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10.06.2020

EWE begrüßt Nationale Wasserstoffstrategie

Mit der Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie heute im Bundeskabinett erhält das Thema Wasserstoff eine zentrale Bedeutung für die Energiewende. Wasserstoff ist auch zentral für die Wachstumsstrategie von EWE.

EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler Sebastian Vollmert
Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG

Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, begrüßt den Kurs der Bundesregierung in Sachen Wasserstoff:

„Wir begrüßen es sehr, dass die Bundesregierung nunmehr mit der Nationalen Wasserstoffstrategie dem Energieträger Wasserstoff eine wesentliche Rolle für das Gelingen der Energiewende zukommen lässt. Grüner Wasserstoff ist unverzichtbar, um angestrebte Dekarbonisierungsziele zu erreichen und gleichzeitig vielfältig anwendbar als Energieträger, Speichermedium und Grundstoff für die Industrie.

Auch die Bundesregierung stellt zu Recht fest, dass nur Wasserstoff, der auf Basis erneuerbarer Energien hergestellt wird, auf Dauer nachhaltig ist. Positiv zu bewerten ist, dass die Bundesregierung anstrebt, die Herstellung von grünem Wasserstoff von der EEG-Umlage zu befreien. Das reicht aber nicht. Wasserstoff muss von weiteren staatlich induzierten Preisbestandteilen befreit werden, um ihn als Energieträger weiter zu entwickeln und wettbewerbsfähig zu machen.

Die in der Strategie genannten Elektrolyseur-Kapazitäten von insgesamt zehn Gigawatt bis spätestens zum Jahr 2040 sind ein Schritt in die richtige Richtung.

Es ist eine zentrale Herausforderung, unseren Energiebedarf in Deutschland langfristig klimaneutral decken zu können. Dafür spielt grüner Wasserstoff zukünftig eine wichtige Rolle. Mehr noch: Grüner Wasserstoff ist alternativlos.

Der Nordwesten hat dabei das Potenzial, die deutsche Drehscheibe der Wasserstoffwirtschaft zu werden, denn er hat die nötige Windenergie, um Wasserstoff zu produzieren, Häfen, um Wasserstoff per Schiff zu importieren und große Kavernen in unterirdischen Salzstöcken, um ihn zu speichern. Deshalb muss der Nordwesten bei der weiteren Entwicklung auch in den entsprechenden Gremien auf nationaler Ebene vertreten sein, weil er einen starken Beitrag leisten kann.

Die Energiewende ist derzeit vor allem eine Stromwende, der Nordwesten ist hierbei führend. Die Nationale Wasserstoffstrategie ist der unerlässliche Schritt, um die Energiewende in die nächste Phase zu überführen. Im Gegensatz zu Strom hat Wasserstoff als molekularer Energieträger den großen Vorteil, dass er unabhängig vom Ort und Zeitpunkt seiner Erzeugung in allen Sektoren – Industrie, Verkehr, Wärme und Strom – einsetzbar ist.

EWE und Partner setzen mit dem Projekt Hyways for Future genau hier an und etablieren mit rund 90 Millionen Euro einen zentralen Baustein für einen Wasserstoff-Heimatmarkt.“