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20.12.2013 - EWE AG

EWE setzt bei Windenergie auf Bürger und Kommunen

Unternehmen baut in Friesland ersten Windpark mit kommunaler Beteiligung

Oldenburg, 20. Dezember 2013. Der Oldenburger Energiedienstleister EWE setzt bei Windparks stark auf die Beteiligung von Bürgern und Kommunen: In der Gemeinde Zetel (Landkreis Friesland) hat das Unternehmen nun den ersten Windpark in Betrieb genommen, an dem die Gemeinde und Grundeigentümer mit je 30 Prozent beteiligt sind. Das Projekt steht stellvertretend für eine Reihe weiterer Vorhaben, in die EWE Bürger und Kommunen vor Ort einbeziehen will. „Der Erfolg der Energiewende entscheidet sich nicht zuletzt auch daran, ob die tiefgreifenden Veränderungen von den Bürgern akzeptiert werden. Deshalb wollen wir die Energiezukunft gemeinsam mit den Menschen in der Region gestalten und bei Bauprojekten Beteiligungsmöglichkeiten vor Ort anbieten“, kündigt Dr. Torsten Köhne, EWE-Vorstand für Erzeugung, an.

Weitere Projekte sind derzeit u.a. in den Gemeinden Hatten (Landkreis Oldenburg), Bakum (Landkreis Vechta) und Hogenset (Landkreis Ammerland) in Vorbereitung. Baubeginn in Hatten soll Ende 2014 sein, von insgesamt acht Anlagen werden dann nach jetzigem Stand zwei Anlagen von Grundeigentümern sowie eine Anlage von Bürgern übernommen. In Bakum gehen die Planungen von einem Baubeginn im Jahr 2015 aus – auch hier ist eine umfangreiche Beteiligung von Bürgern und Grundeigentümern vereinbart.

Die beiden 150 Meter hohen Anlagen in Zetel erzeugen jeweils drei Megawatt Leistung – genug, um rund 80 Prozent des Energiebedarfs aller Privathaushalte der Gemeinde zu decken. „Uns liegt viel daran, die Energiewende als Gemeinde vor Ort aktiv mitzugestalten“, erläutert Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann. „Die Kooperation mit einem erfahrenen regionalen Partner wie EWE ist dabei eine gute Möglichkeit, auf sicherer und professioneller Basis Zukunftschancen zu ergreifen.“

In seiner 2012 beschlossenen Konzernstrategie hat sich EWE ins Stammbuch geschrieben, Windparks an Land künftig mit Kommunen und Bürgern gemeinsam zu entwickeln. Dafür sollen in den nächsten Jahren rund 40 Millionen jährlich investiert werden, wie Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Brinker kürzlich bekannt gegeben hatte. Seit den 1980er Jahren investiert EWE in die Windkraft, 1990 errichtete das Unternehmen in Ostfriesland den damals größten Windpark Europas. Heute betreibt EWE die mit 7,5 Megawatt größte Windenergieanlage der Welt und verfügt über Parks auf dem Festland, an der Küste sowie auf See.