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03.08.2022 - EWE AG

Energiepreise steigen

Es hat sich aufgrund der Entwicklungen der vergangenen Wochen angekündigt: Ausgelöst durch die Verknappung von Rohstofflieferungen durch Russland steigen bundesweit die Energiepreise für Strom und Gas.

Heizthermostat vor einer blau-weißen Wand

Auch EWE ist zum 1. Oktober gezwungen, den Preis für Strom und Gas in der Grund- und Ersatzversorgung erneut anzuheben. So zahlen EWE-Kunden ab Oktober für Strom pro Kilowattstunde brutto 37,81 Cent und damit 11,76 Cent mehr als heute. Der jährliche Grundpreis bleibt seit Januar 2021 unverändert.

Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden ergeben sich so Mehrkosten von gut 352 Euro im Jahr beziehungsweise rund 29 Euro im Monat. Diese Strompreisanhebung in der Grund- und Ersatzversorgung gilt jedoch nicht für Kundinnen und Kunden in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, weil EWE dort kein Stromgrundversorger ist. 

Knapp 500.000 Kunden sind betroffen

Der Gaspreis steigt pro Kilowattstunde von aktuell brutto 13,17 Cent auf 14,99 Cent. Das entspricht einem Plus von 1,82 Cent und bedeutet bei einem Durchschnittsverbrauch von 20.000 Kilowattstunden jährliche Mehrkosten von 364 Euro, das sind pro Monat gut 30 Euro mehr. Der Grundpreis bleibt auch für Gas unverändert. Betroffen sind von dieser Preisanpassung insgesamt 375.000 Strom- und 110.000 Gaskunden der Grund- und Ersatzversorgung.

Weiterhin Preisgarantie bei Laufzeitverträgen

Der Großteil der EWE Strom- und Gaskunden verfügt über so genannte Laufzeitverträge mit einer Preisgarantie von 12 oder 24 Monaten. Sechs Wochen vor dem kundenindividuellen Ende der Laufzeit schreibt EWE diese Kunden jeweils an und bietet ihnen eine Verlängerung des Vertrages zu dem Preis, der dann für das jeweilige Laufzeitprodukt gilt, an. Das heißt, Kunden können sich den dann gültigen Preis wieder für zwölf Monate sichern. Die Tarife für Produkte mit Preisgarantie passt EWE unterjährig etwa im Quartalsrhythmus an. Aber auch Kunden, die ihr jetziges Laufzeitprodukt in Kürze zum dann aktuellen Tarif verlängern, müssten sich beim Vergleich des neuen Tarifes mit dem Ausgangstarif von vor zwölf oder 24 Monaten auf erhebliche Preissprünge einstellen.

Der Preisanstieg hat gute Gründe

Generell gilt: Die Preisdynamik auf dem Energiemarkt ist nach wie vor ungebrochen und die Preise gehen weiterhin deutlich nach oben. Gerade der Erdgaspreis steigt nicht zuletzt aufgrund des Angriffskrieges auf die Ukraine und die nochmal reduzierten russischen Gasliefermengen durch die Pipeline Nord Stream 1. Putins Krieg ist auch ein Wirtschaftskrieg, der zu erheblicher Verknappung der Gasimporte führt und damit zu extrem hohen Preisen.

Für Strom und Gas gilt gleichermaßen: EWE hat Kundenzuwachs zu verzeichnen bei gleichzeitig nur sehr geringen Kundenabgängen. Das ist zwar ein Zeichen dafür, dass Kunden in der Krise auf sichere und stabile Energieversorger setzen. Es bedeutet aber auch, dass EWE für mehr Kunden als geplant Energie beschaffen muss und das zu den aktuell massiv hohen Preisen.

Sondereffekt beim Strom

EWE konnte zum 1. Juli eine bereits zu dem Zeitpunkt notwendige Strompreiserhöhung nicht vornehmen. Der Grund: Wegen der Reduzierung der EEG-Umlage zum 1. Juli hatte der Gesetzgeber eine Strompreiserhöhung zum selben Zeitpunkt ausgeschlossen. So ergibt sich jetzt für EWE zum 1. Oktober beim Strompreis eine stärkere Erhöhung.

Erdgaspreis wird durch neue Gasumlage zukünftig noch weiter steigen

Gerade der Erdgaspreis wird noch weiter steigen, und zwar dann, wenn die Bundesregierung die geplante Gasumlage gemäß Energiesicherungsgesetz einführt. Die Umlage soll Energieimporteure entlasten, die bislang russisches Erdgas importiert haben und durch russische Lieferausfälle Ersatzmengen jetzt anderweitig zu deutlich höheren Preisen beschaffen müssen. Diese Mehrkosten werden durch die Gasumlage bundesweit auf alle Haushalte und Unternehmen umgewälzt, unabhängig von ihrer individuellen vertraglichen Situation. Die Politik will die Höhe der Umlage zeitnah bekannt geben und voraussichtlich zum 1. Oktober erheben. Sobald diese Informationen vorliegen wird EWE seine Kunden dazu nochmal separat informieren.

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Meldung des Zählerstandes nicht notwendig

Eine Meldung des Zählerstandes ist EWE zufolge nicht erforderlich. EWE berücksichtigt die Preisanpassungen bei der nächsten Abrechnung, indem die Verbrauchsmengen nach den alten und neuen Preisen anhand von statistisch erfassten Verbrauchsdaten aufgeteilt werden. Kunden, die EWE dennoch ihre Zählerstände mitteilen möchten, sollten dafür die digitalen Möglichkeiten nutzen, die EWE bietet, und zwar unter: ewe.de/preise

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