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Wertziele


Wertorientierte Steuerung

Die EWE AG als Muttergesellschaft hat zur Messung und Steuerung der Unternehmensleistung Wertziele definiert, die eine langfristige Sicherung des Unternehmenserfolgs gewährleisten sollen. Integrale Bestandteile sind die langfristige Wertschaffung, die Sicherstellung einer angemessenen Finanzierung und die Stabilisierung des externen Ratings. Die Wertziele des EWE-Konzerns werden durch entsprechende Kennzahlen abgebildet.

Von zentraler Bedeutung für die Konzernsteuerung ist die Kennzahl ROCE (Return on Capital Employed) als Rendite des operativen Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Operatives EBIT) auf das eingesetzte Kapital (Capital Employed).

Die Ergebnisgröße Operatives EBIT stellt hierbei das EBIT, angepasst um nicht steuerungsrelevante Sondereffekte, dar, wie Bewertungseffekte aus derivativen Finanzinstrumenten, außerordentlichen Wertminderungen auf Sachanlagevermögen, Wertminderungen auf at-equity bilanzierte Vermögenswerte und sonstige Beteiligungen sowie Effekte aus dem Abgang von Beteiligungen. Aufgrund der anlageintensiven Geschäftstätigkeit des EWE-Konzerns ist das investierte Kapital überwiegend im Sachanlagevermögen gebunden. Um die Wertermittlung und langfristige Wertentwicklung unabhängig von den jeweiligen Abschreibungsdauern und Schwankungen aus Investitionszyklen darzustellen, wird für die Berechnung der Kapitalbasis das Anlagevermögen mit bestimmter Nutzungsdauer mit der Hälfte der durchschnittlichen historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und das Anlagevermögen mit unbestimmter Nutzungsdauer – unter anderem Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Finanzanlagen – mit dem durchschnittlichen Buchwert berücksichtigt.

Als weitere wesentliche Kennzahlen im Rahmen der Konzernsteuerung wird der Verschuldungsgrad als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Operativen EBITDA zur Darstellung der Kapitaldienstfähigkeit des EWE-Konzerns herangezogen.

Darüber hinaus soll die finanzielle Stabilität durch eine angemessene Eigenkapitalquote unterstützt werden. Auf Ebene der operativen Segmente wird die Orientierung am ROCE und Operativen EBIT durch spezifische Kennzahlen ergänzt, wie den Rohertrag, Deckungsbeiträge, Free Cash Flow und Absatzmengen. Darüber hinaus bilden insbesondere die Investitionen und deren Verteilung auf die einzelnen Segmente einen weiteren Fokus innerhalb des Konzernberichtswesens. Zudem wird das interne und externe Konzernberichtswesen laufend an die operativen Anforderungen zur Steuerung des EWE-Konzerns und an die aktuellen gesetzlichen Anforderungen angepasst.