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30.01.2020

Stefan Dohler: „Haben einen Kraftakt vor uns“

Mit einem klaren Impuls für Investitionen in Klimawende und innovative grüne Technologien sowie Kooperationen bei großen Infrastrukturvorhaben eröffnete EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler am Dienstagabend den EWE-Neujahrsempfang in Berlin.

Stefan Dohler spricht auf Neujahrsempfang in Berlin

Dohler machte in seiner Rede vor Politikern, Wirtschaftsvertretern und Journalisten deutlich, dass EWE „voll und ganz hinter der Klimawende steht, auch wenn der Weg teilweise steinig ist“. Daher begrüße EWE auch, dass die Europäische Kommission mit dem „Green Deal“ wichtige Zeichen für einen konsequenten Klimaschutz setze und diesen als absolutes Top-Thema betrachte. Mit Blick auf zunehmend restriktivere politische und regulatorische Rahmenbedingungen regte Dohler an, für einen begrenzten Zeitraum größere Gestaltungsfreiheiten zuzulassen: „Der vor uns liegende Kraftakt für den Klimaschutz ist vergleichbar mit dem Aufbau Ost nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Damals galten für eine gewisse Zeit besondere Regeln, um schneller Fortschritte zu machen – aus meiner Sicht kann das auch jetzt ein erfolgreicher Weg sein.“  

In Bewegungen wie „Fridays for Future“ organisierte Vertreter der jüngeren Generationen hätten jedes Recht, auf Versäumnisse und drängende Probleme hinzuweisen, sagte Dohler. Sie hätten dabei auch das Privileg der Jugend, keine Lösungen liefern zu müssen. „Unsere Aufgabe ist es hingegen, nachhaltige Ansätze und grüne Technologien voranzubringen und dafür zu sorgen, dass die Versorgung der Menschen mit Energie, Mobilität und Kommunikation weiter funktioniert. Bei uns zählt dabei nur das Erreichte, bei anderen reicht das Erzählte.“

Dohler begrüßte in den Räumen des Berliner EWE-Büros auch Vertreter des neuen Co-Investors Ardian. Gemeinsam wolle man das Wachstum von EWE beschleunigen und vor allem in Erneuerbare Energien, Telekommunikation und Netze investieren. Ziel sei es, EWE in den kommenden Jahren weiter zum innovativen Dienstleister zu entwickeln. „Wir wollen mit integrierten Produkten und Services und aus einer Position der regionalen Stärke heraus unsere Kunden überzeugen und positive Standards setzen. Infrastrukturen sind dabei ein zentrales Feld, und wir wollen unsere Rolle im Nordwesten weiter stärken und ausbauen. EWE als der Motor zukunftsfähiger Netze – das ist unser Selbstverständnis und Leitbild“, machte Dohler deutlich.  

Anschließend gab er Einblicke in die schwierige Situation beim Ausbau der Windenergie an Land, erläuterte das Wasserstoff-Projekt „Hyways for Future“ und skizzierte die Kooperation mit der Deutschen Telekom beim Ausbau von Glasfasernetzen.