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10.11.2020 - EWE AG

Klaus-von-Klitzing-Preis 2020 geht an Schwester Christamaria

EWE Stiftung und Universität Oldenburg zeichnen engagierte
Lehrerpersönlichkeit für Mathematik und Informatik aus Vallendar als
„MINT-Lehrerin des Jahres“ aus

Oldenburg, 10. November 2020. Große Freude an der Schönstätter Marienschule in Vallendar nahe Koblenz: Christine Brück (44, Schwester Christamaria), Fachlehrerin für katholische Religion, Mathematik und Informatik, erhält den Klaus-von-Klitzing-Preis 2020. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung, die die EWE Stiftung in Kooperation mit der Universität Oldenburg seit sechzehn Jahren vergibt, würdigt herausragendes Engagement in den MINT-Fächern – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Namensgeber und Physiknobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing „übergibt“ den Preis heute Abend erstmals in einer virtuellen Feierstunde an die Ordensschwester. „Schwester Christamaria hat die Jury sowohl durch ihre Erfolge im Bereich der Informatik an einer reinen Mädchenschule mit Realschulzweig und Gymnasium, ihre Praxiskontakte in die Wirtschaft als auch durch ihre überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft außerhalb des regulären Unterrichts überzeugt“, begründet von Klitzing die Juryentscheidung. Mit ihrer Arbeitsgemeinschaft Robotik, den „DigiDogs“, die als mobile Einsatzgruppe bei digitalen Pannen in der Schule erste Hilfe leisten, der APP „Cucuun“ für verbesserte schulische Kommunikation zusammen mit einem regionalen Softwareunternehmen, sowie ihrem übergeordneten Einsatz zur erfolgreichen Digitalisierung der Bildung trägt sie maßgeblich zur Qualifikation ihrer Schülerinnen und zur Weiterentwicklung unserer Bildungslandschaft bei.“

Schwester Christamaria, die sich gegen 47 Bewerberinnen und Bewerber aus ganz Deutschland durchsetzen konnte, hat ihre Lehrtätigkeit stets durch außerschulisches Engagement ergänzt und sich dadurch einen ausgezeichneten Ruf bei Kolleginnen, Schülerinnen und Eltern erarbeitet.

Marion Rövekamp, Vorstandsvorsitzende der EWE Stiftung: „Mit dem diesjährigen Klitzing-Preis ist es gelungen, nachdrücklich auf die Bedeutung und die Chancen digitaler Bildung hinzuweisen. Den Lehrerinnen und Lehrern kommt dabei insbesondere in Anbetracht der mit der Corona-Pandemie verbundenen Veränderungen eine besondere Bedeutung zu. Besonders bemerkenswert finde ich, dass Schwester Christamaria es versteht, insbesondere Mädchen, die sich gerade im MINT-Bereich oft weniger zutrauen, schon früh für Informatik und Robotik zu begeistern. Damit legt sie Grundsteine für erfolgreiche Bildungskarrieren und leistet einen bemerkenswerten Beitrag zur Geschlechter- und Bildungsgerechtigkeit. Mit zwei Dritteln des Preisgeldes in Höhe von insgesamt 15.000 Euro, das die EWE Stiftung seit 2005 jedes Jahr zur Verfügung stellt, wird außerdem jährlich ein schulisches Projekt gefördert. Damit engagiert sich die EWE Stiftung nachhaltig und zielgerichtet für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht und zeichnet Lehrerpersönlichkeiten aus, die nicht nur fachliche, sondern auch menschliche Vorbilder sind. Diese Komponente ist mir persönlich besonders wichtig.“

Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, Präsident der Universität Oldenburg, ergänzt: „Es beeindruckt mich, wie sehr Schwester Christamaria ihre Schülerinnen für Informatik und das Zukunftsthema Digitalisierung begeistert. Sie vermittelt ihnen dabei weit mehr als Fachwissen. Ebenso wichtig ist es, dass sie die Eigenverantwortung, das Selbstbewusstsein und die positive Grundeinstellung ihrer Schülerinnen stärkt und somit viel zu deren Persönlichkeitsentwicklung beiträgt. Das sind beste Voraussetzungen für qualifizierten und motivierten wissenschaftlichen Nachwuchs, der interdisziplinär denkt und Freude am Forschen hat.“

Der Jury gehören neben von Klitzing Vertreter der Universität Oldenburg, der EWE Stiftung, der IHK sowie der Schulleiter der Graf-Anton-Günther-Schule, Wolfgang Schoedel, an. Klaus von Klitzing, der die ersten Jahre seiner Schulzeit in Oldenburg verbrachte, ist unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und Mitglied des Internationalen Solvay Instituts. 1980 entdeckte er einen neuen Quanteneffekt und erhielt dafür 1985 den Nobelpreis für Physik. Die nach ihm benannte Von-Klitzing-Konstante beeinflusste wesentlich die moderne Halbleiterentwicklung und die Präzisionsmesstechnik. 2006 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Oldenburg.