Der E3: EWE und Karmann stellen Elektroauto vor
EWE-Chef Brinker: „Bei dem Fahrzeug ist der Name Programm“
Ministerpräsident Wulff: „Kooperation bringt Elektromobilität in Deutschland voran“
Oldenburg/Osnabrück/Hannover, 21. April 2009. Sportlich, innovativ und umweltfreundlich – so lässt sich das von der EWE AG gemeinsam mit dem Osnabrücker Fahrzeugentwickler Karmann entwickelte Elektroauto treffend beschreiben. Auf der Hannover Messe stellten heute Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, und Peter Harbig, Sprecher der Geschäftsführung der Wilhelm Karmann GmbH, im Beisein von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff das neue Elektroauto – den E3 – in Form eines Modells vor.
Sportlimousine mit großzügigem Innenraum
„Bei dem Auto ist der Name Programm. Denn der E3 verkörpert unsere Vision einer nachhaltigen Energieversorgung durch Energieeffizienz, Energieeinsparung und erneuerbare Energien", sagte Brinker. EWE hat zusammen mit Karmann die Anforderungen an den E3 definiert und so ein Fahrzeug geschaffen, das mit seinem futurischen Aussehen auffällt und sofort als Elektroauto erkennbar ist. Das viertürige Modell vereint dabei die Dynamik einer Sportlimousine mit einem großzügigen und variablen Innenraum. Mit einer Reichweite von rund 150 Kilometern und einer Spitzengeschwindigkeit von etwa 140 Stundenkilometern soll der E3 künftig vor allem Pendler ansprechen. Im Oktober 2009 soll der erste von voraussichtlich vier bis sechs Prototypen im Nordwesten auf Testfahrt gehen. Als Konsortialführer steuert EWE das Gesamtprojekt und finanziert als Einmalinvestition die Entwicklung der Konzeptfahrzeuge, während Karmann die Prototypen entwickelt und baut.
Das Elektroauto als mobiler Stromspeicher
„Wir haben uns schon sehr frühzeitig mit dem Thema Elektromobilität befasst, weil die Fahrzeugentwicklung bei Karmann immer schon den Integrations-gedanken in den Vordergrund geschoben hat. Aus unserer Sicht reicht es nicht aus, ein alternatives Antriebssystem in eine Karosserie zu stecken, die für einen Verbrennungsmotor ausgelegt wurde. Beides muss zueinander passen, das Antriebssystem und die Karosserie", erklärt Peter Harbig. Dass für EWE nicht nur das Auto, sondern vor allem auch die Entwicklung mobiler Stromspeicher im Fokus steht, machte EWE-Chef Brinker deutlich: „Der Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien spielt eine zentrale Rolle wenn es darum geht, die Herausforderungen der zukünftigen Energieversorgung zu lösen. Und in dieser Schlüsselfrage erhoffen wir uns durch dieses Projekt wichtige Aufschlüsse."
Wegweisendes Projekt unter Strom: Wulff lobt Engagement
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff stellte während der Pressekonferenz auf dem EWE-Messestand die Bedeutung der Kooperation heraus: „Die Zukunft gehört den Elektroautos. Allerdings genügt es nicht, mit diesen Fahrzeugen weitere Energieverbraucher zu schaffen. Vielmehr muss es das Ziel sein, diese Autos intelligent in das Stromnetz zu integrieren, so dass sie beispielsweise als mobile Stromspeicher genutzt werden können. Das von EWE und Karmann initiierte Projekt ist daher wegweisend und bringt die Elektromobilität in Deutschland entscheidend voran."
Elektrofahrzeuge als Bestandteil der Energieversorgung der Zukunft
Bereits Ende Januar hatten die beiden niedersächsischen Unternehmen bekannt gegeben, dass sie künftig im Bereich Elektromobilität zusammen arbeiten wollen. Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere darauf, zu untersuchen, wie Elektrofahrzeugen künftig in das Strom- und Telekommunikationsnetz von EWE eingebunden werden können und wie intelligente Steuerungssysteme effizient für ein Batterie- und Netzmanagement genutzt werden können.
Für die Erforschung des Batteriemanagements und der Informationstechnologie zum Datenaustausch mit der Ladestation haben die Projektpartner beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eine Förderung beantragt.
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