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Smart Grid wird Wirklichkeit

Erste Messeinheiten bei eTelligence in Betrieb

Bundeswirtschaftsministerium zeichnet Forschungsprojekt aus


Berlin, 9. Juni 2009. „Unser Smart Grid wird Wirklichkeit", freut sich Dr. Wolfram Krause, Leiter des Forschungsprojekts eTelligence. Bereits ein halbes Jahr nach dem Projektstart sind jetzt in der Modellregion Cuxhaven die ersten Messeinheiten im Verteilnetz installiert. Damit haben das norddeutsche Energieunternehmen EWE und seine Konsortialpartner einen ersten Schritt auf dem Weg zu einem nachhaltigen Energieversorgungssystem gemacht. Dr. Wolfram Krause: „Ab sofort können wir an verschiedenen Ortsnetzstationen in Cuxhaven in Echtzeit genaue Messdaten der einzelnen Stromflüsse und Spannungen ermitteln. Dadurch kommen wir unserem Ziel näher, Stromerzeugung aus dezentralen Quellen, zum Beispiel Solarstrom, intelligent in unser Verteilnetz zu integrieren." Ziel des vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des E-Energy-Programms geförderten eTelligence-Projekts ist es, Stromerzeuger, Verbraucher, Energiedienstleister und Netzbetreiber auf einem regionalen Marktplatz zusammenzuführen.

Dr. Peter Bretschneider vom Konsortialpartner Fraunhofer IITB/AST: „Der Einbau der Messsysteme in den Ortsnetzstationen ist Voraussetzung für die Schaffung intelligenter Verteilnetze, der sogenannten Smart Grids. Mit der intelligenten Verknüpfung aller dezentralen Quellen wollen wir eine optimale Netzbetriebsführung gewährleisten und damit gleichzeitig den Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützen." Das Ilmenauer Institut ist innerhalb des eTelligence-Projekts verantwortlich für den Bereich Intelligente Verteilnetze, welcher unter anderem die Erfassung und Modellierung des Verteilnetzes der Stadt Cuxhaven umfasst. Weitere Projektpartner sind das Informatik-Institut OFFIS, die BTC AG, die energy & meteo systems GmbH sowie das Öko-Institut e. V.

„GRID Surfer": Wichtige Ergänzung für eTelligence

EWE erhält für das Projekt „GRID Surfer" vom Bundeswirtschaftsministerium eine Förderung im Rahmen des Konjunkturpakets II. Damit ist EWE einer von fünf Gewinnern des Technologiewettbewerbs „Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) für Elektromobilität". Aufbauend auf eTelligence sollen mit dem Projekt „GRID Surfer" Elektrofahrzeuge, Speicher, Ladestationen, Mess- und Steuersysteme, IKT-basierte Speichermanagement-, Abrechnungs- und Vermarktungsprozesse sowie Tarif- und Geschäftsmodelle mit zugehörigen Schnittstellen entwickelt werden. Erprobt wird „GRID Surfer" in einem Feldversuch im ländlich geprägten Nordwesten Deutschlands. EWE hatte im April auf der Hannover Messe das erste Modell des mit dem Osnabrücker Fahrzeugentwickler Karmann geplanten Elektroautos vorgestellt.

Weitere Informationen zu eTelligence gibt es unter www.etelligence.de.



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