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16.11.2017 - EWE AG

EWE setzt verstärkt auf digitale Geschäftsmodelle

Energie- und Telekommunikationsdienstleister weitet Innovationsprozess aus

Oldenburg, 16. November 2017. Bei der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle erhöht EWE die Schlagzahl: Der niedersächsische Energie- und Telekommunikationsdienstleister hat seinen Innovationsprozess weiter optimiert, um in den kommenden Jahren aus guten Ideen neues Geschäft zu entwickeln. „Überall im Konzern entstehen laufend Ideen und Ansätze für Innovationen, die wir bewerten, fördern und professionell bis zu dem Punkt begleiten, an dem eine Investitionsentscheidung getroffen werden kann“, erläutert EWE-Marktvorstand Michael Heidkamp. Das Ziel ist, kontinuierlich eine Vielzahl von Ideen zu prüfen, einige davon weiterzuentwickeln und aus ihnen diejenigen mit dem größten Potenzial herauszufiltern. „Bis zum Jahr 2026 sollen digitale Geschäftsmodelle einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis des Konzerns liefern“, verweist EWE-Finanzvorstand Wolfgang Mücher auf die Konzernstrategie. EWE reagiert damit auf die branchenweit sinkenden Erträge aus dem klassischen Verkauf von Strom und Erdgas.

Der Weg in die digitale Zukunft führt EWE auch nach Berlin: Neben der eigenen Entwicklung von jungen Unternehmen kooperiert man in der Hauptstadt mit dem Startup-Entwickler GERMANTECH DIGITAL. „Gemeinsam identifizieren und entwickeln wir hier Geschäftsmodelle, die digital, datengetrieben und mindestens national skalierbar sind“, erläutert Heiko Hambrock, Leiter Strategische Projekte & Beteiligungen, den Ansatz von EWE. Dabei gehe es einerseits um Ideen aus dem energienahen Umfeld, aber auch um Modelle aus angrenzenden Gebieten oder solche, die bestehendes Geschäft sogar in Frage stellen.

Erste Neugründungen: Wechselhelfer, Eigensonne und Nachbarschaftsnetzwerk
„Der Wechselhelfer ermöglicht es Privatkunden Transparenz über ihre Vertragsverhältnisse mit Dienstleistern für Energie und perspektivisch weiteren Branchen zu erlangen. Wechselhelfer ist kein gewöhnliches Vergleichsportal, denn es bietet Angebote passend zum jeweiligen Lebensstil und verschafft Überblick über laufende Vertragsverhältnisse“, erläutert Hambrock. Ein weiteres Geschäftsmodell namens „EIGENSONNE“ beschäftigt sich mit der Vermarktung von Solarstrom-Systemen mit Energiespeichern, um Privathaushalte mit smarter, sauberer Energie zu versorgen. Auch hier ist eine erste Marktverprobung bis Jahresende geplant. Mit dem sozialen Netzwerk „Wir von hier“ erprobt EWE zudem aktuell in ausgesuchten Städten eine Plattform, die die lokale und regionale Vernetzung von Nachbarn unterstützt. Die Idee: Nutzer können sich ein Profil anlegen, sich gegenseitig auf Veranstaltungen oder Einkaufsmöglichkeiten hinweisen, Kontakte knüpfen und kleine Dienstleistungen oder Nachbarschaftshilfen austauschen. Alles mit dem Ziel, die eigene Nachbarschaft mit vereinten Kräften lebenswerter und vernetzter zu gestalten.

EWE beteiligt sich an High-Tech-Gründerfonds III

Durch die Beteiligung an der dritten Auflage des High-Tech-Gründerfonds (HTGF III) sichert sich EWE zudem für einen Zeitraum von zehn Jahren Zugang zu professionell analysierten Startups und relevantem Know how zur Realisierung neuer Geschäftsmodelle. Zu den Investoren des HTGF III gehören neben öffentlichen Partnern wie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der KfW insgesamt 30 Unternehmen. „Wir nutzen diese Beteiligung nicht nur, um zu investieren, sondern auch, um noch stärker in die professionelle Startup-Szene einzutauchen und als Unternehmen zu lernen“, erläutert Guido Kühling, Leiter Konzernentwicklung bei EWE. Die Notwendigkeit, in deutlich kürzeren Innovationszyklen zu agieren, erfordere neue Kenntnisse und Fähigkeiten, die EWE gezielt im Konzern aufbaue.