wettbewerb fand Corona bedingt in einem virtuellen Format statt. Das Motto in diesem Jahr: „Lass Zukunft da!“.

Die Jury aus Pädagogen, Praxisexperten und Wissenschaftlern war von den kreativen Projektpräsentationen über eine Videokonferenz-Plattform sehr angetan. Es gebe viele clevere Ideen und Potenzial zum Fortsetzen der Arbeiten. Die Bewertung der Projekte aus den sechs Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Physik sowie Technik fiel entsprechend positiv aus. Diese diskutierte die Jury in einer gemeinsamen Online-Jurysitzung. Für die 16 gekürten Siegerprojekte geht es am 25. und 26. März beim Brandenburger Landeswettbewerb „Jugend forscht“ weiter. Dort qualifizieren sich die Besten für das 56. Bundesfinale, das Ende Mai stattfindet.

Beim Ostbrandenburger Regionalwettbewerb bewiesen die 76 Jungforscherinnen und Jungforscher auf vielfältige Art und Weise, dass Forschen nicht nur spannend ist, sondern auch Spaß und Erfolg bringt. So beeindruckte beispielsweise die Königs Wusterhausenerin Lisa Himmler die Jury mit der Erforschung des Lotuseffektes im Fachgebiet Arbeitswelt. „Lisa legte fächerübergreifend noch einen drauf und beschrieb mit ihrem mathematischen Talent die Optimierung von Mikro- und Makrostrukturierungen“, erläuterten die Preisentscheider und schickten die 15-Jährige zum Landeswettbewerb.

Ansgar Reiff (18) aus Neuenhagen bei Berlin stellte sich in seinem Projekt die Frage, ob Hybridraketen der Antrieb der Zukunft sind. Der Physiker zündete ein Parrafin-Sauerstoff-Gemisch in selbst konstruierten Lavadüsen, die für ordentlich Schub sorgten. „Weiter so!“, sagte die Jury und nominierte den Gymnasiasten für den Landeswettbewerb.

Eine ebenfalls hervorragende Leistung brachte Konrad Sebastian Frahnert (17). Mit hochmodernen und kreativen Methoden hat der Gymnasiast aus Kleinmachnow gezeigt, wie Solitärbienenmit Hilfe des Geruchs ihre Nester finden. „Nächste Station Landeswettbewerb“, entschied die Jury. Zudem verlieh sie dem Biologen den Sonderpreis des Brandenburgischen Bildungsministeriums.

Auch einige jüngere Schülerinnen und Schüler, die in der Juniorsparte „Schüler experimentieren“ an den Start gegangen sind, haben die Jury mit ihren Projekten überzeugt. Eine Teilnahme am Landeswettbewerb ist altersbedingt leider nicht möglich, Sonderpreise gab es für die Besten dennoch. So überzeugten Julian Zinzen (13) und William Stevenson (14) aus Bernau mit ihrer „Selbst-optimierenden Solaranlage“. Diese richtet sich für eine maximale Lichtausbeute eigenständig nach der Sonne aus. Das Projekt hat so viel Power, dass die Jury die Bernauer zum Weiterforschen ermutigte und die Schüler mit zwei Preisen honorierte: dem Sonderpreis der Juniorsparte „Schüler experimentieren“ und dem „Sonderpreis Energiewende“.

Ebenfalls zwei Sonderpreise erhielt Max Pohland (13) aus Frankfurt (Oder). Der Jungforscher präsentierte ein Warnsystem zur Überwachung der Temperatur in Autoinnenräumen und begeisterte die Jury mit seinem praxisnahen Ansatz. Die Jury freut sich schon auf die Präsentation der angekündigten Weiterentwicklung im nächsten Jahr und ehrte Max Pohland mit dem Sonderpreis „Thinking Safety“ und dem Sonderpreis des Vereins Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler.

EWE-Projektleiterin und Jugend forscht-Patenbeauftragte Brigitte Jeschke gratuliert dem begabten Brandenburger Nachwuchs und zollt ihm größten Respekt: „Ich bin begeistert über das naturwissenschaftliche Interesse so vieler Schülerinnen und Schüler. Die Arbeiten verdeutlichen, dass in der Ostbrandenburger Jugend jede Menge Potenzial steckt. Viele kluge Mädchen und Jungen haben gezeigt, dass es bei ‚Jugend forscht‘ längst nicht nur um reine Wettbewerbsbeiträge geht, sondern auch darum, Ideen zu verwirklichen und unsere Zukunft mitzugestalten.“

Einen besonderen Dank spricht die Patenbeauftragte den projektbegleitenden Lehrkräften aus: „Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen haben sie den Nachwuchs bei ihren Forschungen begleitet. Sie stellen damit sicher, dass kein Talent verloren geht und junge Menschen gezielt gefördert werden.“ Die hohe Teilnehmerzahl beim Wettbewerb trotz des digitalen Veranstaltungsformates und die Qualität der Projekte zeigen das Engagement der Lehrer einerseits. Andererseits sind sie ein Beweis, dass Naturwissenschaften heute stärker im Fokus junger Menschen stehen, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war.

Besonders angetan ist Brigitte Jeschke davon, dass die Anzahl der Schülerinnen (36) und Schüler (40) annähernd gleich war. „Der Wettbewerb motiviert offenbar, sich für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern“, so Brigitte Jeschke. Die Gastgeberin ist überzeugt, dass der Nachwuchs bei seinen Forschungen wichtige Kenntnisse und Kompetenzen im MINT-Bereich erwerben und vertiefen kann. „Jugend forscht bildet also eine sehr gute Basis für die Förderung junger Menschen“, so Brigitte Jeschke weiter. Für EWE sei es daher eine Herzensangelegenheit, den Wettbewerb zu unterstützen.

Auch Birgit Nix, Vertreterin des Brandenburgischen Bildungsministeriums, ehrte den Nachwuchs in einer Videobotschaft: „Ich möchte allen Preisträgern ganz herzlich gratulieren, mich bedanken für ihr Engagement, für die Bereitschaft einen Beitrag einzureichen und sich der strengen Jury zu stellen. Alles Gute, viel Erfolg weiterhin im schulischen Alltag und beste Gesundheit. Ich freue mich auf ein Wiedersehen, live und in Farbe.“

Der Energiedienstleister EWE ist seit 2001 Patenunternehmen und Ausrichter des Regionalwettbewerbs Brandenburg Ost. Seit der Gründung 1965 sind Kooperationen mit Wirtschaft und Wissenschaft ein Eckpfeiler des Wettbewerbs. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.jugend-forscht.de.

Eine Übersicht zum Download über alle Projekte und Ergebnisse gibt es unterhalb des Bildmaterials.