Oldenburg, 02.06.25 Telefónica Deutschland und der EWE-Konzern bauen ihre Zusammenarbeit beim Netzausbau im Nordwesten Deutschlands mit einem neuen Kooperationsmodell weiter aus. Ziel der nun geschlossenen Vereinbarung ist es, den Ausbau moderner 5G Mobilfunkstandorte deutlich zu beschleunigen und Mobilfunk- und Glasfaserinfrastruktur enger zu verzahnen – für eine verbesserte Versorgung im ländlichen Raum.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht der gezielte Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur: EWE stellt leistungsfähige Glasfaseranbindungen und eigene Maststandorte für den Ausbau des 5G Netzes von Telefónica Deutschland bereit. Zusätzlich unterstützt EWE den Neubau weiterer Mobilfunkstandorte und bindet diese direkt an das Glasfasernetz an.
An der Kooperation sind innerhalb des EWE-Konzerns sowohl EWE TEL (Carrier-Vertrieb) als auch EWE NETZ (Funkinfrastruktur) beteiligt. EWE TEL fungiert dabei als Lieferant für LWL Anbindungen von Mobilfunkstandorten im EWE Versorgungsgebiet. Die langjährige Geschäftsbeziehung zwischen EWE und Telefónica Deutschland wird damit weiter intensiviert. Bestehende Richtfunkverbindungen werden schrittweise durch Glasfaser ersetzt oder durch moderne Redundanzlösungen ergänzt, um zusätzliche Sicherheit, Stabilität und Leistungsfähigkeit zu gewährleisten.
EWE NETZ bringt ihre umfassende Erfahrung im Bereich Funkinfrastruktur ein und stellt Mobilfunkstandorte bereit. Genutzt werden dabei unter anderem zahlreiche der rund 100 bestehenden Funkmasten, die ursprünglich für den Aufbau des 450 MHz Netzes errichtet wurden und nun für den 5G-Ausbau mitgenutzt werden können. Das ermöglicht eine deutlich schnellere Umsetzung, reduziert zusätzliche Flächeneingriffe für den Ausbau und kommt den Menschen in der Region zugute. Ergänzend kommen neue Mobilfunkmasten hinzu.
„Eine leistungsfähige Mobilfunkversorgung ist ein zentraler Baustein für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Die Netze sorgen dafür, dass Regionen wirtschaftlich attraktiv bleiben und neue digitale Anwendungen entstehen können“, sagt Matthias Sauder, Director Technology & Unified Connectivity von Telefónica Deutschland. „Gemeinsam mit EWE bündeln wir Mobilfunk, Glasfaseranbindung und bestehende Infrastruktur zu einem leistungsstarken Gesamtmodell. Das gibt dem Ausbau gerade im ländlichen Raum spürbar zusätzlichen Schub. Davon profitieren Millionen Kundinnen und Kunden im Nordwesten Deutschlands. Dieses neue gemeinsame Ausbau- und Sharingmodell hat das Potenzial, eine Blaupause für den bundesweiten Ausbau zu werden.“
Auch seitens EWE wird die Kooperation als wichtiger Schritt für die regionale Digitalisierung bewertet. „Als regionaler Netzbetreiber bringt EWE NETZ jahrzehntelange Erfahrung im Ausbau und im sicheren Betrieb kritischer Infrastrukturen im Nordwesten mit – sowohl bei Strom- als auch bei Glasfasernetzen“, sagt Heiko Fastje, Technikleiter der EWE NETZ GmbH. „Diese Kompetenz ist eine zentrale Grundlage für eine verlässliche Versorgung und für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region. Indem wir sie auch beim Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur einbringen, leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, den Nordwesten nachhaltig zu stärken und zukunftsfähig aufzustellen.“