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Wasserstoff – der vielseitige Energieträger für verschiedene Anwendungen

Wasserstoff ist der Tausendsassa unter den Energieträgern mit einem breiten Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. Handelt es sich um grünen Wasserstoff, der also klimaschonend aus erneuerbaren Energien hergestellt wird, eröffnen sich ganz neue Chancen, erneuerbare Energien auch in Bereichen einzusetzen, die bislang noch viel klimaschädliches CO2 ausstoßen.

Hier kann Wasserstoff eingesetzt werden

Wasserstoff tanken Foto: Litho

Mobilität​

Wasserstoff liefert einen wichtigen Beitrag um die Emissionen im Verkehr zu senken. Brennstoffzellenfahrzeuge eigenen sich besonders, um lange Strecken zurückzulegen oder große Lasten zu transportieren. Wasserstoff ist damit die perfekte Ergänzung zur batterieelektrischen Mobilität.​

Wasserstoff in der Industrie, rauchernder Schlot Foto: Gina Sanders / Adobe Stock

Industrie

Schon heute wird Wasserstoff in bestimmten industriellen Prozessen eingesetzt. Es können noch große Potenziale für Emissionseinsparungen gehoben werden, wenn Wasserstoff Erdgas ersetzt. Wichtig ist, dass hauptsächlich grüner Wasserstoff genutzt wird und  perspektivisch blauen Wasserstoff ersetzt.

Wasserstoff zum Heizen, Frau wärmt ihre Füße an Heizung Foto: weixx / Adobe Stock

Wärme

Wasserstoff wird mittel- und langfristig auch eingesetzt werden, um Gebäude zu heizen. Dies wird insbesondere da der Fall sein, wo nicht auf Strom umgestellt werden wird, wie im zum Beispiel im Altbaubestand. ​

Auch Fern- und Nahwärmenetze werden klimafreundlicher, wenn in den Wärmeerzeugungsanlagen zunehmend Wasserstoff genutzt wird. Dazu müssen die Anlagen technisch umgerüstet werden, um steigende Anteile von Wasserstoff zu vertragen.

Wasserstoff zur Rückverstromung, Hand mit Stecker Foto: 9nong / Adobe Stock

Rückverstromung

Wasserstoff kann auch genutzt werden, um wieder Strom zu erzeugen. Das ist sinnvoll, wenn große Mengen erneuerbar erzeugten Stroms über einen langen Zeitraum gespeichert werden sollen: Mit Hilfe des Stroms wird Wasserstoff hergestellt, der in Kavernenspeichern gelagert wird, bis er wieder zurück in die Stromerzeugung fließt. So können längere Phasen der sogenannten „Dunkelflaute“, in der weder Windstrom noch PV-Strom in ausreichendem Maß erzeugt werden können, überbrückt werden.​

Dieses Szenario wird zwar erst in der langfristigen Perspektive relevant, sollte aber von Anfang an im rechtlichen Rahmen und bei der Kraftwerks- und Infrastrukturplanung mitgedacht werden.