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17.10.2019

Frauen in der digitalen Welt - EWE Stiftung sucht Nachwuchswissenschaftlerinnen

Der Helene-Lange-Preis der EWE STIFTUNG ist wieder da: Die Bewerbungsfrist für Nachwuchswissenschaftlerinnen hat begonnen. EWE-Vorständin Marion Rövekamp dazu im Kurzinterview.

Helene-Langen-Preis Logo

Der Helene-Lange-Preis der EWE STIFTUNG ist zurück: Die Bewerbungsfrist für junge Nachwuchswissenschaftlerinnen hat begonnen. Die Neuauflage der Auszeichnung ergänzt der Untertitel „Frauen in der digitalen Welt“ und möchte entsprechend ab kommendem Jahr junge (Nachwuchs-) Wissenschaftlerinnen auszeichnen, die sich um die Digitalisierungsforschung verdient gemacht haben. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Bewerben kann man sich ab sofort bis zum 15. Dezember 2019. Geehrt wird die erste, neue Preisträgerin am 2. April 2020 im Edith-Ruß-Haus für Medienkunst der Stadt Oldenburg.

EWE-Vorständin Marion Röwekamp

Marion Rövekamp, Vorstandsvorsitzende der EWE STIFTUNG hat die Neuauflage des Preises initiiert und erklärt im Kurzinterview, wieso sich die Stiftungsgremien für die Rückkehr des neu gestalteten Wissenschaftspreises stark gemacht haben.

Die Auszeichnung für talentierte Nachwuchswissenschaftlerinnen wurde behutsam weiterentwickelt. Warum ein alter Preis mit neuem Gesicht?

In einer gemeinsamen  Sitzung von Vorstand und Stiftungsrat haben wir die künftige Ausgestaltung eigener Veranstaltungen diskutiert. Im Gespräch war schnell der Helene-Lange-Preis wieder präsent. Mit Blick auf die aktuellen unternehmerischen und gesellschaftlichen Herausforderungen wurde er inhaltlich entsprechend modifiziert, ohne allerdings seinen Wesenskern einzubüßen.

Unsere Leitfrage war: Womit hätte sich Helene Lange in der gegenwärtigen Gesellschaft als eine fortschrittliche und moderne Frau beschäftigt?

Bis heute sind Frauen in Führungspositionen in Wissenschaft und Wirtschaft deutlich unterrepräsentiert. Die Digitalisierung bietet hier neue Chancen und genau hier setzen wir mit dem Preis an. Denn wir wollen junge Wissenschaftlerinnen aus Niedersachsen und Bremen auszeichnen, die sich um die angewandte Digitalisierungsforschung in den Bereichen Energie, Mobilität, Gesellschaft und Arbeit in besonderer Weise verdient gemacht haben – bevorzugt im interdisziplinären Ansatz.

Helene Lange als eine Vorreiterin für Frauen- und Mädchenbildung aus Oldenburg ist hier eine ideale Namensgeberin, weil sie Tradition und Zukunftsvision vortrefflich auf sich vereint. Das bringt auch das neue Keyvisual auf den Punkt – es gefällt mir besonders gut.

Wie war die Resonanz auf die Idee, den Preis wieder zu vergeben?

Die schnelle Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft, dessen Minister Björn Thümler die Schirmherrschaft für die Auszeichnung übernimmt, zeigt mir, dass wir mit diesem Ansatz nicht alleine dastehen. Das Engagement der EWE STIFTUNG wurde in Hannover sehr positiv aufgenommen.

Mit dem OFFIS - Institut für Informatik und An-Institut der Carl-von-Ossietzky-Universität sowie der Stadt Oldenburg haben wir zwei Kooperationspartner, die wichtige Multiplikatoren in der Region sind.

Und nicht zuletzt freut es mich, dass es uns gelungen ist, eine Jury zusammenzustellen, in der sieben Frauen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung vertreten sind.

Was wünschen Sie sich für die Neuauflage?

Mir ist wichtig, dass wir mit der Preisvergabe ein wichtiges Signal nach außen senden und deutlich zeigen, dass die EWE Stiftung hier aktiv etwas für Nachwuchswissenschaftlerinnen tut: Zwei Drittel des Preisgeldes sind im Sinne weiterführender Forschungen zu verwenden oder können für Maßnahmen ausgegeben werden, die die weitere Qualifizierung der Preisträgerin unterstützen.

Und nicht zuletzt fände ich es natürlich grandios, wenn wir im Frühjahr eine Preisträgerin hätten, die mit ihrem Gestaltungswillen und ihrer Innovationskraft den Nordwesten prägt.

Hintergrund

Namensgeberin des Preises ist die in Oldenburg geborene Helene Lange (1848-1930). Sie gehörte zu den wichtigsten Wegbereiterinnen der Mädchen- und Frauenbildung in Deutschland.
Weitere Informationen zur Preisträgerin und zum Helene-Lange-Preis gibt es unter www.helene-lange-preis.de