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14.07.2022 - EWE AG

Vier Fragen an Stefan Dohler − Thema Energiekosten

EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler weist sehr deutlich auf die unweigerlich weiter steigenden Energiekosten hin und ruft dazu auf, sich frühzeitig um die Wartung und Optimierung von Gasheizungen zu kümmern, Energiespartipps zu beherzigen sowie die monatlichen Abschläge für Gas und Strom zu erhöhen.

Stefan Dohler im Gespräch zum Thema Energiekosten Foto: Sebastian Vollmert

Frage 1: Über welche Dimension reden wir bei den Preissteigerungen?

Dohler: Im Moment muss man im Vergleich zum Vorjahr von mindestens einer Verdopplung der Preise beim Strom und eher einer Verdreifachung beim Gas ausgehen. Und dann reden wir, abhängig von Verbrauch und Haushaltsgröße, schon von mehreren hundert Euro pro Monat. Für einen Vier-Personen-Haushalt wären das grob geschätzt in Summe für Strom und Gas 300 Euro mehr im Monat, für einen Zwei-Personen-Haushalt 100 bis 150 Euro mehr im Monat. Deshalb appellieren wir auch an die Verbraucher, so früh wie möglich ihre Abschläge anzupassen. Über den Online-Service von EWE kann die Abschlagzahlung jederzeit angepasst werden.

Frage 2: Welche Maßnahmen können jetzt schon geleistet werden?

Dohler: Hauseigentümer können etwa jetzt schon kurzfristig Heizungen prüfen und schauen, ob man Fenster dichten und die Dämmung verbessern kann. Und wenn die Heizperiode ab Oktober beginnt, kann jeder über sein Verbrauchsverhalten dazu beitragen, dass weniger Gas verbraucht wird. Das fängt beim Absenken der Raumtemperatur an, geht über die Art und Weise, wie man lüftet, bis zur Frage, wie die Heizung gesteuert wird.

Frage 3: Dass auf die Verbraucher massiv steigende Preise zukommen, ist aber unausweichlich?

Dohler: Ja. Wir sind als Energieversorger letztendlich nur Zwischenhändler. Das heißt, wir reichen die gestiegenen Kosten, die wir haben, an die Verbraucher weiter. Der Einkaufspreis für Gas liegt aktuell etwa bei 170 Euro pro Megawattstunde, vor einem Jahr waren es gerade einmal 20 Euro. Durch unseren rollierenden Einkauf über mehrere Jahre können wir das zwar etwas abfedern. Auf die Weitergabe der Forderungen verzichten können wir allerdings nicht, denn dann hätten wir rasch selbst ein existenzielles Problem.

Frage 4: Wie könnten die Folgen der Preissteigerungen evtl. noch abgefedert werden?

Dohler: Das geht nur, indem alle eng zusammenarbeiten: Versorger, Sozialbehörden, Verbände, Kommunen und natürlich die Politik. Denn am Ende muss die Politik einen Rahmen schaffen, um Bedürftigen gezielt zu helfen.

EWE wird beispielsweise über seine Onlinemedien weiter intensiv zu Energiesparmöglichkeiten durch verändertes Verbrauchsverhalten oder Investitionen in energetische Sanierungen an Gebäuden, Heizungsanlagen oder bei Elektrogeräten informieren. Wir unterstützen ebenfalls nachdrücklich den Aufruf des Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck, schon heute mehr Energie zu sparen. Auf diese Weise könne eine Entlastung für die kommende Heizperiode geschaffen werden.

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