Ursula von der Leyen verleiht 5. Oldenburger Feder
Medienpreis der EWE AG geht an sieben Journalistinnen
Oldenburg, 20. Februar 2009. Zum fünften Mal hat der Oldenburger Energiedienstleister EWE den mit insgesamt 19.000 Euro dotierten Medienpreis „Oldenburger Feder" verliehen. Sieben Journalistinnen nahmen am Donnerstag die Auszeichnung in der Oldenburger EWE-Arena entgegen.
Dort begrüßte der EWE-Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Brinker zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft – unter ihnen Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen (CDU). Sie überreichte zusammen mit zwei Kindern der EWE-eigenen Kindertagesstätte die Trophäen. Tagesschau-Redakteurin Dr. Susanne Holst moderierte die Veranstaltung.
EWE hatte Journalisten bundesweit dazu aufgefordert, das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf" zu beleuchten. „Wir haben ein Thema gewählt, das uns ganz einfach am Herzen liegt", so Brinker. EWE habe sich damit schon vor geraumer Zeit beschäftigt und sein Engagement diesbezüglich konsequent weiterentwickelt. Das Unternehmen betreibt seit August vergangenen Jahres eine eigene Kindertagesstätte und wurde von der Stadt Oldenburg 2008 als familienfreundlichstes Unternehmen ausgezeichnet.
„Die zahlreichen guten Beiträge zeigen: Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat in Deutschland Konjunktur", betonte die Bundesfamilienministerin in ihrer Begrüßungsrede. Mit den vielen familienfreundlichen Angeboten für die Beschäftigten und dem Engagement für das Thema insgesamt sei EWE ein Vorreiter. „Aber nicht nur in den Betrieben ist das Thema Vereinbarkeit angekommen", so Ursula von der Leyen. „Auch immer mehr Journalisten entdecken das Thema: Sei es der Vater, der die Partnermonate des Elterngeldes in Anspruch nimmt oder die Mutter, die beides will – Kind und Karriere. Dass wir diese Storys heute überall in der Zeitung lesen, ganz vorne in der Politik, im Feuilleton und auch immer häufiger im Wirtschaftsteil, ist ein Erfolg."
Rund 60 Journalisten namhafter Redaktionen stellten sich dem bundesweiten Wettbewerb. Dozenten der Berliner Schule für Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit, KLARA, haben die Arbeiten nach handwerklichen und inhaltlichen Gesichtspunkten beurteilt.
Der 1. Preis in der Kategorie Print ging an Jutta Hoffritz von DER ZEIT, für ihren Beitrag „Deutschland in der Mutterfalle", die darin das Festhalten an alten Rollenklischees kritisiert.
Den 2. Preis in dieser Kategorie nahm Julia Siepmann von der „Welt am Sonntag" entgegen für ihre Reportage „Papa muss es richten". Darin beschreibt sie den Spagat eines alleinerziehenden Vaters zwischen Beruf und Kindererziehung.
Der 3. Preis in der Kategorie Print ging an das Stern-Redaktionsteam Catrin Boldebuck und Doris Schneyink für ihre Titelgeschichte „Raus aus der Teilzeitfalle". Darin beschreiben sie die klassische Teilzeit als Karriere- und Rentenfalle.
Den Sonderpreis Hörfunk erhielt Doris Schleich vom Bayerischen Rundfunk für „Billige Betreuungskräfte? - Aus dem Alltag einer Tagesmutter". Der Beitrag stellt heraus, wie wichtig Tagesmütter in unserer Gesellschaft heute sind.
An Judith Gridl und Helga van Ooijen vom Bayerischen Fernsehen ging der Sonderpreis Fernsehen für ihre in der ARD gezeigte Dokumentation „Menschenskinder! Familienpolitik in Europa." Der Beitrag zieht einen Vergleich zwischen der familienpolitischen Situation hierzulande und ausgewählten europäischen Ländern.
Das ausgeschriebene Thema war auch Inhalt einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Dr. Susanne Holst. Teilnehmer der fünfköpfigen Gesprächsrunde waren neben EWE-Chef Dr. Werner Brinker und Preisträgerin Jutta Hoffritz die Oldenburger Soziologin Prof. Dr. Dr. Rosemarie Nave-Herz, Jelena Wahler – sie betreibt eine private Kindertagesstätte – und die Vorsitzende des Vereins Familiennetzwerk Deutschland, Dr. Dorothea Böhm.
Kurzfassung:
Oldenburger Feder für sieben Journalistinnen
Der Oldenburger Energiedienstleister EWE verleiht zum fünften Mal den Medienpreis „Oldenburger Feder". Sieben Journalistinnen nahmen die mit insgesamt 19.000 Euro dotierte Auszeichnung entgegen. EWE hatte bundesweit Journalisten dazu aufgefordert, das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf" zu beleuchten.
Die Preisträger in der Kategorie Print/Online sind Jutta Hoffritz (DIE ZEIT, 1. Preis), Julia Siepmann (Welt am Sonntag, 2. Preis) sowie Catrin Boldebuck und Doris Schneyink (Stern Redaktionsteam, 3. Preis). Den Sonderpreis Hörfunk erhielt Doris Schleich (Bayerischer Rundfunk). Der Sonderpreis Fernsehen ging an das Team Judith Gridl und Helga van Ooijen (Bayerisches Fernsehen).
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