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daniyal ghanavati
29.05.2019

„Vielfalt braucht Mut“ - Diversity-Tag bei EWE

Am 28. Mai 2019 fand der 6. Oldenburger Diversity-Tag bei EWE in der Alten Fleiwa statt. Die Teilnehmer zeigten viel von dem Mut, der das Motto der diesjährigen Veranstaltung war.

Gruppenbild Unterzeichner der Charta der Vielfalt auf dem 6. Oldenburger Diversity-Tag am 25. Mai 2019David Hecker Klares Bekenntnis zur Charta der Vielfalt

„Vielfalt braucht Mut“, sagte Moderator Kai Bölle, Organisator des Oldenburger CSD und Moderator der ersten EWE-VielfaltsWerkstatt, in seiner Begrüßung. Rund 150 Teilnehmer, waren der Einladung der Stadt Oldenburg in die Alte Fleiwa gefolgt. „Oldenburg hat bereits einiges an Mut bewiesen, da allein hier 73 der 300 niedersächsischen Unternehmen und Vereine ansässig sind, die die Charta der Vielfalt bislang unterzeichnet haben“, so Bölle. Acht dieser Oldenburger Unternehmen kamen erst am gestrigen Abend hinzu – darunter WAYDO und Gebäudesicherheit Nord aus dem EWE-Konzern.

Positive und negative Überraschungen
Bürgermeister Jürgen Krogmann freute sich über die hohe Beteiligung in seiner Stadt und bedankte sich bei EWE für die Gastfreundschaft. Die EWE-Vorstände Stefan Dohler und Marion Rövekamp schilderten in einem Dialog, warum es Mut braucht, Vielfalt in Unternehmen mehr zu betonen. „Während meiner Zeit in Skandinavien habe ich erlebt, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie dort bereits deutlich selbstverständlicher gelebt wird als beispielsweise in Deutschland“, sagte Stefan Dohler. Marion Rövekamp ging auf den internen Unternehmensdialog zum Thema Vielfalt ein: „Da die Meinungen zu Diversity genauso vielfältig sind, wie das Thema selbst, erleben wir beim Austausch dazu die ein oder andere positive, aber auch negative, Überraschung“, erzählte sie.

Im Rahmen eines moderierten interaktiven Formats, waren – in Anlehnung an das virale Youtube-Video „All that we share“ – alle Anwesenden aufgefordert, in die Mitte des Raumes zu treten, wenn ein vorgelesenes Statement auf sie zutraf. Hier ging es darum, vor allem auch Vielfalt, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist, sichtbar zu machen. Die Aussagen reichten von „Ich habe Schule, Lehre oder Studium abgebrochen“, über „Ich bezeichne mich nicht als heterosexuell“ hin zu „Ich habe in meiner Jugend andere gemobbt“. Die Anwesenden bewiesen beim Mitmachen teilweise sehr großen Mut – eine Teilnehmerin trat einmal sogar ganz allein in die Mitte des Forums der Alten Fleiwa.

14 EWE-Gesellschaften haben Charta unterschrieben
An der anschließenden Unterzeichnung der Charta der Vielfalt nahmen neben sechs Oldenburger Unternehmen auch die EWE-Gesellschaften WAYDO und Gebäudesicherheit Nord (GSN) teil. „Vielfalt ist uns bei GSN eine Herzensangelegenheit“, sagte Jürgen Groen, Geschäftsführer von GSN. „Auch wenn wir wissen, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben bis Vielfalt und Diversität eine Selbstverständlichkeit geworden sind, arbeiten wir an diesem Ziel“, fügte er hinzu. Bunte Post-it-Notes als Symbol für Vielfalt wählte Neele Harmjanßen, die die Charta für WAYDO unterzeichnete: „Wir wünschen uns WAYDO so bunt und kreativ, wie die vielen verschiedenen Post-it-Notes, die wir beim agilen Arbeiten verwenden“, sagte sie. Vielfalt im Unternehmen sei der Schlüssel, um Kundenwünsche besser zu erkennen und in erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen zu übersetzen. Mit WAYDO und GSN haben mittlerweile 14 EWE-Gesellschaften die Charta der Vielfalt unterzeichnet.