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25.01.2022 - EWE AG

Energiepreise und Anbieterschwund

Die Preisrallye an den Energiemärkten geht weiter. Gas- und Strompreise steigen enorm. Einige Energiediscounter haben ihren Kunden die Lieferverträge gekündigt, andere sogar Insolvenz angemeldet. Zwei Faktoren, die auch Auswirkungen auf EWE und die Grundversorgungstarife haben. Antworten auf die wichtigsten Fragen bieten wir hier:

Warum steigen die Energiepreise derzeit so stark?

Die aktuelle Preisentwicklung auf dem Gas- und Strommarkt hat verschiedene Ursachen. Dazu gehört die weltweit und insbesondere in Ostasien sehr hohe Nachfrage nach Erdgas. Hinzu kommen witterungsbedingte Einflüsse wie längere Kälteperioden im vergangenen Winter. Auch die Strompreise in Deutschland sind hoch. Sie werden derzeit vor allem von den hohen Brennstoffkosten getrieben. Weiter müssen derzeit für die Stromversorgung vermehrt Gaskraftwerke einspringen. Dies erhöht die Nachfrage nach Erdgas als Energieträger noch weiter und belastet die Beschaffungspreise ebenfalls.

Was passiert, wenn mein Discount-Lieferant die Belieferung einstellt?

Energiediscounter, die auf günstige Handelspreise spekuliert haben, können oder wollen ihre Kunden nicht mehr zu diesen hohen Energieeinkaufpreisen versorgen. Sie stellen die Versorgung ein. Die Kunden werden aber weiter versorgt – in der Ersatz- und Grundversorgung ihres heimischen Energieversorgers. Es sind Unternehmen wie EWE, die dafür sorgen, dass Wärme und Strom weiter zur Verfügung stehen. So muss niemand ohne Strom und Wärme auskommen.

Was macht EWE hier anders?

Für EWE hat die Sicherheit der Versorgung oberste Priorität!

 

Wir lassen unsere Kunden nicht im Dunkeln oder in der Kälte sitzen. Wir versorgen alle mit Energie. Im Gegensatz zu den Discountern, die nun ihre Kunden nicht mehr versorgen, kauft EWE langfristig ein. Dadurch ist die Versorgung gesichert, aber EWE kann auch nicht günstige Marktsituationen ausnutzen und jeden Billigpreis anbieten. Als zuständiger Grundversorger beliefern wir nun auch die Kundinnen und Kunden, die aus der Belieferung ihrer Anbieter fallen und gleichzeitig im zuständigen Gebiet von EWE wohnen. Somit ist eine Weiterversorgung der betroffenen Haushalte sichergestellt.

Muss EWE jetzt auch reagieren?

Ja - aufgrund der zwei Faktoren, die zusammenkommen. Die Preisexplosion am Energiemarkt bringt EWE allein nicht in Bedrängnis, ebenso nicht die mehr als 70.000 Kunden, die EWE schon aufgenommen hat. Beides zusammen zwingt aber zum Handeln. Denn EWE hat vorausschauend Energiemengen eingekauft, allerdings für die eigenen Kunden und nicht für mehrere Zehntausend zusätzlich. Diese Mengen muss EWE nun zusätzlich einkaufen – zu den enorm hohen Preisen. EWE hat aufgrund der enormen Auswirkungen keine andere Wahl als darauf preislich zu reagieren.

Gibt es einen neuen Tarif für die Haushalte, deren Anbieter die Belieferung eingestellt haben?

Nein. Die Gesetzgebung verlangt, dass die Ersatzversorgung zum selben Preis erfolgt, den auch langjährige EWE-Bestandskunden in der Grundversorgung zahlen. Eine separate Bepreisung der Ersatzversorgung ist nicht zulässig.

Wann werden die Preise erhöht?

EWE passt seine Energiepreise zum 01. April 2022 an. Betroffen ist ein knappes Drittel der Kundinnen und Kunden, die sich derzeit bei EWE in der Ersatz- oder Grundversorgung befinden. Haushalte, die einen Langzeitvertrag bei EWE haben, sind von dieser Preisanpassung nicht betroffen. Eine direkte Kommunikation mit den betroffenen Haushalten findet in den nächsten Tagen statt. EWE wird im weiteren Verlauf des Jahres mehrfach die Preise überprüfen. Weitere Informationen rund um die Preisanpassung finden sich hier oder unter preise.ewe.de.