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EWE erhöht Beteiligungen an türkischen Energieversorgungsunternehmen

Unternehmen wird Mehrheitsaktionär von Bursagaz und Kayserigaz


Oldenburg, 28. Oktober 2008.
Der Oldenburger Energiekonzern EWE hat seine Anteile an den regionalen türkischen Energieversorgern Bursagaz A.S. und Kayseri Dogalgaz A.S. von jeweils 39,9 Prozent auf 80 Prozent erhöht und baut damit sein Engagement in der Türkei aus. EWE erwarb die Anteile von je 40,1 Prozent von der türkischen Unternehmensgruppe Çalik, die weiterhin je 10 Prozent an beiden Unternehmen hält. Die restlichen je 10 Prozent der Anteile verbleiben bei den Kommunen Bursa und Kayseri. Als Mehrheitsaktionär ist EWE als erster deutscher Energieversorger im türkischen Endkundengeschäft aktiv, das künftig von der EWE ENERJI A.S. mit Sitz in Istanbul gesteuert wird. Zum Kaufpreis machten die Vertragspartner keine Angaben.

EWE konnte mit seinem Türkei-Geschäft in der Vergangenheit positive Erfahrungen sammeln. „Mit unserem leistungsstarken Partner, dem Çalik-Konzern, haben wir von Beginn an erfolgreich kooperiert so dass wir sehr gute Ergebnisse erzielen konnten“, erklärt Heiko Harms, EWE Vorstand für Netze und IT sowie verantwortlich für das EWE-Engagement in der Türkei. Bursagaz und Kayserigaz seien etablierte Unternehmen und würden hohe Zuwachsraten für Neuanschlüsse verzeichnen. Diese Voraussetzungen hätten EWE dazu bewegt, im Rahmen der langfristig angelegten Auslandsaktivitäten den nächsten Schritt zu unternehmen und Mehrheitseigner zu werden. „Unsere guten Beziehungen in die Türkei erweisen sich als Wettbewerbsvorteil. Wir haben eine einmalige Chance erhalten und diese genutzt. Als Mehrheitseigner können wir künftig strategisch mehr Einfluss nehmen. Und die neuen Mehrheitsbeteiligungen schaffen eine solide Basis für den künftigen Ausbau des Türkei-Engagements sowie für weitere internationale Projekte“, so EWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Brinker.

„Das Engagement von EWE in der Türkei ist Teil einer langfristig angelegten Strategie zur Positionierung des Unternehmens auf dem internationalen Energiemarkt und damit zur Sicherung des Unternehmenserfolges“, führt Harms weiter aus. EWE wolle von der zügig voranschreitenden, aber noch nicht abgeschlossenen Liberalisierung und Internationalisierung des türkischen Energiemarktes profitieren. „Der Zeitpunkt ist günstig. Die Türkei ist ein Wachstumsmarkt mit einer kontinuierlich steigenden Nachfrage nach Energie und damit ein attraktiver Absatzmarkt. Als Energietransitland ist zudem der Zugriff auf die Energieversorgung der Türkei von entscheidender strategischer Bedeutung für die Energieversorgung der Europäischen Union und damit auch für die Versorgungssicherheit im EWE-Stammgebiet.“, so Harms.

Im April des letzten Jahres stieg EWE mit dem Erwerb von 39,9 Prozent am türkischen Energieversorger Bursagaz als erstes deutsches Energieunternehmen bei einem türkischen Erdgasversorger ein. Im April dieses Jahres erwarb EWE in gleichem Umfang Anteile an Kayserigaz.

Das regionale Energieunternehmen Bursagaz mit seinen 130 Mitarbeitern verfügt in der Region Bursa im Nordwesten der Türkei über mehr als 500.000 Verträge zur Erdgasversorgung. Kayserigaz versorgt mit 143 Mitarbeitern rund 130.000 Erdgaskunden in der Region Kayseri, dem landesweit größten Industriegebiet in der Mitte der Türkei.



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