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Grauer Wasserstoff

Wasserstoff wird in der Zukunft einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft leisten. Dabei hat Wasserstoff viele Farben – von grün bis rot. Darunter ist auch grauer Wasserstoff, doch was ist das und was macht ihn aus?

Was ist grauer Wasserstoff?

Grauer Wasserstoff belastet die Umwelt

Wasserstoff hat viele Farben. Die wichtigste Farbe für die Zukunft ist grün, da bei der Produktion kein Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird. Grauer Wasserstoff hingegen ist nicht klimaneutral und belastet die Umwelt bei der Herstellung. Die für die Produktion benötigte Energie stammt hierbei aus fossilen Energiequellen wie Erdöl, Kohle oder Erdgas.

Herstellung von grauem Wasserstoff

Infografik zu grauem Wasserstoff

In der Regel wird Erdgas unter Hitze in Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid (CO2) umgewandelt. Dieser Prozess heißt Dampfreformierung. Das freigesetzte CO2 wird ungenutzt in die Atmosphäre abgegeben – und das nicht zu knapp: Für jede Tonne grauen Wasserstoff entstehen 10 Tonnen CO2. Die Produktion von grauem Wasserstoff ist daher nicht klimaneutral und äußerst energieintensiv.

Ebenfalls von grauem Wasserstoff spricht man, wenn zur Elektrolyse von Wasser Strom aus dem allgemeinen Stromnetz verwendet wird, denn auch hier werden noch fossile Energieträger für die Stromerzeugung genutzt. Das Verfahren der Elektrolyse kommt beispielsweise auch bei der Herstellung von grünem Wasserstoff zur Anwendung – hier jedoch mit Strom aus erneuerbaren Energien.

Vorteile und Nachteile von grauem Wasserstoff

Vorteile

+ Nutzung bestehender Energiequellen

Nachteile

 starke Umweltbelastung

 Abhängigkeit fossiler Energiequellen

 energieintensive Herstellung

Bedeutung von grauem Wasserstoff für die Energiewende

Grauer Wasserstoff macht aktuell noch einen Großteil des erzeugten Wasserstoffs aus: In Deutschland sind es rund 40 Prozent. Auf dem Weg in eine klimaneutrale Energieversorgung, die ohne fossile Energieträger auskommt, hat grauer Wasserstoff aber keinen Platz mehr. Als Schlüsseltechnologie für viele Klimaschutzmodelle gilt hier ausschließlich der grüne Wasserstoff. Der blaue Wasserstoff, der als CO2-neutral bilanziert wird, kann als Übergangstechnologie angesehen werden.

Für EWE spielt grauer Wasserstoff bereits heute keine Rolle und liegt nicht in unserem Fokus. Wir wollen eine grüne und nachhaltige Wasserstoffwirtschaft aufbauen. Nur auf diese Weise kann die Transformation in eine klimaneutrale Gesellschaft und Wirtschaft gelingen. Daher setzen wir bei unseren diversen Projekten für mehr Wasserstoff klar auf grünen Wasserstoff.

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