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31.05.2013 - EWE AG

Gemeinschaftswindpark im Barnim geplant

Bürger, Landwirte und Kommunen sollen sich beteiligen können
EWE und Energiegenossenschaft Breydin unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Breydin, 31. Mai 2013. Im Barnim wollen Landwirte, Bürger, Kommunen und der Energiedienstleister EWE die Energiewende gemeinsam vorantreiben. Dazu haben die Energiegenossenschaft Breydin und EWE heute in der Fachwerkkirche Tuchen die Entwicklung eines Kooperationswindparks vereinbart. Die Energiegenossenschaft Breydin ist ein Zusammenschluss von Landwirten aus der Umgebung von Breydin.

In der Region sollen bis zu 15 Anlagen entstehen, an denen sich neben den Vertragspartnern auch Bürger und Kommunen beteiligen können. „Als kommunales Unternehmen bekennen wir uns klar dazu, den nachhaltigen Umbau der Energieversorgung gemeinsam mit den Menschen in der Region zu vollziehen“, unterstreicht Dr. Ulrich Müller, Leiter der EWE-Geschäftsregion Brandenburg/Rügen. „Die Akzeptanz der Energiewende sicherzustellen ist ein Kernanliegen der Energiestrategie 2030 des Landes Brandenburg. Dafür müssen Bürger und Gemeinden auch mit moderaten Beträgen teilhaben und mitgestalten können.“ Wegen der vergleichweise überschaubaren Investitionskosten und Risiken seien Windanlagen an Land für solche Kooperationen besonders geeignet. „Wir prüfen bereits verschiedene Beteiligungsmodelle, auch wenn der Windpark noch nicht errichtet ist“, so Müller.

Die Vertragsunterzeichnung heute sei ein erster Schritt, der die gesellschaftsrechtlichen Fundamente des Kooperationswindparks Tuchen legt: „Mit der heutigen Unterzeichnung vereinbaren wir, dass wir für die Entwicklung des Windparks zusammen mit EWE eine gemeinsame Betreibergesellschaft gründen“, erklärt Frank Löprick von der Energiegenossenschaft Breydin. Der Windpark Tuchen soll auf den Flächen ihrer Mitglieder errichtet werden.

Bevor die Kräne anrücken, dauert es aber noch einige Zeit: Voraussetzung für das Gelingen des Projektes ist die Genehmigung der Bebauungsfläche. „Wir gehen davon aus, dass die Regionale Planungsgemeinschaft Uckermark/Barnim das im Regionalplan ausgewiesene Gebiet bis spätestens 2015 bestätigen wird“, zeigt sich Müller zuversichtlich. Sobald diese Bestätigung vorliege, könne die Grundplanung der 3-Megawatt-Windkraftanlagen konkretisiert werden und der Bau beginnen. Die Region biete beste Aussichten für neue Windparks, befindet Löprick: „Auch wegen seines guten Potenzials für den weiteren Ausbau der Windkraft wurde dem Land Brandenburg der Leitstern der Agentur für Erneuerbare Energien 2012 das dritte Mal verliehen.“