EWE erhöht Strompreis nach mehr als zwei Jahren
Anstieg zum 1. Januar, Gründe: Netz, Erneuerbare Energien, Einkaufspreise
Oldenburg, 18.November 2009. Der Oldenburger Energiedienstleister EWE wird den Strompreis, nach zwei Jahren der Preisstabilität, zum 1. Januar 2010 anheben. Dadurch steigt der Preis in der Grundversorgung pro Kilowattstunde von brutto 20,47 Cent auf 23,09 Cent und der monatliche Grundpreis von 4,58 Euro auf 5,95 Euro. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt damit pro Monat 9 Euro beziehungsweise 14 Prozent mehr als bislang.
Für die Preiserhöhung gibt es drei Gründe, die sich in etwa zu gleichen Teilen auf die Erhöhung auswirken: den Anstieg der Netzentgelte, die deutlich höheren Kosten für erneuerbare Energien und gestiegene Einkaufspreise.
Die Kosten für die Netzentgelte bei Haushaltskunden sind 2009 um durchschnittlich 7,3 Prozent gestiegen. Diese Kosten hatte EWE bisher nicht an die Kunden weitergegeben. Laut Pressemitteilung der EWE NETZ GmbH werden die Netzentgelte für Haushaltskunden im Jahr 2010 um weitere 4 bis 6 Prozent steigen. Die Kosten der Netzentgelte werden durch die Bundesnetzagentur genehmigt.
Auch die Kosten für Strom aus erneuerbaren Energiequellen sind in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegen. Grundlage dafür ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
Der Staat fördert mit dem EEG Strom aus regenerativen Energiequellen. Für das Einspeisen von Strom zum Beispiel aus Wind- und Sonnenenergie erhalten die Erzeuger eine festgelegte Vergütung, die in der Regel höher ausfällt als der Preis für konventionell erzeugten Strom. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist notwendig, um die Klimaziele zu erreichen. Aber er hat auch seinen Preis", erläutert EWE-Vertriebsleiter Christian Haferkamp. „So werden rund 3 Euro der monatlichen Mehrkosten für unsere Kunden durch die Kostensteigerung für Strom aus erneuerbaren Energiequellen verursacht", so Haferkamp weiter.
Zudem sind gestiegene Einkaufskosten eine Ursache für die anstehende Strompreiserhöhung. „Strom, den wir heute an Privatkunden verkaufen, haben wir – wie viele andere Energieversorger auch – zum Teil weit im Voraus eingekauft", sagt Christian Haferkamp. „In dem Strom, den EWE ab 2010 an Privathaushalte verkauft, stecken auch Stromteilmengen, die EWE zu hohen Handelspreisen im Jahr 2008 eingekauft hat."
Innerhalb der EWE-Tarifangebote gibt es aber auch Möglichkeiten zum Sparen, etwa mit dem Produkt trio. Mit dem damit verbundenen Bezug von Erdgas, Strom und Telekommunikation lassen sich im Jahr bis zu 95 Euro einsparen. Darüber hinaus bietet EWE weitere interessante Produkte, mit denen sich die Energierechnung senken lässt.
Für die Ermittlung der Zählerstände ist eine gesonderte Ablesung nicht erforderlich, die Zählerstände können unter ewe.de zum 1. Januar 2010 übermittelt werden. Diese können Kunden selbstverständlich auch in den Servicepunkten mitteilen.