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Kartellamt prüft Einstieg von EnBW bei EWE länger

Entscheidung für März 2009 geplant / EWE zuversichtlich


Oldenburg, 22. Dezember 2008. Das Bundeskartellamt wird den geplanten Einstieg der EnBW Energie Baden-Württemberg AG bei der Oldenburger EWE AG länger prüfen. Das teilte das Amt den beiden Unternehmen in einem Zwischenbescheid mit. Beide Unternehmen hatten zuvor dieser Verlängerung zugestimmt. Statt wie zunächst geplant zum 8. Januar 2009 kündigte das Kartellamt seine Entscheidung nun für den 9. März an. Grund dafür sind Bedenken des Kartellamtes hinsichtlich einer Konzentration auf regionalen Gasmärkten in Ostdeutschland, die durch den Zusammenschluss entstehen könnte. Eine solche Zwischenmitteilung ist in einem solchen Verfahren nicht unüblich, um den Beteiligten den aktuellen Stand der Prüfungen mitzuteilen.

Aufgrund des sehr komplexen Sachverhaltes und sehr vieler Einzelinteressen der direkt und indirekt betroffenen Unternehmen sei klar gewesen, dass der Prüfprozess nicht wie ein Standardprozess verlaufe. „Es handelt sich um eine der größten Transaktionen der letzten Jahre im Energiesektor", erläuterte EWE-Sprecher Daniel Waschow. Für die nun folgenden Gespräche mit dem Kartellamt sei man zuversichtlich, eine Lösung zu erreichen, die allen Beteiligten gerecht werde. „Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass der Einstieg von EnBW ein echter Gewinn für den deutschen Energiemarkt sein kann", so Waschow.

Die EWE-Anteilseigner, 21 Kommunen aus Nordwestdeutschland, hatten im Juli bekannt gegeben, mit EnBW eine strategische Partnerschaft eingehen zu wollen. EnBW soll dazu einen Anteil von 26 Prozent an EWE übernehmen. Im September hatten die beiden Unternehmen das Zusammenschlussvorhaben beim Kartellamt zur Prüfung angemeldet. Dieses hatte zunächst angekündigt, Anfang Januar 2009 seine Entscheidung bekannt zu gegeben



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