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Treibhauseffekt

Der Meeresspiegel steigt und die Erde wird immer wärmer: Der Klimawandel macht sich immer deutlicher auf der Erde bemerkbar. Grund dafür ist unter anderem die steigende Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre. Durch diesen Treibhauseffekt bleibt immer mehr Wärme in der Atmosphäre  und wird nicht ins Weltall zurückreflektiert. Aus diesem Grund gilt es, den Treibhauseffekt zu verringern.

Wie funktioniert der natürliche Treibhauseffekt?

Kind mit Mutter in einem Gewächshaus
Der Treibhauseffekt kann an einem Gewächshaus gut verdeutlicht werden.

Der Treibhauseffekt lässt sich mit einem Gewächshaus im eigenen Garten beziehungsweise einem Treibhaus vergleichen: Strahlt die Sonne durch die Glasscheiben, erwärmt sich die Luft im Inneren und die Pflanzen können besser und schneller wachsen. Neben der Luft erwärmt sich auch der Boden im Gewächshaus durch die Strahlung. Für diesen Effekt sorgen Wasserstoff und Kohlendioxid. 

Bei der Erde funktioniert dies ähnlich. Auch hier fallen die Sonnenstrahlen in die Atmosphäre und erwärmen die Erdoberfläche. Ein Teil der Strahlung wird dabei wieder abgegeben; der andere bleibt in der Atmosphäre aufgrund von kleinen Partikeln wie CO2. Dass ein gewisser Anteil an Wärme auf der Erde bleibt, ist für die Erdbewohner sehr wichtig, da nur so konstante Temperaturen um 15 °C möglich sind. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt wäre es auf der Erde durchschnittlich -18 °C.

Welche Gase gehören zu den Treibhausgasen?

Als Treibhausgase gelten die Gase, die zum Treibhauseffekt – also zur Erwärmung der Erde – beitragen. Insgesamt zählen folgende Gase zu den Treibhausgasen: 

  • Kohlendioxid (CO2)
  • Lachgas (N2O)
  • Methan (CH4)
  • Stickstofftrifluorid (NF3)
  • Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW)
  • Kohlenwasserstoffe (FKW)
  • Schwefelhexafluorid (SF6)

Die sieben Gase tragen in unterschiedlichem Ausmaß zu den Emissionen in Deutschland bei. Denn Kohlendioxid ist das Gas, das mit einem Anteil von 87 % am meisten zu dem Treibhauseffekt beiträgt, gefolgt von Methan mit nur 6,5 %. Als natürliches Treibhausgas wird der Wasserdampf angesehen. Durch dieses Gas gelangt Wärmestrahlung in die Atmosphäre. Der Wasserdampf trägt doppelt so viel zur Erderwärmung bei wie Kohlendioxid. Von Menschen erzeugter Wasserdampf spielt jedoch keine Rolle beim anthropogenen Treibhauseffekt.

 

Der anthropogene Treibhauseffekt

Der Treibhauseffekt ist ein natürlicher Prozess, ohne den die Erde und die Erdoberfläche sehr schnell kalt werden würden. Die meisten Treibhausgase kommen in natürlicher Form auf der Erde vor. Der Mensch sorgt jedoch für ein erhöhtes Aufkommen dieser Gase und somit für die Verstärkung des Treibhauseffekts beispielsweise durch die Verbrennung von Kohle und Holz sowie durch Abgase von großen Fabriken. Durch die Verbrennung steigt die Konzentration an CO2, das in die Atmosphäre gelangt. So wird die CO2-Schicht immer größer und die Partikel halten die Wärme auf der Erde. Dieser von Menschen verstärkte Treibhauseffekt nennt sich anthropogener Treibhauseffekt.

Doch nicht nur CO2 ist für den Treibhauseffekt verantwortlich. Durch den Anbau von Reis und die Zucht von Wiederkäuern entsteht das Gas Methan, welches ebenfalls die Wärmeabstrahlung bremst. Die Folge: Immer mehr Sonnenstrahlen werden nicht reflektiert und es wird immer wärmer, da die Wärme nicht entweichen kann. Auch die vom Menschen neu entwickelten Fluorchlorkohlenwasserstoffe, die nicht natürlich auf der Erde vorkommen, sorgen für die Erderwärmung.

Auswirkungen auf das Klima

In den letzten Jahren ist die durchschnittliche Temperatur auf der Erde bereits um einen Grad gestiegen. Dies liegt unter anderem am Treibhauseffekt, der vom Menschen durch einen erhöhten Treibhausgas-Ausstoß verstärkt wird. Nur ein Grad mehr sorgt schon dafür, dass das Eis an den Polen schmilzt. So werden von vielen Tieren wie dem Eisbären, die Lebensräume zerstört. Das Schmelzen hat ebenfalls zur Folge, dass der Meeresspiegel steigt und tief gelegene Orte überflutet werden.

Trockene Gebiete werden durch den Anstieg der Temperaturen noch trockener, sodass dort bald kein Leben mehr möglich sein wird. Bauern können keine Pflanzen mehr anbauen und in ärmeren Regionen wird das Wasser knapp. Um das Klima zu schützen ist es demzufolge wichtig, Treibhausgase wie CO2 und Methan zu minimieren. Dies ist unter anderem mit erneuerbaren Energien  möglich.

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