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30.09.2026 - EWE AG

EWE weiter auf Investitionskurs

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Oldenburger Energie- und Telekommunikationsunternehmen baut Energiesystem der Zukunft
• Investitionen steigen um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr
• Konzernumsatz und bereinigtes EBITDA sinken
• Konzernperiodenergebnis steigt auf 348,3 Mio. Euro

Der Oldenburger Energie- und Telekommunikationsdienstleister EWE hat seine Investitionen in den Aufbau eines widerstandsfähigen und zunehmend auf erneuerbaren Energieträgern basierenden Energiesystems erneut erhöht: Das mehrheitlich kommunale Unternehmen investierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 611,2 Mio. Euro (2025: 531,4 Mio. Euro), ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

„Wir sind wie angekündigt weiter auf Investitionskurs, stärken die Netze, bauen erneuerbare Energien und Ladeinfrastruktur aus und sorgen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. So machen wir unsere Energieversorgung widerstandsfähiger, erhöhen den Grad unserer Energiesouveränität und sichern Wertschöpfung und wirtschaftliche Stärke im Norden“, betont EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler. „Kommunen, Unternehmen und Haushalte sind längst im Aufbruch. Sie wollen neue, effiziente Technologien einsetzen, ihre Energieversorgung modernisieren und selbst Teil der Transformation sein. Dafür braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur – und genau dafür schaffen wir mit unseren Investitionen die Grundlage. Die Herausforderungen beim zeit- und systemgerechten Netzausbau sind erkannt und gesetzliche Änderungen dazu in Umsetzung. Wenn die Transformation vor Ort funktioniert, neue Möglichkeiten eröffnet und Wertschöpfung in den Regionen schafft, stärkt das Vertrauen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Mut, den Wandel aktiv zu gestalten. Auch das sind Aspekte von Resilienz. Unser Anspruch bleibt dabei, Wachstum, Klimaschutz, Bezahlbarkeit und finanzielle Stabilität miteinander zu verbinden.“

Reiners: Finanzielle Stärke für Wachstum und Investitionen sichern

„Unsere Halbjahreszahlen zeigen ein insgesamt solides Bild in einem anspruchsvollen Marktumfeld“, sagt EWE-Finanzvorstand Dr. Frank Reiners. „Der Umsatz ist um 4,9 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro (2025: 4.121,5 Mio. Euro) zurückgegangen. Dahinter stehen vor allem Mengen- und Preiseffekte im Strom- und Gasvertrieb – so haben wir zu Jahresbeginn die Preise für unsere Privatkundinnen und -kunden gesenkt. Unser für die Wachstumsphase besonders wichtiges bereinigtes EBITDA liegt mit 582,5 Millionen Euro acht Prozent unter dem Vorjahreswert (633,3 Mio. Euro). Hier wirken unter anderem geringere Erlöse aus der Vermarktung von Gasspeichern, ein schwächeres Ergebnis im Energiehandel sowie der Verkauf des Wärmecontractingeschäftes. Gleichzeitig entwickeln sich beispielsweise das Geschäft mit erneuerbaren Energien, die Elektromobilität und Teile des Netzgeschäfts positiv.“ Das Konzernperiodenergebnis stieg hingegen deutlich auf 348,3 Millionen Euro (37,5 Mio. Euro). „Dieser Anstieg ist allerdings wesentlich durch Bewertungseffekte bei Finanzinstrumenten geprägt“, erläutert Reiners.

Zusätzliche Vorsorge für den Winter ist richtig

Weil Erdgas aufgrund geopolitischer Konflikte derzeit teuer ist, fehlen im Energiemarkt ausreichende Anreize, Erdgas im normalen Umfang einzuspeichern. Energieversorger sichern ihre Lieferverpflichtungen für den Winter daher zum Teil über Termingeschäfte ab, kaufen also heute Gas für eine spätere Lieferung ein. Das ist häufig wirtschaftlicher, als Gas frühzeitig zu beschaffen und zusätzlich die Kosten für die Speicherung zu tragen. „Für die Versorgung der Kundinnen und Kunden im Winter ist neben den Speicherfüllständen daher entscheidend, welche Mengen sich die Versorger bereits für den Winter vertraglich gesichert haben“, sagt EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler. EWE hat diese Vorsorge für die Kunden getroffen. Der Iran-Krieg zeige jedoch, wie schnell zusätzliche Risiken für Lieferwege und Energiemärkte entstehen können. „In einer solchen geopolitischen Lage brauchen wir mehr Vorsorge, als der Markt allein hervorbringt. Wenn zusätzliche Gasmengen für außergewöhnliche Krisenfälle vorgehalten werden sollen, müssen dafür die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Es ist richtig, dass dies jetzt seitens der Bundesregierung geschieht – wir hätten uns diese Entscheidung allerdings deutlich früher gewünscht“, so Dohler. EWE unterstützt deshalb die geplante strategische Gasreserve. Sie soll gezielt für außergewöhnliche Krisensituationen zur Verfügung stehen.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet EWE insgesamt eine Ergebnisentwicklung des bereinigten EBITDA im unteren Bereich des im Konzernlagebericht 2025 genannten Ergebniskorridors von bis zu minus vier Prozent. Die Umsetzung der Wachstumsstrategie wird weiterhin konsequent vorangetrieben.

Zentrale Kennzahlen

in Mio. EUR samt Vorjahresvergleich (H1 2025) und prozentualer Veränderung

Investitionen 611,2 (531,4) Anstieg um 15 Prozent 
Umsatz 3.921,5 (4.121,5)
Rückgang um 4,9 Prozent
Bereinigtes EBITDA 582,5 (633,3)
Rückgang um 8 Prozent
Periodenergebnis 348,3 (37,5) Anstieg um > 100 Prozent


Blick in die Segmente

in Mio. EUR samt Vorjahresvergleich (H1 2025) und prozentualer Veränderung

 Erneuerbare Energien 

Außenumsatz 162,4 (145,8)  11,4 Prozent 
Bereinigtes EBITDA 97,3 (97,7)  -0,4 Prozent 


 Infrastruktur 

Außenumsatz 647,5 (661,4)  -2,1 Prozent 
Bereinigtes EBITDA 273,8 (314,1)  -12,8 Prozent 


 Markt 

Außenumsatz 2.228,8 (2.413,2)  -7,6 Prozent 
Bereinigtes EBITDA 93,7 (121,2)  -22,7 Prozent 
 

 swb 

Außenumsatz 770,7 (798,3)  -3,5 Prozent 
Bereinigtes EBITDA 125,2 (114,2)  9,6 Prozent 
 

 Sonstiges 

Außenumsatz 111,3 (102,0)  9,1 Prozent 
Bereinigtes EBITDA 2,2 (5,1)  -56,9 Prozent 
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Ansprechpartner
Foto vom Pressesprecher Christian Bartsch
Christian Bartsch Pressesprecher

+49-441-4805-1811 christian.bartsch@ewe.de

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