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Versorgungssicherheit und Netzstabilität

Unser Ziel: Wir bauen und betreiben eine zukunftsfähige und effiziente Infrastruktur für die Menschen in der Region.

  • Über 80 % Strom aus Erneuerbaren Energien im Netz von EWE NETZ
  • 70 Mio. Euro 2015 in Breitbandausbau investiert

Als regionaler Infrastrukturdienstleister ist es unser Anspruch, unseren Kunden zuverlässige Leistungen zu bieten. Durch unsere geografische Lage kennen wir die besonderen Herausforderungen dezentraler Erzeugungsstrukturen und bei der Einbindung erneuerbarer Energien in die Netzinfrastruktur. Indem wir die Bereiche Energie, Telekommunikation und Informationstechnologie systematisch verknüpfen, schaffen wir eine wesentliche Grundlage für die intelligenten Energiesysteme der Zukunft.

Zentraler Maßstab für Versorgungssicherheit und Netzstabilität sind die Stromausfallzeiten in Minuten pro Kunde und Jahr infolge ungeplanter Unterbrechungen im deutschen Nieder- und Mittelspannungsnetz. 2015 betrug die durchschnittliche Ausfallzeit 15,3 Minuten. Mit 6,3 Minuten liegen die Stromausfallzeiten der EWE-Netze (EWE NETZ, wesernetz Bremen und wesernetz Bremerhaven) auch im Jahr 2015 deutlich unter dem Durchschnittswert. Unser Ziel bis 2020: die Stromausfallzeiten weiterhin unterhalb des bundesweiten Durchschnitts halten. 

Gewährleistung der Netzstabilität

Um mögliche Schwachstellen im Netz zu identifizieren, die zu Ausfallzeiten führen können, führt die Konzerntochter wesernetz Bremen vorsorglich Kabeldiagnosen durch. Bereits rund 25 Prozent der Kabel im Netz der wesernetz sind auf Auffälligkeiten untersucht worden. Durch die zunehmende Automatisierung des Betriebs können künftig immer mehr Störungen durch Schaltmaßnahmen direkt in der Netzleitstelle behoben werden.

Seit 2015 verfügt das gesamte EWE-Netzgebiet über ein strukturiertes Krisen- und Notfall-management. Mehrmals im Jahr finden Simulationsübungen statt. Dabei werden für den Störungsfall wichtige Kommunikationsmechanismen wie das Funktionieren der Meldekette getestet.

Netze intelligent machen

Bundesweit wird der höchste Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien in Niedersachsen erzeugt. In den Netzen von EWE NETZ liegt der Anteil an erneuerbaren Energien bereits bei 80 Prozent. Um die Erneuerbaren technisch wie wirtschaftlich immer besser zu integrieren, baut EWE sein Stromnetz schrittweise in ein intelligentes Netz um. Der Bau von mehr als 300 regelbaren Ortsnetztransformatoren im Jahr 2015 ermöglicht zum Beispiel eine automatische Spannungsregelung. Damit kann die vorhandene Netzinfrastruktur deutlich effizienter gesteuert werden.

Erfahren Sie mehr im Dossier Smart Grids bei EWE

5%-Ansatz: EWE-Konzept erfolgreich und anerkannt

Beim Zukunftsthema „Smart Grid“ bietet der sogenannte 5%-Ansatz eine Alternative zum physischen Ausbau der Stromnetze: Berechnungen haben ergeben, dass doppelt so viel dezentrale Erzeugungsleistung an das Netz von EWE angeschlossen werden könnten, wenn es dem Netzbetreiber gestattet ist, bis zu fünf Prozent der jährlichen Stromproduktion aus diesen Anlagen zu drosseln. So können Engpässe im Netz vermieden werden.

EWE NETZ hatte den 5%-Ansatz 2014/15 in einem Praxistest im Raum Jever/Wittmund erprobt und dazu elf Erzeugungsanlagen und alle Ortsnetzstationen mit Fernwirktechnik zur hochauflösenden Messung und Steuerung ausgerüstet. Der Gesetzgeber hat die Wirksamkeit des Oldenburger Konzepts anerkannt und als 3%- Spitzenkappung für Windenergie- und PV-Anlagen ins Energiewirtschaftsgesetz eingebracht.

Interview: Das bedeutet, das leistet der 5% Ansatz 

Schnelles Internet: Fortgesetzter Breitbandausbau

EWE ist ein wesentlicher Treiber des Breitbandausbaus im Nordwesten Deutschlands: In über 440 Orten sorgen wir dafür, dass möglichst viele Menschen, Unternehmen und Institutionen Zugang zum schnellen Internet erhalten.

Seit 2013 wurden über 5.800 Kabelverzweiger mit Glasfaser erschlossen; mehr als die Hälfte sind durch die Zusatztechnologie Vectoring mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s ausgestattet. Die Erweiterung des Breitbandnetzes wird zu einem erheblichen Teil durch Eigeninvestitionen finanziert. Darüber hinaus werden europäische Fördermittel genutzt, regionale Partnerschaften geschlossen und die Kooperation mit Kommunen und Gemeinden ausgebaut. 2015 haben wir rund 70 Mio. Euro in den Breitbandausbau investiert. Das entspricht einer Steigerung von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Versorgungssicherheit durch Erdgasinfrastruktur

Erdgasspeicher tragen zur Versorgungssicherheit bei, indem sie zum Beispiel bei Lieferausfällen den Bedarf an Erdgas decken. EWE gehört mit einem Portfolio von 38 Kavernen zu den  großen Speicherbetreibern im europäischen Erdgasmarkt. Das in den EWE-Speichern eingelagerte nutzbare Erdgas reicht aus, um eine Millionenstadt ein Jahr lang mit Erdgas zu versorgen. Das Erdgas wird in unterirdischen Hohlräumen gelagert, die nach strengen Umweltschutz- und Sicherheitskriterien in natürlichen Salzstöcken angelegt sind.

Überblick: Unsere Netze

  • 92.800 Kilometer umfasst unser Stromnetz in den Regionen Ems-Weser-Elbe und Bremen.
  • Über unser 70.700 Kilometer langes Gasnetz versorgen wir Kunden in unseren deutschen Regionen, in den türkischen Städten Bursa und Kayseri sowie in Teilen Süd- und Westpolens.
  • Mit insgesamt 38.000 Kilometern ist unser Telekommunikationsnetz eines der größten und leistungsfähigsten Netze Deutschlands. Es besteht aus 15.200 Kilometern Kupfer- und 22.800 Kilometern Glasfaserkabel.

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