Navigation

Lieferkette

Unser Ziel: Wir führen konkrete Nachhaltigkeitsanforderungen für unsere Lieferanten ein, um über die Unternehmensgrenzen hinaus nachhaltig zu handeln.

  • 74 % der strategischen Lieferanten für Material und Dienstleistungen haben Kodex anerkannt
  • 1,05 Mrd. Euro Ausgaben für Material und Dienstleistungen
  • 51,5 % davon an regionale Lieferanten

Indem wir unsere Lieferanten und Dienstleister in unser Nachhaltigkeitsmanagement einbeziehen, wollen wir ganzheitlich Verantwortung für unsere Aktivitäten übernehmen, Transparenz schaffen und unsere Reputation schützen.

Im Jahr 2015 haben wir konkrete Nachhaltigkeitsanforderungen in unserer Lieferkette eingeführt. Diese sind in unserem Lieferantenkodex festgeschrieben, der bereits von 74 Prozent unserer strategischen Lieferanten der Warengruppen Material und Dienstleistungen – langjährige Partner mit einer hohen Relevanz für EWE – anerkannt wurde. Bis 2020 sollen es 95 Prozent sein. 

Überblick: Unsere Lieferkette

Unsere Lieferkette umfasst den Einkauf von Material und Dienstleistungen sowie von Energierohstoffen wie Kohle und Gas. Wir unterhalten auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene Lieferbeziehungen zu rund 10.000 Unternehmen aus vielen verschiedenen Branchen, darunter Anlagen- und Maschinenbau, Metallindustrie, Elektrotechnik, Marketing, Beratung und Informationstechnologie.

Im Jahr 2015 umfassten unsere Ausgaben für Material und Dienstleistungen ca. 1,05 Milliarden Euro. Davon ging rund die Hälfte – 51,5 Prozent – an Firmen aus den Regionen, in denen wir tätig sind (2014: rund 43 Prozent). Das entspricht 542,2 Millionen Euro und einer Steigerung zum Vorjahr um gut 8 Prozent.

Beschaffung von Energierohstoffen

Bei der Beschaffung von Erdgas pflegen wir lang-, mittel- und kurzfristige Bezugsverträge, um moderate Preise zu erzielen und die Versorgung zu sichern. Wir erhalten den Rohstoff von verschiedenen nationalen und internationalen Vorlieferanten.

Für unsere deutschen Regionen beziehen wir zwei Drittel des Erdgases von Vorlieferanten in Deutschland; ein Drittel importieren wir aus den Niederlanden. Schwankungen im Bedarf gleichen wir über unsere Gasspeicher und durch den Kurzfristhandel aus.

Ihren Bedarf an Steinkohle deckt unsere Unternehmenstochter swb zu zwei Dritteln mit Importen aus Russland und zu einem Drittel aus den USA. Der Einkauf basiert auf kurz- und mittelfristigen Bezugsverträgen.   

Die Rohstoffe Erdgas und Kohle gelangen oftmals nicht unmittelbar vom Produzenten in unseren Besitz, sondern über mehrere Zwischenhändler an internationalen Großhandelsmärkten. Deshalb sind die exakte Herkunft der Rohstoffe und damit einhergehend auch die Produktionsbedingungen für uns schwer nachvollziehbar. Das beschränkt unsere Möglichkeiten, beim Bezug von Energierohstoffen Nachhaltigkeitskriterien anzusetzen. 

Lieferantenkodex schreibt Grundsätze fest

Der Lieferantenkodex richtet sich an unsere strategischen Lieferanten für Material und Dienstleistungen. Die darin enthaltenen Grundsätze und Mindeststandards umfassen die drei Schwerpunkte Menschenrechte und Arbeitsbedingungen, Health, Safety and Environment sowie Geschäftsintegrität. Unter erstes fallen zum Beispiel eine faire Vergütung für alle Mitarbeiter in Einklang mit den geltenden Gesetzen, die Gleichbehandlung aller Beschäftigten oder der Schutz von Jugendlichen am Arbeitsplatz. Der Lieferantenkodex bildet die Grundlage für unsere Geschäfte, die wir mit neuen und Bestandslieferanten tätigen.

Lieferantenkodex (PDF)

Überprüfung von Geschäftspartnern 

Bevor wir Geschäftsbeziehungen eingehen, überprüfen wir unsere potenziellen Vertragspartner der Warengruppen Material und Dienstleistungen ab einem jährlichen Einkaufsvolumen von 50.000 Euro. Die Geschäftspartnerprüfung besteht aus zwei Stufen:

Mit dem „Quick Check“ nehmen wir eine Einschätzung  zu Korruptionsprävention, Umwelt- und Sozialstandards vor. Sind potenzielle Risiken erkennbar, folgt im zweiten Schritt eine detaillierte Überprüfung. Hier werden u. a. konkrete Geschäftspraktiken mit Bezug zu unseren Nachhaltigkeitskriterien erfragt. Lassen die Ergebnisse auf Risiken schließen, suchen wir das Gespräch mit den betroffenen Unternehmen – mit dem Vorbehalt, sie von Kooperationen künftig auszuschließen.

Bitte bewerten Sie diesen Artikel 15 Bewertungen

Wie hilfreich ist der Artikel?
Wie wichtig ist das Thema?