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Offshore Wind braucht ein stabiles politisches Fundament

Offshore bedeutet „vor der Küste“. Auf See weht der Wind besonders stark und stetig, so dass Offshore-Windparks im Verhältnis doppelt so viel Strom produzieren können wie vergleichbare Anlagen an Land. Da sie bis zu 90 Prozent der Zeit Strom erzeugen, tragen sie mit ihrer stabilen Einspeisung zur Stabilität der Netze bei.

Was für die Stromerzeugung vorteilhaft ist, stellt den Bau und die Logistik vor besondere Herausforderungen. Sturm, Wellengang, schlechtes Wetter und die notwendige Überbrückung großer Entfernungen stellen höchste Anforderungen an Technik und Material. Daher ist ein Offshore-Windpark deutlich kostenintensiver als ein Windprojekt an Land. Ein stabiler, verlässlicher politischer Rahmen ist für die Branche daher unabdingbar.

Windenergie-auf-See-Gesetz - Unsere Positionen zu Windenergie auf See
  • Ambitionierte Ziele brauchen stabilen, positiven Rahmen
    EWE begrüßt, dass erstmals ein langfristiges Ziel für 2040 gesetzt wird. Dies ist aber sehr ambitioniert und wird nur erreicht, wenn ab 2030 jährlich zusätzlich 2.000 Megawatt an Leistung zugebaut wird. Dafür brauchen die Projektierer verlässliche Planungs- und Investitionsbedingungen.
  • Höchstwerte schaffen Sicherheit
    Die im Entwurf des Windenergie-auf-See-Gesetzes vorgesehenen Höchstwerte von 7,3 Cent pro Kilowattstunde in 2021, 6,4 Cent in 2022 und 6,2 Cent in 2023 begrüßen wir. Ohne diese wichtige Änderung gilt als Höchstwert das niedrigste Gebot aus der Übergangsauschreibung vom 1. April 2018, welches bei null Cent lag.
  • Keine zweite Gebotskomponente einführen
    Da die begrenzt verfügbaren Flächen zu starker Konkurrenz führen, werden die Null-Cent-Gebote, mit denen Projektierer komplett auf Förderung verzichten, bei den Ausschreibungen weiter zunehmen. Für eine Differenzierung sieht der Entwurf des Windenergie-auf-See-Gesetzes eine zweite Gebotskomponente vor: In einer weiteren Runde sollen sich die Null-Cent-Bieter mit Negativangeboten unterbieten. Der so ermittelte Betrag soll die Kosten der Netzanbindung senken. Damit steigen jedoch die Risiken für die Investoren deutlich, was die Realisierungswahrscheinlichkeit der Projekte schwächt. Nationale Akteure wie kommunale Unternehmen  werden aufgrund ihrer Governance Anforderungen voraussichtlich nicht mehr partizipieren können, auch könnten Investoren auf ausländische  Märkte in Europa, Asien und USA ausweichen.
Unsere Pulsschlagprojekte
H2
Alpha Ventus

Im April nahm der erste Deutsche Offshore-Windpark den Betrieb auf. Lesen Sie hier, wie das Pionierprojekt von EWE, RWE und Vattenfall den Startschuss für den Aufbau der Offshore-Windenergie in der Deutschen Bucht gab.

H2
Riffgat

EWE hat mit Riffgat im Sommer 2013 den ersten kommerziellen Windpark in der deutschen Nordsee errichtet. Erfahren Sie hier mehr über den Bau und Betrieb.