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Mobilität

Der EU-Green Deal fordert die 180-Grad Mobilitäts-Wende

Der Green Deal der EU gibt auch für den Verkehrssektor bis 2050 die Klimaneutralität vor. Das heißt, im Straßenverkehr müssen bis dann alle Fahrzeuge emissionsfrei fahren. Um das zu erreichen, plant die EU, schon die Flottenziele bis 2030 ambitionierter zu gestalten. Statt 37,5 Prozent weniger CO2 je gefahrenen Kilometer sollen sie bis 2030 50 Prozent weniger emittieren. Bis Mitte 2021 legt die EU-Kommission einen konkreten Gesetzesvorschlag dafür vor.

Die Mobilitätswende ist eine besondere Herausforderung für Deutschland

Mobilität bedeutet Freiheit und Teilhabe, und die Automobilindustrie sichert einen großen Teil unseres Wohlstands, Wachstums und der Beschäftigung in Deutschland. Der Verkehrssektor ist nach der Energiewirtschaft und der Industrie aber auch der drittgrößte Produzent von Treibhausgasen. Ein Fünftel der nationalen Emissionen gehen auf seine Kappe. Und leider nicht mit sinkender Tendenz.

Seit 1990 sank zwar der spezifische Verbrauch der einzelnen Fahrzeuge, aber gleichzeitig stieg das Verkehrsaufkommen insgesamt, so dass die Emissionen nahezu gleich blieben. Wie schaffen wir die Mobilitätswende in Deutschland?

Emissionen des Verkehrssektors im Vergleich mit denen des Energiesektors und Deutschlands Gesamtemissionen  Säulendiagramm Emissionen Energiesektor

Unsere Positionen
EU
Europäische Ebene

• EU-weite Standards für Lade- und Tankinfrastruktur sowie Bezahldienste schaffen
• Ambitionierte Klimaziele im Verkehr setzen
• Ausbau Erneuerbarer Energien europaweit fördern

Bundesebene
Bundesebene

• Alternative Kraftstoffe technologieoffen fördern
• Strompreis entlasten für Wettbewerbsfähigkeit von Wasserstoff und Elektromobilität
• Aufbau öffentlicher und privater Ladeinfrastruktur fördern
• Intelligente Netzintegration ermöglichen
• Ausbau erneuerbarer Energien fördern

Bundeslaender
Landesebene und Kommunen

• Raum schaffen für neue Mobilitäts-konzepte wie Sharing-Dienste
• Infrastruktur-ausbau und Ausbau von erneuerbaren Energien vor Ort voranbringen

Aktuelle Meldungen Unser Wegweiser für die Mobilitätswende
Kreisdiagramm Emissionen
Auf die (Antriebs-)Mischung kommt es an

Es wird nicht die „one size fits all“-Lösung im Verkehrssektor geben, sondern eine Mischung unterschiedlicher Antriebsarten und Technologien. Die batterieelektrische Elektromobilität wird im individuellen Personenverkehr dominieren. Auf langen Strecken und im Lastverkehr werden mit Wasserstoff  betriebene Brennstoffzellenfahrzeuge unterwegs sein.


Auf der Schiene können Brennstoffzellenzüge Diesel-Loks ersetzen, die auf jenen 40 Prozent des deutschen Schienennetzes fahren, die bislang nicht elektrifiziert sind. Schiffe und Flugzeuge wiederum können mit synthetischen Kraftstoffen, die aus Ökostrom hergestellt werden, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Die Politik muss alle alternative Antriebe dabei unterstützen, ihren Platz einzunehmen. EWE ist in zwei Bereichen aktiv: das batterieelektrische Fahren und die Wasserstoff-Mobilität.

Strom und Wasserstoff müssen wettbewerbsfähig sein

Wasserstoff und Strom müssen zu Diesel, Benzin und Co. wettbewerbsfähig werden. Dafür gilt es, den Strompreis zu entlasten. So muss die Stromsteuer auf das europäische Minimum gesenkt werden und die EEG-Umlage sinken.

H2 Hecke Wiese Himmel

Informieren Sie sich hier über unsere Positionen zu Erneuerbaren Energien und dem EEG.


 
Deutschlandweit schnell laden

Obwohl Deutsche im Schnitt nur knapp 37 Kilometer am Tag fahren, sitzt die sogenannte „Reichweitenangst“ tief. Eine öffentliche Ladeinfrastruktur ohne „weiße Flecken“ ist somit entscheidend für die Kaufentscheidung. Da nicht überall öffentliche Ladesäulen bereits kostendeckend betrieben werden können, muss der Bund mit Förderprogrammen die Wirtschaftlichkeitslücken schließen. EWE begrüßt in dem Zusammenhang die geplanten Ausschreibungen von 1.000 Schnell-Ladepunkten.  

Raum für neue Mobilitätskonzepte schaffen

Leichte Elektromobilität ergänzt den ÖPNV und macht im urbanen Lieferverkehr die „letzte Meile“ emissionsfrei. In vielen Städten haben sich Sharing-Dienste etabliert. Kommunen dürfen Elektro-PKW im Straßenverkehr besondere Privilegien einräumen. Dazu gehören Verringerung oder Erlass von Parkgebühren im öffentlichen Raum oder die Ausnahme von Zufahrtsbeschränkungen.

Leider dürfen diese Privilegien nicht auch auf leichte Elektromobilität, wie Roller, angewendet werden - diese sind im Elektromobilitätsgesetz ausdrücklich ausgenommen. Das führt dazu, dass Fahrer von Sharing-Rollern beim Abstellen in innerstädtischen Bereichen einen Parkschein ziehen müssen, ohne zu wissen, wann der nächste Kunde den Roller weiterbewegt.

Das wird oft unterlassen und führt zu entsprechenden Ordnungsgeldern gegen die Mobilitätsanbieter. Das Elektromobilitätsgesetz muss seinen Geltungsbereich auch auf leichte Elektromobilität erweitern. Dann dürfen (und sollen) Kommunen Raum schaffen für neue Konzepte, wie Sharing-Dienste mit Rollern und anderen leichten Elektromobilen.

Heim-Ladepunkte fördern

Vier von fünf Ladevorgängen finden zu Hause statt, am Heim-Ladepunkt, der sogenannten Wallbox. Eine Wallbox ist eine große Investition, die den Autokäufer zusätzlich zu den Mehrkosten eines E-Autos belastet. Daher muss auch die private Ladeinfrastruktur mit Förderprogrammen durch Länder und Bund unterstützt werden.

Die Förderprogramme sollten nicht nur das Gerät selbst, sondern auch die möglicherweise erforderliche Ertüchtigung des Netzanschlusses bezuschussen. Auch Speicher sollten im Förderumfang enthalten sein, wenn sie Netzanschlusskosten vermeiden.

Europaweites ambitioniertes CO2-Ziel für den Verkehr

Ab 2021 dürfen Neuwagen im Flottendurchschnitt nicht mehr als 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Ausgehend davon soll der CO2-Ausstoß bis 2030 um 37,5% sinken. Nun hat die EU Kommission eine Verschärfung auf 50% angekündigt. 

Bis 2050 soll außerdem der CO2-Ausstoß im Straßenverkehr auf Null sinken. EWE begrüßt diese Verschärfung, denn sie bringt die Autoindustrie dazu, verstärkt auf alternative Antriebe wie Strom und Wasserstoff zu setzen. Damit die Verkehrswende auch zur Klimawende wird, muss die EU sicherstellen, dass genug grüner Strom zur Verfügung steht.  Dafür muss sie Rahmenbedingungen für die Produktion von grünem Strom in der gesamten EU schaffen.

EU-weit elektrisch fahren

Die Mobilitätswende ist ein europäisches, kein alleiniges Deutsches Projekt. Auf der Urlaubsreise nach Frankreich oder Italien dürfen unterschiedliche Lade- und Bezahlsysteme nicht stressen. Es ist Aufgabe der EU, einheitliche Standards zu schaffen. EWE appelliert an die europäischen Gesetzgeber, dabei auf Lösungen zu setzen, die in der Bestandsladeinfrastruktur kostengünstig und möglichst ohne zusätzliche Hardware-Komponenten umzusetzen sind.

Unsere Pulsschlagprojekte
Wasserstoffspeicher Solarzellen Windkrafträder auf Wiese
Hyways for Future

EWE macht den Nordwestern zum Wasserstoffhub. Gemeinsam mit einem Konsortium aus rund 90 Unternehmen hat das Unternehmen den Ideenwettbewerb "HyLand - Wasserstoffregion in Deutschland" gewonnen.

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Auto an Fraunhofer Ladesäule
EWE GO elektrifiziert Fraunhofer

Einfaches, elektrisches Laden am Arbeitsplatz – EWE GO stattet die Fraunhofer-Gesellschaft an 26 Standorten  mit Ladepunkten aus. Die Fraunhofer Gesellschaft will mit ihrem Projekt „LamA – Laden am Arbeitsplatz“ rund 140 Tonnen Stickoxide einsparen und zu besseren Luft in Kommunen beitragen.

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Aiko Holstein Porträt
Ihr Ansprechpartner

Aiko Holstein

Beauftragter Berlin
Tel: +49 30 221726122
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