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EWE zieht positive Bilanz für erstes Halbjahr


Oldenburg, 28. August 2009. Der Oldenburger Energiekonzern EWE zieht trotz Wirtschaftskrise eine positive Bilanz für das erste Halbjahr 2009. Die konjunkturell bedingten Abstriche im Industriekundengeschäft konnten durch die gute sonstige operative Entwicklung im Energiegeschäft mehr als ausgeglichen werden. Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,6 Mrd. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs um 70 Prozent auf 391,8 Mio. Euro (229,8 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern hat sich auf 256,5 Mio. Euro (127,2 Mio. Euro) verdoppelt.

„Insbesondere das Gasgeschäft hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erholt“, erläutert Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG. Im Vorjahreszeitraum sei das Ergebnis stark belastet gewesen, weil die kräftigen Steigerungen bei den Bezugskosten für Erdgas wegen des verstärkten Wettbewerbs nicht in vollem Umfang an die Kunden weiter gegeben werden konnten. Neben diesen Preiseffekten brachten auch die erstmals vollständig in den Konzernabschluss einbezogenen türkischen EWE-Beteiligungen einen Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis. Beim Ausblick ist Brinker weiter optimistisch: „Auch ohne den geplanten swb-Erwerb wird der Umsatz 2009 aus heutiger Sicht höher als im Vorjahr liegen.“

Saisonale Effekte und Kosteneffizienz überlagern konjunkturelle Einbußen
Im Geschäftsbereich Energie verzeichnete EWE einen Umsatzzuwachs von 18 Prozent. Positiv wirkten sich die mengen- und preisbedingten Steigerungen der Erdgasumsätze aus. Eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kühlere Witterung sowie die erstmalige Berücksichtigung der Gasabsatzmengen der türkischen Konzerntöchter Bursagaz und Kayserigaz steigerten den Gasabsatz um 22 Prozent. Zudem trugen die aus dem Ölpreishoch im Jahr 2008 resultierenden Preismaßnahmen zur Umsatzverbesserung bei. Der Stromabsatz ging im gleichen Zeitraum um 8 Prozent zurück. Hauptgrund waren sinkende Stromlieferungen an Industriekunden infolge der Wirtschaftskrise. Das EBIT verbesserte sich im Geschäftsbereich Energie um rund 80 Prozent deutlich.

Der Geschäftsbereich Netz konnte das operative Ergebnis trotz geringerer Einnahmen im Stromnetzbereich um 21 Prozent auf 92,4 Mio. Euro verbessern. Die EWE NETZ GmbH hatte in den vergangenen Jahren umfangreiche Maßnahmen zur Kostenoptimierung eingeleitet.

Im Geschäftsbereich I+K erhöhte sich der Umsatz um 3 Prozent auf 295,2 Mio. Euro (285,6 Mio. Euro). Besonders der starke Preisverfall im Festnetzbereich ließ das EBIT bei gleichzeitig gestiegenen Personalkosten und erhöhten Organsationsentwicklungskosten auf 3,1 Mio. Euro einbrechen (20,1 Mio. Euro).

Der Geschäftsbereich Holding profitierte von höheren Ergebnisbeiträgen aus den Bereichen Energie und Netz sowie dem ebenfalls deutlich gestiegenen Beteiligungsergebnis der VNG. Während das VNG-Ergebnis im Vorjahr von negativen Preiseffekten im Zuge steigender Ölpreise belastet war, ist das aktuelle Halbjahresergebnis durch gegenläufige Preiseffekte positiv begünstigt. Das EBIT im Geschäftsbereich Holding stieg um 96 Prozent auf 370,8 Mio. Euro (189,3 Mio. Euro). 

Der EWE-Konzern investiert weiter in wichtige Zukunftsprojekte. Die Gesamtinvestitionen lagen im ersten Halbjahr mit 255,3 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Die Mittel flossen unter anderem in den Gasspeicherbau und die Offshore-Technologie. „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise dürfen Forschung und Entwicklung nicht vernachlässigt werden, denn hier liegt der Schlüssel für zukünftige Unternehmenserfolge“, sagt Brinker.

EWE-Kennzahlen 1. Halbjahr 2009



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