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02.11.2016 - EWE AG

Klaus-von-Klitzing-Preis 2016 für Dr. Florian Schaller

Universität Oldenburg und EWE Stiftung zeichnen Bochumer als "MINT-Lehrer des Jahres" aus

Oldenburg, 1. November 2016. Große Freude an der Schiller Schule in Bochum:
Dr. Florian Schaller, seit 2015 Oberstudienrat für Chemie und Biologie, erhält
den Klaus-von-Klitzing-Preis 2016. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung,
die die EWE Stiftung in Kooperation mit der Universität Oldenburg seit zwölf
Jahren vergibt, würdigt herausragendes Engagement in den MINT-Fächern –
also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Namensgeber
und Physiknobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing übergibt den Preis heute
Abend im Rahmen einer Feierstunde in der Graf-Anton-Günther-Schule in
Oldenburg. „Oberstudienrat Dr. Florian Schaller hat die Jury sowohl durch seine
herausragende fachliche Qualifikation, seinen Teamgeist und durch seine überdurchschnittliche
Einsatzbereitschaft auch außerhalb des regulären Unterrichts
überzeugt“, begründet von Klitzing die Juryentscheidung.

Dr. Florian Schaller (48), der sich gegen 36 Bewerberinnen und Bewerber aus
ganz Deutschland durchsetzte, ist erst über Umwege zum Lehrerberuf gekommen.
Nach seiner Promotion 1997 absolvierte er noch ein Zweitstudium in Spanisch
und Philosophie. Nach anschließender Forschungstätigkeit stieg er erst
2007 in den praktischen Schuldienst ein und brachte dafür viel Erfahrung mit.
Schaller entwickelte das „Schillermobil“ für naturwissenschaftliches Lernen und
bestach die Jury darüber hinaus durch die Praxisnähe seiner Aufgabenstellungen
und Projekte. Kollegen beschreiben ihn als Teamarbeiter, dem es insbesondere
um das Wohl der Schülerinnen und Schüler geht. Sein Herz schlägt
zwar überwiegend für die Naturwissenschaften, aber durch seine sportlichen
und musikalischen Interessen ist Florian Schaller vielseitig interessiert und engagiert.

„Mit seinem außergewöhnlichen Einsatz, seinen didaktischen und pädagogischen
Fähigkeiten sowie mit seinem unerschöpflichen Einfallsreichtum bei der
Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte weckt Florian Schaller bei Kindern
und Jugendlichen viel Neugier und Begeisterung für Forschung – und bereitet
damit vermutlich vielen von ihnen sogar den Weg in ein entsprechendes Studium.
Als Universität mit einem Schwerpunkt im forschungsorientierten Lernen
freuen wir uns über solchen Nachwuchs natürlich besonders“, betont Prof. Dr.
Dr. Hans Michael Piper, Präsident der Universität Oldenburg.

Matthias Brückmann, Vorstandsvorsitzender der EWE Stiftung, ergänzt: Mit dem
Klitzing-Preis ist es gelungen, nachdrücklich auf die Bedeutung von Lehrerpersönlichkeiten
für die Bildungs- und Berufsbiografien unserer Kinder hinzuweisen.
Gleichzeitig unterstreicht die Auszeichnung den Stellenwert von MINTDisziplinen
für unser Bildungs-, Wirtschafts- und Wissenschaftssystem. Mit zwei
Dritteln des Preisgeldes in Höhe von insgesamt 15.000 Euro, das die EWE Stiftung
seit 2002 zur Verfügung stellt, wird außerdem jährlich ein schulisches Projekt
gefördert. Damit engagiert sich die EWE Stiftung nachhaltig und zielgerichtet
für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht und zeichnet Lehrerpersönlichkeiten
aus, die nicht nur fachliche, sondern auch menschliche Vorbilder
sind. Diese Komponente ist mir persönlich besonders wichtig.“

Der Jury gehören neben von Klitzing Vertreter der Universität Oldenburg, der
EWE Stiftung, die Geschäftsführung der IHK und der Schulleiter der Graf-Anton-
Günther-Schule, Wolfgang Schoedel, an, der auch Gastgeber für die Feierstunde
ist. Klaus von Klitzing, der die ersten Jahre seiner Schulzeit in Oldenburg
verbrachte, ist unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung
in Stuttgart und Mitglied des Internationalen Solvay Instituts. Darüber
hinaus ist er Jury-Mitglied des Wittgenstein-Preises, den die Österreichische
Forschungsgemeinschaft vergibt. 1980 entdeckte er einen neuen Quanteneffekt
und erhielt dafür 1985 den Nobelpreis für Physik. Die nach ihm benannte von-
Klitzing-Konstante beeinflusste wesentlich die moderne Halbleiterentwicklung
und die Präzisionsmesstechnik. 2006 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität
Oldenburg.