Bei der Dampfreformierung reagiert Erdgas mit Wasserdampf, wobei unter anderem Wasserstoff und CO2 entstehen. Die Herstellung funktioniert ähnlich wie bei grauem Wasserstoff. Allerdings wird bei blauem Wasserstoff ein Teil des entstehenden CO2 abgeschieden und gespeichert, sodass weniger CO₂ direkt in die Atmosphäre gelangt.
Mittels der Carbon Capture and Storage-Technik (CCS) kann das CO2 unterirdisch gelagert werden. Neben Gas- und Öllagerstätten dienen salzwasserführende Gesteinsschichten als geologische Speicher. Dort wird das CO2 in Speichergestein gepresst und mindestens 800 Meter tief unter der Erde gelagert, mit dem Ziel, das CO2 langfristig im Speichergestein einzuschließen.
Auch bei der Herstellung von blauem Wasserstoff entstehen weiterhin Treibhausgasemissionen. Dazu zählen nicht abgeschiedenes CO₂ sowie CO₂- und Methanemissionen aus der Förderung und dem Transport des Erdgases. Zudem bestehen Risiken bei der langfristigen Speicherung des CO₂. Mögliche Leckagen können negative Auswirkungen auf die Umwelt haben.