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Die EWE Stiftung und die Universität Oldenburg zeichnen Rheinland-Pfälzer als „MINT-Lehrer des Jahres“ mit dem Klaus-von-Klitzing-Preis aus.

Preis

Marion Rövekamp (Vorstandsvorsitzende EWE Stiftung), Prof. Dr. Klaus von Klitzing (Namensgeber des Preises und Nobelpreisträger), Dr. Marc Bauch (Preisträger 2018) und Prof. Dr. Meinhard Simon, Vizepräsident für Forschung und Transfer an Universität Oldenburg (v.l.).

Große Freude am Gymnasium Hermeskeil: Dr. Marc Alexander Bauch, Oberstudienrat für Mathematik und Informatik, erhält den Klaus-von-Klitzing-Preis 2018. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung, die die EWE Stiftung in Kooperation mit der Universität Oldenburg seit vierzehn Jahren vergibt, würdigt herausragendes Engagement in den MINT-Fächern – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Namensgeber und Physiknobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing übergab den Preis im Rahmen einer Feierstunde in der Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg. „Oberstudienrat Dr. Marc Alexander Bauch hat die Jury sowohl durch seine herausragende fachliche Qualifikation als auch durch seinen Teamgeist und seine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft auch außerhalb des regulären Unterrichts überzeugt“, begründet von Klitzing die Juryentscheidung.

Dr. Marc Alexander Bauch (45) setzte sich gegen 28 Bewerberinnen und Bewerber aus ganz Deutschland durch. Er wurde bereits mehrfach mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Der Jury gehören neben von Klitzing Vertreter der Universität Oldenburg, der EWE Stiftung sowie der Schulleiter der Graf-Anton-Günther-Schule, Wolfgang Schoedel, an, die auch gastgebende Schule für die Feierstunde ist. Besondere Bereicherung erfuhr die Jury zum zweiten Mal durch eine Schülerjurorin, in diesem Jahr Johanna Holberg.
„Oberstudienrat Bauch gelingt es auf beeindruckende Weise, Schülerinnen und Schüler jeden Alters – nämlich der Jahrgangsstufen 5 bis 13 – für die Themen Informatik und Mathematik zu begeistern. Dabei ist sein Einsatz ebenso bemerkenswert wie seine vielfach ausgezeichneten pädagogischen Fähigkeiten. Er wirkt über Schulgrenzen hinweg und ist in seiner Region bestens vernetzt. So gelingt es ihm, Wissenschaft und Forschung in den Alltag der Kinder und Jugendlichen zu tragen. Das freut uns als Universität, die sich dem forschungsorientierten Lehren und Lernen verschrieben hat, ganz besonders“, erklärt Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, Präsident der Universität Oldenburg.

Marion Rövekamp, Vorstandsvorsitzende der EWE Stiftung, betont, dass es mit dem Klitzing-Preis gelungen sei, nachdrücklich auf die Bedeutung von Lehrerpersönlichkeiten für die Bildungs- und Berufsbiografien von Kindern hinzuweisen: „Die Auszeichnung unterstreicht den Stellenwert von MINT-Disziplinen für unser Bildungs-, Wirtschafts- und Wissenschaftssystem. Mit einem Informatiklehrer wird in diesem Jahr zudem besonders der digitalen Bildung Rechnung getragen, die für eine zukunftsfähige Gesellschaft unverzichtbar geworden ist. Mit zwei Dritteln des Preisgeldes in Höhe von insgesamt 15.000 EURO, das die EWE Stiftung seit 2005 zur Verfügung stellt, wird außerdem jährlich ein schulisches Projekt gefördert. Damit engagiert sich die EWE Stiftung nachhaltig und zielgerichtet für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht und zeichnet Lehrpersönlichkeiten aus, die nicht nur fachliche, sondern auch menschliche Vorbilder sind. Diese Komponente ist mir persönlich besonders wichtig“, so Rövekamp.

Preis

Nobelpreiswürdig: Die Von-Klitzing-Konstante ist das Symbol des Förderpreises. Sie ist eine physikalische Konstante der Dimension Widerstand.
Als universelle Bezugsgröße für elektrische Widerstände beeinflusste sie wesentlich die moderne Halbleiterentwicklung und die Präzisionsmesstechnik.

Namensgeber und Physiknobelpreisträger

Klaus von Klitzing, der die ersten Jahre seiner Schulzeit in Oldenburg verbrachte, ist unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und Mitglied des Internationalen Solvay Instituts. Darüber hinaus ist er Jury-Mitglied des Wittgenstein-Preises, den die Österreichische Forschungsgemeinschaft vergibt. 1980 entdeckte er einen neuen Quanteneffekt und erhielt dafür 1985 den Nobelpreis für Physik. 2006 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Oldenburg. Dem heute 75-jährige Forscher ist es wichtig, außergewöhnliches pädagogisches Engagement zu fördern und zu zeigen, wie Lehrer ihre Schüler begeistern können. Er habe in jungen Jahren die Erfahrung gemacht, dass engagierte Pädagogen entscheidende Wegbereiter seien. „Wenn der Funke überspringt, können wir früh Forschergeist wecken und so Schülerinnen und Schüler für MINT-Fächer begeistern“, so der Physiker. Auch im vierzehnten Jahr überreichte er deshalb die Auszeichnung persönlich.